RE: Viele Räder stehen still | 03.02.2018 | 17:30

Mein deutscher Schwager arbeitet schon sein ganzes Arbeitsleben in einen großen Metallbetrieb. Er verdient netto etwas mehr als 4000;- Euro im Monat. Als IGM-Vertrauensmann stand er letzte Woche mit zahlreichen KollegInnen als Streikposten vor seinem Betrieb. Wenn es demnächst richtig losgeht, bekommt er 600 Euro Streikgeld pro Woche von seiner Gewerkschaft. Dämliche IG-METALL?

RE: Viele Räder stehen still | 02.02.2018 | 12:15

@Maximilianspapa

Die Drohung mit Produktionsverlagerungen liest man derzeit in allen Foren, wenn es um dem Metall-Tarifkonflikt geht. Das lese ich so häufig, daß ich schon an bewußt gesteuerte Unternehmerpropaganda glaube, denn das ist das schärfste Argument der Bosse.

Fakt ist, daß man nicht die gesamte Metallindustrie in Billiglohnländer verlagern kann. Schon die USA ist ein Problem, denn die Produktivität der Arbeit ist dort niedriger als hierzulande. Der Durchschnittsami ist schlechter ausgebildet und arbeitet langsamer als seine deutschen KollegInnen. Das weiß jeder, der/die mal in USA arbeiten mußte. Und verlagert wird immer, ganz unabhängig vom Metallkonflikt, wenn es den Bossen paßt.

Stillhalten und klein beigeben ist auch keine Lösung. Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.

RE: Viele Räder stehen still | 01.02.2018 | 19:02

@zelotti

wieso ist streiken bei schlanker Produktion schwierig? Es genügen hier doch wenige Streikende, die enorme Fernwirkung erzielen können!

Noch nie war die Verhandlungmacht der IG-METALL größer als z.Z. Die Wirtschaft brummt, die Miglieder sind kampfentschlossen und nur wenige Tage Streik bereiten den Bossen enorme ökonomische Schmerzen. Wenn jetzt nicht Streik, wann dann?

Allein die Frage ist, ob die IG-METALL-Führung nicht doch noch einknickt?

RE: Für die Anstößigkeit | 24.01.2018 | 19:51

Hat der ASTA nicht anderes zu tun als sich um Gedichte zu kümmern? Wir haben früher im ASTA die sozialen Interessen der StudenInnen vertreten, sind auf Demos gefahren, haben Friedensinitiativen organisiert und sind mit Megaphonen durch die Hörsääle gezogen, um die StudenInnen politisch aufzuklären.

Das Gedicht selbst finde ich nicht sexistisch....aber ich bin auch eine alte Frau

RE: Politur-Politiker | 14.01.2018 | 19:50

@woolrec

Die Apartheid ist in Südafrika angeschafft. Es ist eine neue Kapitalistenklasse aus ANC-Fnktionären entstanden. Die Löhne sind höher als zur Zeit der Apartheid. Aber es gibt die nach Rassen getrennten Townships noch und die soziale Ungleichheit wächst. Die Probleme sind Korruption, mangelte Bildung und Arbeitslosogkeit. Das schwarze Proletariat muß den Klassenkampf gegen die schwarzen Kapitalisten verschärfen. Der Feind ist nicht mehr nur weiß, sondern jetzt auch schwarz und hat manchmal ein kommunistisches Parteibuch (und ist weiß)....

RE: Politur-Politiker | 14.01.2018 | 11:26

„Wir haben die Regierung aber wo bleibt die Macht“ war eine beliebte Redensart des ANC nach der Befreiung. Heute ist der ANC, wie viele afrikanische Befreiungsbewegungen, die korrupte schwarze Variante eines afrikanischen Kapitalismus. Ramaphosa verkörpert als gewandelter Ex- Gewerkschaftter diesen Wandel. Die weiße Elite wurde gegen eine schwarze, noch korruptere Elite ausgetauscht. Der ANC hat seine Freiheitscharta der Kampfzeit verraten. Dagegen erhebt sich Widerstand in den Townships, in denen sich wenig geändert hat.

Nebenbei bemerkt wird dieser Verrat an den Grundwerten seit jeher begleitet von einer nominell kommunistischen Partei, die immer mit den ANC regiert hat.

Die Verdammten der Townships müssen den Kampf wieder aufnehmen. Das scheint in Ansätzen zu passieren.....

RE: Politur-Politiker | 14.01.2018 | 11:26

„Wir haben die Regierung aber wo bleibt die Macht“ war eine beliebte Redensart des ANC nach der Befreiung. Heute ist der ANC, wie viele afrikanische Befreiungsbewegungen, die korrupte schwarze Variante eines afrikanischen Kapitalismus. Ramaphosa verkörpert als gewandelter Ex- Gewerkschaftter diesen Wandel. Die weiße Elite wurde gegen eine schwarze, noch korruptere Elite ausgetauscht. Der ANC hat seine Freiheitscharta der Kampfzeit verraten. Dagegen erhebt sich Widerstand in den Townships, in denen sich wenig geändert hat.

Nebenbei bemerkt wird dieser Verrat an den Grundwerten seit jeher begleitet von einer nominell kommunistischen Partei, die immer mit den ANC regiert hat.

Die Verdammten der Townships müssen den Kampf wieder aufnehmen. Das scheint in Ansätzen zu passieren.....

RE: Theokratie und Praxis | 07.01.2018 | 10:00

Eigentlich geht es in obigen Artikel um die Riots des Prekariats im Iran, die ich als Reaktion auf die neoliberale Wirtschaftspolitik interpretiere. Nun wird hier plötzlich über die sog. Flüchtlingskrise diskutiert, wobei rechtspopulistische Sprachbilder (das Boot ist voll) zum Einsatz kommen. Diese bis ins vermeintlich linke Lager reichende rechtspopulistische Verblendung macht mir Angst. Der Rassismus ist alltagstauglich geworden und nur eine Minderheit widerspricht..

RE: Theokratie und Praxis | 06.01.2018 | 22:22

@woolrec

Neoliberalismus ist ein kapitalistisches Wirtschaftsmodell, das auf Marktradikalismus setzt. Die weltweite Flüchtlingsbewegung ist Folge des beginnenden Weltbürgerkrieges und des Klimawandels.

Gerade die in der BRD lebenden Menschen profitieren von der neoliberalen ökonomischen Versklavung der sog. 3. Welt. Die Reichen sehr sehr viel mehr als die Armen. Es ist deshalb nicht nur ein Akt des Humanismus und der Menschlichkeit diese Flüchtlinge willkommen zu heißen, sondern auch im wohlverstandenen Eigeninteresse der Armen dieses Landes mit den Flüchtlingen hierzulande den Kampf gegen die herrschende Klasse aufzunehmen. Wer den Klassenkampf durch den Rassenkampf ersetzt, landet wieder bei Ausschwitz.

RE: Theokratie und Praxis | 06.01.2018 | 13:06

@splendided

sorry, aber ich hab den Einwand nicht verstanden???