RE: Neue Perspektiven | 21.10.2018 | 16:41

@ Punk

Auf die Schnittmengen zwischen Grünen und Faschismus hat Gründungsmitglied der Grünen Jutta Ditfurth schon 1996 in ihren berühmt gewordenen Buch „Entspannt in die Barbarei - Esoterik, (Öko-)Faschismus und Biozentrismus hingewiesen

Ditfurth, (Öko-)Faschismus

Es ist z. Z. vergriffen und wird zu hohen Preisen gehandelt. Die Grünen, im Augenblick im Rausch ihrer Wahlerfolge, sollten an diese uralte Warnung einer ihrer Gründerinnen hingewiesen werden....

RE: Neue Perspektiven | 21.10.2018 | 09:43

Der Rechtsruck hat sich verschärft....

denn es droht die GrüKo mit möglicherweise Jens Spahn als Chef. Während in der Mitgliedschaft der SPD, so verkommen diese Partei auch ist, noch ein Hauch von Verständnis für die soziale Frage existiert, so ist das bei den Grünen nicht der Fall.

Den linksliberalen Milieau sind Fragen zur Umwelt, Datenschutz, demokratische Rechte und ein bißchen LMDS wichtig, die Soziale Frage interessiert dies Schicht nicht.

Mir wird Angst wenn ich mir vorstelle, daß das Justemilieau der Besserverdienenden mit der CDU die Macht übernimmt. Die GrüKo wird brutal neoliberal durchregieren.

Die Grünen sind mittlerweile genauso gefährlich wie die AfD. Der Rassismus der AfD findet seine Gegenstück im Sozialrassismus der Grünen, ihrer abgrundtiefen Verachtung für Menschen, denen es schlecht geht...

RE: Die SPD hat nichts | 19.10.2018 | 17:59

In München-Mitte hat das Justemilieau gesiegt und dessen Projekt ist Grüko. Man muß

Wolf Reiser - Justemilieau

nicht in allen recht geben, aber seine Beschreibung des Juste-Milieaus ist brillant. Mit der Grüko hat es jetzt in München nicht geklappt und das bedauert das Juste-Milieau heftig. Wie wenig Mut doch die CSU hat, statt mit Ihnen mit den Freien Wählern ins Bett zu gehen. Diese Grünen - da hat Herr Augstein recht - muß man sich leisten können, denn die sind gegen jedes Bauprojekt, das bezahlbaren Wohnraum schaffen könnte. Das absolute Feindbild des Juste-Milieaus ist die AFD....und Sahra Wagenknecht. Eine neue Sozialdemokratie erfordert den Bruch mit diesem Milieau. Deshalb ist es fraglich, ob r2g überhaupt noch eine progressive Perspektive wäre, nicht mal in Hessen.

Eine neue sozialdemokratische Partei, die aus Aufstehen entstehen könnte, ist die letzte Chance für eine Vertretung der Klassenintetessen der Eigemtumslosen....

RE: Soziale Einbindung | 19.10.2018 | 09:33

Migration muß reguliert werden. Das ist eine Position, die weltweit alle linken Parteien vertreten. Nur in Deutschland verhält sich die Linke hier sonderbar und fordert weltweite Niederlassungsfreiheit für alle. Das ist keine Linke Position, sondern eine neoliberale. Die neoliberale kosmopolitische Linke vertritt in dieser Frage die Interessen der Kapitaleigner, die Lohndrücker durch unregulierte Migration suchen. Außerdem sind die neoliberalen Kosmopoliten nicht in der Lage zwischen Asyl und Arbeitsmigration zu unterscheiden.

Natürlich ist ein Einwanderungsgesetz sinnvoll, es ist nur die Frage was drin steht.

An der Frage „no Borden, no Nation“ wird sich die Linkspartei letztendlich spalten.

RE: Die Mutter aller Lösungen | 18.10.2018 | 14:21

In der Pflege arbeiten bereits viele Menschen mit, vor allem mit östlichen Migrationshintergrund. Das Problem sind die schlechten Deutschkenntnisse. Wenn man die Hungerlöhne, die in Pflege und Betreuung bezahlt werden, sehr sehr kräftig erhöht und die Attraktivität dieser Berufe durch bessere Ausbildung erhöht, würde sich leicht genügend einheimische, gut deutsch sprechende BewerberInnen finden. Höheres Einkommen, höhere Sozialbeiträge, ganz ohne Migration und Geburtensteigerung. Die alten Menschen haben die Betreuung durch hochqualifizierte und gutbezahlte MuttersprachlerInnen verdient. Pflegeroboter und der Export alter Menschen ins Ausland sind menschenfeindliche Alpträume neoliberal kranker Gehirne....

RE: Schnell, schneller, Fanboy | 17.10.2018 | 20:14

Einfach ein ziemlich schlechter Verris von Martine Mescher. Da hat mir die durchaus kritische Buchvorstellung im ND, ein Blatt, daß ich sonst nie lese, besser gefallen:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1102927.linke-sammlungsbewegung-wohin-gehtrs-nach-dem-aufstehen.html

Wenn ihr so weiter macht beim Freitag, werdet ihr mich als Abonnemtin nicht zurückgewinnen.

Mit hat das Buch gefallen. Es bietet einen guten und kurzen Überblick über die Vorgeschichte der Sammelbewegung. Im Gegensatz zu Martina hat mir die Geschichte der Brandt- SPD gefallen. Ohne das nicht zückzahlbare BAFÖG von Willy Brandt hätte ich niemals studieren können. Aber der kurze Willy-Sommer war bald vorbei und schon etwas jüngere Studierende mußten dann das BAFÖG zurückzahlen. Man begann das Berufsleben mit 30.000 DM Schulden. Die jungen Linken haben das vergessen, denn Ihnen müssen die Elten das Studium finanzieren.

Ich empfehle den AufsteherInnen den Kauf des Buches. Die 100 Seiten liest man an einem Abend und ist dann sich besser informiert...

RE: Steht erstmal selbst auf! | 17.10.2018 | 13:56

@Elsa Koester

Danke für Ihre Info

ich bin z.Z. nicht in Berlin und kann auf keine der beiden Veranstaltungen. Aber mich würde schon interessieren, wie es bei Aufstehen Neuköln zugeht, das wird doch hoffentlich nicht vermurxt21? Wäre doch einen wohlwollenden Erlebnisbericht wert, so wie es die Leute hier gerne lesen würden. Die Buchrezension will ich gerne lesen. Nachdem ich das Büchlein schon gelesen habe, würde mich schon interessieren, was der Freitag dazu sagt...

RE: Steht erstmal selbst auf! | 16.10.2018 | 19:09

Danke Frau Koester für Ihre Werbung für Aufstehen, denn auch eine negative Nachricht ist Werbung. Kleiner Tipp, wenn Sie morgen Abend nichts zu tun haben. Besuchen Sie doch diese:

https://www.eulenspiegel.com/termine/veranstaltung/4669-aufstehen-und-wohin-gehts.html

Veranstaltung, Sie können uns dann berichten. Es ist eine Buchvorstellung. Rainer Balcerowiak hat ein Buch geschrieben:

“Aufstehen wohin gehs?“

RE: Sie kehren mal wieder zur Sacharbeit zurück | 14.10.2018 | 22:52

In Bayern hat sich nichts verändert, das zeigen die

historische Wahlergebnisse Bayern

Der konservative Block, 2003 holte Stoiber´s CSU 60%, blieb in etwa gleichstark, teilt sich jetzt nur in 3 Parteien, CSU 37%, AfD und Freie Wähler 22% heute. Nur die Opposition wurde immer schwächer....aber ihr könnt selbst die Tabelle oben lesen.. keine Sensation in Bayern, sondern nur Kräfteverschiebungen innnerhalb der beiden Lager.

RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 14.10.2018 | 20:19

Warum Aufstehen eine Partei mit 34% werden muß....

...ist nur logisch, weil:

1972 erreichte die SPD mit Willy Brandt mit knapp 46% ihr historisch bestes Ergebnis. Sie brauchte zum Regieren die damals sozialliberale FDP. Heute erreichen SPD, Grüne und Linke mit ca. 45% fast dasselbe Ergebnis wie einst Willy Brandt. Das r2g mal eine rechnerische Mehrheit hatte, liegt an der ehemaligen PDS, die vor allen im Osten als Protestpartei wahrgenommen wurde und dadurch im Westen die SPD stark hielt. PDS und SPD verloren Protestwähler vor allen an die AfD. Diese müssen zurückgewonnen werden durch die neue Sozialdemokratie von Wagenknecht. Käme diese neue Partei, wie Umfragen sagen, auf 34%, würden 10% jeweils für SPD und Grüne für eine neue linksliberale Regierung reichen. Freilich bliebe dabei Die Linke auf der Strecke, was schade wäre.

Diese Logik ist so einfach, daß sie gar nicht vollkommen falsch sein kann. Nur die Konsequenzen und die Umsetzung, das ist hart...schönen Abend noch.