RE: Faschos im Hansa | 13.09.2018 | 20:23

Das finde ich auch, gute Reportage.

Das hat die Elsa gut gemacht. Antifaschistische Frauen wie sie werden gebraucht. Innerlinke Meinungsverschiedenheiten sollten angesichts der immer frecher werdenden Faschos nicht überbewertet werden. Einst waren die Kommunisten zuerst im KZ, es folgten die Sozialdemokraten und dann die Christen. Soweit darf es nie mehr kommen

RE: Liebe Westdeutsche | 13.09.2018 | 12:26

Auch die linke DDR-Opposition hat versagt...

....sie ist heute politisch tot, nicht mehr wahrnehmbar. Eine demokratisierte DDR wäre auch im Interesse der Wessis gewesen, denn diese Konkurrenz hätte den Sozialabbau in der BRD bremsen können. Auch den Westmächten wären zwei deutsche Staaten lieber gewesen, als ein wiedervereinigtes Viertes Reich. Aber das ist Schnee von gestern.

Heute wäre eine linke Alternative gerade im Osten nötig, um den Frust dort aufzufangen und in die richtigen Bahnen zu lenken. Einst war die alte PDS eine solche Alternative, die als Vertretung von Ostinteressen wahrgenommen wurde. Aber die sind mittlerweile auch im System angekommen. Außer schlecht regieren, haben sie auch nichts besseres gelernt.

Vielleicht ist die Aufstehen-Bewegung eine Alternative?

RE: Liebe Westdeutsche | 12.09.2018 | 12:37

@stephan

da hab ich anscheinend ins Schwarze getroffen, wie Ihre Reaktion zeigt. Etwas Selbskritik und kritische Selbstrefektion würde auch dem Stamm der sog. Sachsen guttun, denn vom überzogenen „Sachsenstolz“ redet die Nation schon länger, schon bemerkt?

http://www.taz.de/!5407701/

RE: Liebe Westdeutsche | 12.09.2018 | 09:06

Die Selbstverliebtheit der Sachsen nervt...

nirgends wird das Naziproblem mehr schöngeredet und ignoriert, als in Sachsen. Das ist wie zu DDR-Zeiten, Probleme wurden ausgeblendet, bis alles zusammenbrach.

Die Selbstverliebtheit der Sachsen zeigt sich auch bei der Diskussion um die Bombenangriffe im Februar 1945. Obwohl andere deutsche Städte wie Hamburg oder Köln mehr unter den Bomben zu leiden hatten, inzinieren sich die Dresdener gerne als die „ größten Opfer“.

Sachsen ist nicht der Nabel der Welt und wird es niemals werden.

So, jetzt wird gleich ein/e Sachse/in widersprechen...

RE: Liebe Westdeutsche | 11.09.2018 | 08:16

Endlich mal einer, der offen ausspricht, daß der Osten anders ist. Das hört man im Westen in der öffentlichen Debatte nicht gerne. Unter vorgehaltener Hand geben aber viele Wessis zu, daß die Ossis anders seien und auch anders behandelt werden sollten.

Viele Wessis wollen aber die Klagen aus dem Osten nicht mehr hören, weil, es gibt den Soli, die Infrafruktur im Osten ist super und die Städte sind herausgeputzt. Außerdem wollten die Ossis doch die Wiedervereinigung, die den Wessis im Grunde egal war.

Mein Fazit: Die Wiedervereinigung ist gescheitert. Sie war eine feindliche Übernahme des Ostens durch den Westen. Was bleibt, ist nur das Ampelmännchen...denn die Sieger diktieren die Bedingungen. Das es im Osten die Regime-Change-Erfahrung gibt, ist den Wessis neu.

RE: Eine Macht, kein reiner Mob | 02.09.2018 | 16:54

Es geht doch darum, daß sich der Faschismus in Chemnitz die Macht auf der Straße erobert hat und die Faschos von erschreckend vielen Chemnitzern toleriert wurden. Es gelang den gewalttätigen Faschos die sog. Zivilgesellschaft einzuschüchtern und von der Straße zu verdrängen. Die sächsische Polizei ist auf allen Ebenen von den neuen Rechten unterwandert und jeder willens, noch in der Lage den bürgerlichen Staat zu schützen. Die Flüchtingsfrage wird nur von den neuen Rechten geschickt in ihren Sinne genutzt. Im Osten gibt es, anders als im Westen, die Erfahrung des Regime-change. Die Faschos wollen jetzt ernst machen...

RE: Nach Chemnitz | 02.09.2018 | 10:37

Noch ein letztes Wort...

....zu den Tätern, die offensichtlich Geflüchtete sind. Diese Menschengruppe ist nicht per se gut, weil sie ihre Heimat verlassen mußte. Viele sind traumatisiert, oder auch Täter, die in ihrer Heimat kriminell waren. Wenn man unter den „kosmopolitischen Linken“auf diesen Umstand hinweist, bekommt man sofort massiven Widerspruch. Migranten sind bei manchen Linken ein Heiligtum, ein Tabu, das man nicht kritisch hinterfragen darf. Da läuft was schief in der Linken Debatte.

PS.: sorry für die Rechtschreibfehler, die mir gelegentlich unterlaufen, aber ich bewerbe mich auch nicht um einen Literaturpreis

RE: Nach Chemnitz | 02.09.2018 | 10:22

Die junge Welt schrieb folgendes zum Opfer. Habt Ihre andere oder bessere Infos zum Opfer gefunden?

https://www.jungewelt.de/artikel/338915.nach-ausschreitungen-getötet-und-vereinnahmt.html?sstr=Daniel%7CHillig