Geschichten vom Maulwurf und „Projekt verbindende Klassenpolitik“

Rezension Die linken Zeitschriften „analyse & kritik“ und die „Prokla“ wurden 50 Jahre alt. Der jeweilige Blick zurück nach vorn fällt unterschiedlich aus – das ist bedauerlich für die Strategiedebatte der parteilichen und gesellschaftlichen Linke
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community
Die Geschichte von „analyse & kritik“ und „Prokla“ ist im Kontext der 68er und des spezifischen Biotops der West-Berliner Neuen Linken der 1960er und 1970er zu sehen
Die Geschichte von „analyse & kritik“ und „Prokla“ ist im Kontext der 68er und des spezifischen Biotops der West-Berliner Neuen Linken der 1960er und 1970er zu sehen

Foto: Imago/Klaus Rose

Gleich zwei Publikationen der sich in den 1960er Jahren herausbildenden Neuen Linken blickten im vergangenen Jahr auf ihr 50. Jubiläum zurück.

Im Juni 1971 erschien das erste Sonderheft der „Probleme des Klassenkampfes – Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik“. Im Dezember desselben Jahres wurde die erste Ausgabe des „Arbeiterkampfes – Arbeiterzeitung des kommunistischen Bundes“ verteilt.

Sie repräsentieren unterschiedliche Entwicklungslinien der gegen Ende der 1960er Jahre zerfallenden studentischen Protestbewegung und der Frage nach dem Primat der Politik oder dem Primat der Theorie.

„Als linke Zeitung alt zu werden, ist Dialektik pur“ beginnt die Redaktion des „ak – analyse & kritik“, wie der frühere Arbeiterkampf und heutige „Zeitung für linke Debatte und Praxis“ genannt wird, die Betrachtung seiner fortbestehenden Existenz (Nr. 677). Auch die Redaktion der „Prokla“ blickte in Heft 200, das den Titel „Probleme des Klassenkampfs - Heute“ trug, zurück nach vorn. Wie unterschiedlich beide Redaktionen dabei vorgingen, wird am Ende dieses Beitrags kritisch beschrieben.

Zunächst soll die höchst unterschiedliche Entwicklungsgeschichte beider Periodika unter Einschluss der Rezension eines jüngst erschienenen Buches von David Bebnowski, das die Zeitschriften „Das Argument“ und „Prokla“ vergleichend betrachtet, dargestellt werden.

„Prokla“, akademischer Marxismus und Parteibildungsprozesse der Neuen Linken

Die „Prokla“, so lautete das sich bereits früh eingebürgerte griffigere Akronym ab 1976 (Heft 22), war ein Produkt einer für Deutschland historisch neuen Entwicklung. David Bebnowski beschreibt sie als „akademischen Marxismus“ und ein „Epochenphänomen der ‚langen sechziger Jahre‘“. Die deutschen Hochschulen waren – freilich mit Ausnahmen, die wiederum die Regel bestätigten (z.B. der sozialdemokratische Arbeitsrechtler Hugo Sinzheimer an der Universität Frankfurt) – traditionell Orte des konservativen Denkens. Der Nationalsozialismus hatte dort bereits früh Fuß fassen können. Dies hatte sich über den Verlauf seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland nun spürbar verändert: „Mit dem Marxismus war im Verlauf der 1960er und 1970er Jahre ein außeruniversitäres Wissen der Arbeiterbewegung an deutsche Universitäten gelangt und bildete hier eine Art Gegenwissenschaft.“ (Bebnowski 2021: 13)

Entstanden war die „Prokla“ aus einem redaktionellen „Coup d‘etat“ der Zeitschrift „SOPO – SOZIALISTISCHE POLITIK“, wie die Redaktion im Editorial der ersten Ausgabe nüchtern bemerkt: „Die Herausgabe der neuen Zeitschrift wurde notwendig, nachdem vier Mitglieder der Redaktionskonferenz der SOZIALISTISCHEN POLITIK, die Herstellung und Vertrieb besorgten, hinter dem Rücken der übrigen Mitglieder eine GmbH (‚Verlag und Vertrieb Sozialistische Politik‘) gegründet und damit die ihnen übertragene faktische Verfügungsgewalt in ein bürgerliches Eigentumsrecht umgewandelt hatten. […] Die neuen ‚Eigentümer‘ bemäntelten die Usurpation mit von ihnen niemals zuvor erhobenen Forderung nach einer ‚bewusst und planmäßig vollzogenen Instrumentalisierung im Vorfeld der kommunistischen Partei‘, sprich: SEW/DKP.“ (H 1: 1)

Aus Sicht der Redaktion handelte es sich dabei keineswegs um einen Einzelfall, wie in der Erklärung der Redaktion im Sonderheft 1 (SH), das im Juni 1971, dem regulären Heft 1 vorausging, deutlich gemacht wurde: „In den letzten Jahren sind mehrere Zeitschriften, die von nicht revisionistischen Gruppen gegründet und aufgebaut wurden, in die Hände von revisionistischen und sektiererischen Gruppen gefallen. Erinnert sein an ‚Kürbiskern‘, ‚Extradienst‘, ‚Argument‘ – heute alle SEW/DKP – und an die RPK – heute KPD/AO. Die dabei verwandten Methoden gleichen einander: Berufung auf Bürgerliches Recht; z.T. in Verbindung mit politischen Putschaktionen.“ (SH 1: 1)

Wirksam waren im Umfeld des Entstehungsprozesses der „Prokla“ verschiedene tektonische Verschiebungen. Sie fanden parallel zueinander und sich teilweise überlagernd statt. Auf der einen Seite wurde die seit 1966 regierende Große Koalition, gegen deren Notstandsgesetzgebung die APO wirksam aber letztlich erfolglos mobilisiert hatte, durch die erste sozialliberale Koalition abgelöst. Diese setzte – gegen den heftigen Widerstand von rechts – Reform- und insbesondere Entspannungspolitiken um. Sie führte eine Amnestie für APO-Vergehen durch und schuf wiederum mit den Berufsverboten an Hochschulen und im Öffentlichen Dienst ein gegen links gerichtetes Klima der Abschreckung und Denunziation.

Auf der anderen Seite differenzierten sich im Umfeld der außerparlamentarischen Linken Parteibildungsprozesse heraus.

Bereits als Folge der Bildung der Großen Koalition und der Wahlerfolge der faschistischen NPD, hatten Teile der studentisch geprägten APO gemeinsam mit Linkssozialist:innen, die zum Teil den linkssozialistischen und reformkommunistischen Zwischengruppen („SAP“, „KPD-O“) der Vorkriegszeit entstammten oder sich diesen Traditionen verbunden fühlten, eine Diskussion über Perspektiven eines Sozialistischen Zentrums begonnen. Darin eingeschlossen war die Überlegung einer Wahlverbindung für die Bundestagswahl 1969. Daran sollten sich auch Kommunist:innen beteiligen, von denen bekannt war, dass sie eine Wiedergründung der in Westdeutschland seit 1953 verbotenen KPD, vorbereiteten (Bebnowski: 269, Kufferath 203f.).

Zwischen einer am Beginn des Jahres 1968 durchgeführten Konferenz und ihrer für den Herbst vorgesehenen Nachfolge hatten sich manifeste Veränderungen ergeben, die diesen Prozess letztlich abschnitten. Die Invasion der Sowjetunion und anderer staatssozialistischer Länder in die Tschechoslowakei beendete die gemeinhin als „Prager Frühling“ bezeichneten umfassenden reformkommunistischen Prozesse. Bestehend aus der Aufarbeitung stalinistischer Verbrechen, demokratischer Partizipation und Infragestellung des Alleinvertretungsanspruches der kommunistischen Partei, Wirtschaftsreformen und kultureller Öffnung.

Ein Offener Brief aus dem Sozialistischen Zentrum, der Kommunist:innen dazu aufforderte, die Reformforderungen zu unterstützen, wurde vom Arbeitsausschuss, der die Gründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) vorbereitete, abgelehnt. Die Invasion wurde KPdSU-linientreu unterstützt und die DKP-Gründung einschließlich weiterer Organisationen im Jugend- und Hochschulbereich sowie Verlage, Forschungsinstitute etc. durchgeführt.

Diese Gründung blieb nicht ohne Wirkung auf die sich bereits seit Ende der 1950er Jahre herauskristallisierende Neue Linke, ihre Organisations- und Aktionsformen einschließlich ihrer Publikationen.

„Kämpfe mit Marx“ - exzellente vergleichende Darstellung der Zeitschriften „Das Argument“ und „Prokla“

In einer umfassenden, beim Wallstein-Verlag erschienenen Publikation, die auf einer Dissertation an der Universität Potsdam beruht, hat David Bebnowski die Geschichte der „Prokla“ und dem in oben zitierter Erklärung der Prokla-Redaktion im Sonderheft 1 als DKP/SEW-nah geschmähten „Argument“ hervorragend aufgearbeitet. „Kämpfe mit Marx“, so zeigt Bebnowski, führte die Neue Linke sowohl gegen die bürgerliche Gesellschaft und ihre Öffentlichkeit als auch mit-, unter- und vielfach gegeneinander um die jeweils angemessene Kritik und Organisationsform.

Durch „die Betrachtung der Zeitschriften Das Argument und Prokla soll“, so Bebnowski in der Einleitung, „eine Geschichte der Neuen Linken in Westdeutschland und West-Berlin entstehen.“ Dieses Ziel erreicht er in der 466 Seiten starken Betrachtung ausgezeichnet.

Insbesondere einer durchgängig gut und nicht selten vergnüglich zu lesenden Erzählweise, die aus einem umfassenden Quellenapparat schöpft (der Anhang zum Buch umfasst 65 Seiten mit Quellenangaben und Register), ist es zu verdanken, dass die vergleichende Publikationsgeschichte eingebettet wird in eine übergreifende Betrachtung der linken Diskurse und das spezifische Biotop der West-Berliner Neuen Linken der 1960er und 1970er Jahre.

Bebnowskis Darstellung ist in zwei Teile und insgesamt sechs Abschnitte untergliedert. Während Teil 1 eine Umfeldbeschreibung vornimmt, widmet sich der zweite Teil der vergleichenden Darstellung beider Zeitschriften.

Im ersten Abschnitt des Teil 1 beschreibt Bebnowski den akademischen Marxismus als Epochenphänomen der langen 1960er Jahre und ordnet darin „Das Argument“ als frühe Ausdrucksform der Neuen Linken ein.

Der zweite Abschnitt nimmt eine Umfeldbeschreibung dieser frühen Ausdrucksform vor und zeichnet, historisch aus der Vorkriegszeit einordnend, die „Internationale Liga für Menschenrechte“ als „Scharnier und Knotenpunkt der Alten und Neuen Linken“. Dieser Abschnitt ist ebenso wie die späteren Ausführungen zu den bereits dargestellten linkssozialistischen Traditionen innerhalb der Neuen Linken, die vor allem im späteren „Sozialistischen Büro (SB)“, zu deren Umfeld die „Prokla“ sich selbst zählte, ihren Ausdruck fanden, schon deshalb wichtig, um der vielfach wahrnehmbaren Geschichtslosigkeit in der medial zeitgenössischen Beschreibung „der 68er“ und der studentischen Revolte entgegenzuwirken.

Zum spezifischen „Biotop“ West-Berlins, ein Begriff, den auch Bebnowski in Verbindung mit dem Zusatz „Die Freie Universität als ‚Treibhaus‘ der Neuen Linken“ als Überschrift des dritten Abschnittes verwendet, liegen inzwischen eine Vielzahl von literarischen, filmischen und wissenschaftlichen Dokumentationen vor. Auch wenn der Abschnitt für die Gesamtdarstellung unverzichtbar ist, bieten der vierte Abschnitt „Sammlung. Vor der Bewegung (1959-1965)“ und der fünfte Abschnitt „Spaltung. Wissenschaft als Politik? (1966-1970)“ bedeutend mehr Spannung und Neues aufgrund der Tiefenbohrung die Bebnowski im Rahmen der Untersuchung vornimmt. Es erweist sich als wahrer Goldstaub, dass Bebnowski Einblick in die Archive und vor allem die Redaktionsprotokolle des „Argument“ und der „Prokla“ hatte, Interviews mit handelnden Akteur:innen führte und darüber hinaus ein großes Netz ausgeworfen hat, um weitere Quellen hinzuziehen, so dass der umfangreiche Gebrauch von Fußnoten nicht dem Ausweis der Belesenheit des Autors dient, sondern vielfach erläuternd und einordnend den Lesefluss unterstützt, statt zu stören.

Alle drei Abschnitte zusammengelesen hätten einen eigenständigen zweiten Teil gerechtfertigt, der sich der spezifischen West-Berliner Situation linker Organisations- und Debattenkultur, dem ineinandergreifen von hochschulpolitischer Debatte und marxistischer Theorieentwicklung, die über die Hochschule hinausging, widmet. Bebnowski untersucht im Abschnitt 4 die Herausbildung des „Arguments“ in Kommunikation mit der Fraktion um die aus der DDR finanzierte Zeitschrift „konkret“, Ulrike Meinhof und als Produkt eines nach und nach erodierenden Antikommunismus. Aus letzterem entwickelte „Das Argument“ um seinen Gründer Wolfgang Fritz Haug eine anti-antikommunistische Haltung. Diese wurde von der „Prokla“ als Nähe zur DKP und ihrem West-Berliner Ableger, der Sozialistischen Einheitspartei West-Berlins (SEW) ebenso berechtigt wie zugleich auch undifferenziert kritisiert, wie Bebnowski akribisch (vgl. Abschnitte 6.1.1 und 6.6) nachweist.

Der sechste Abschnitt „Verinselung. Der Archipel der Neuen Linken (1971-1976)“, in obiger Lesart quasi der dritte Teil, dient dem unmittelbaren Vergleich der beiden marxistischen Zeitschriften „Argument“ und „Prokla“. Er ist das Herzstück der Untersuchung. Seziert werden das politische Kräftefeld um die beiden Zeitschriften, geprägt durch anti-antikommunistische Nähe des „Argument“ zur DKP/SEW einerseits und der Nähe der „Prokla“ zum Erbe der sogenannten Basisgruppen, aus denen sich das „Sozialistische Büro“ und die Zeitschrift „links“ herausbildeten, andererseits. Bebnowskis Darstellung endet im Jahre 1976, wenngleich er diese zeitliche Begrenzung naturgemäß nicht kalenderscharf durchhalten kann. Die Aktivitäten der „Rote Armee Fraktion (RAF)“ bildeten eine weitere tektonische Verschiebung in der Linken, zu der sich niemand nicht verhalten konnte, weshalb der „Deutsche Herbst“ des Jahres 1978 Eingang in die Darstellung finden musste und fand.

Deshalb ist es freilich bedauerlich, dass Bebnowski manche Exkurse, unter anderem zum „Sozialistischen Büro“ zwar beginnt, wieder aufgreift, aber nicht immer systematisch zu einem Abschluss führt. So bleiben die Wechselbeziehungen zwischen „Prokla“ und „Sozialistischem Büro“ am Ende unklar und ein späteres Publikationsprojekt „Kritik. Zeitschrift für sozialistische Diskussion“, dessen Herkunft und Geschichte bislang noch überhaupt nicht systematisch betrachtet wurde, unbenannt.

Wie linke Zeitschriften sich organisierten (6.2) und in einer Situation behaupteten, die von in kurzen Abständen auftretenden Wellen der Auflagensteigerung und -senkung erheblicher Dynamik geprägt war, (6.5) wird ebenso dargestellt, wie die Inhalte sowie Debatten beider Zeitschriften der Jahre 1971 bis 1975 seziert (6.3 und 6.4) werden.

Bebnowskis Darstellung endet mit der „Heimsuchung des Terrorismus“ (6.7) sowie „Staatlicher Repression und Berufsverboten“ (6.8). Die RAF löste „etwas Ähnliches aus wie die Neukonstituierung der DKP 1968 – auch wenn sich beide Gruppen ideologisch, politisch vor allem natürlich in der Gewaltfrage voneinander unterschieden. Was sie allerdings einte, war, dass ihr Auftreten auf die Gesamtlinke ausstrahlte. Sie waren Akteure, die eine Krümmung des politischen Raums bewirkten: Durch sie veränderten sich die Koordinaten des politischen Feldes, in dem sich die Neue Linke bewegte. Zu ihnen musste man Position beziehen.“ (Bebnowski: 424)

Für die „Prokla“ war dies aufgrund ihrer spezifischen Verlagsabhängigkeit vom Politladen Erlangen deutlich schwerer als beim „Argument“. Auf beide Redaktionen wirkte wiederum das spezifische „Biotop“ West-Berlins, in dem es durchaus eine relevante Frage war, „wie man sich verhalten würde, wenn ‚Ulrike‘ vor der Tür stünde“ (Bebnowski: 423). Ebenfalls für beide Redaktionen als Repräsentantinnen des akademischen Marxismus wie für die Neue Linke insgesamt waren die Berufsverbote und staatliche Repressionen, die sich vornehmlich gegen links richteten, hochrelevant und erzeugten einen „verbindenden Außendruck“ (Bebnowski: 431), der unter anderem ausgedrückt in der Gründung des „Bund demokratischer Wissenschaftler (BdWi)“ neue Themen- und auch gemeinsame Handlungsfelder erzwang, bevor die neuen sozialen Bewegungen und die Gründung der Partei „Die Grünen“ eine weitere Raumkrümmung erzeugten, die wiederum einen Zeitraum umfasst, den Bebnowskis verdienstvolle Betrachtung nicht mehr umfasst.

Der „Arbeiterkampf“ und das „linke Trüffelschwein“

Die Frage nach dem Primat der Politik oder der Theorie beantwortete der „Kommunistische Bund“, kurz „KB“, 1971 entschieden anders als die Redaktion der „Prokla“. Letztere beschrieb ihre Aufgabe wie folgt: „Die Erarbeitung des Marxismus kann für Intellektuelle nicht einfach einem Bekenntnis zum ‚Standpunkt des Proletariats‘ oder einer Aktivität ‚im Proletariat‘ bestehen. Sie muß sich vielmehr in erster Linie auf dem Gebiet der intellektuellen Tätigkeit selbst bewährend. […] Anstatt die fehlende organisatorische Verbindung zur Klassenkampfbewegung selbstmitleidig zu beklagen oder uns zu hausgemachten proletarischen Standpunkten zu bekennen, sind wir der naheliegendsten Aufgabe marxistischer Intelligenz verpflichtet: der wissenschaftlichen Analyse und Kritik der bürgerlichen Gesellschaft.“ (H 1: 2f.)

Befasste sich die „Prokla“ mit den Problemen des Klassenkampfes, wollte der „KB“ den Klassenkampf führen. Insoweit hatte es die „Prokla“ ein Stück weit einfacher, denn sie beschrieb die linken Versuche, deren Erfolge und häufigeres Scheitern – und trug damit zur Theoriebildung bei. Der „KB“ hingegen wollte in der politischen Praxis der Bundesrepublik Deutschland beweisen, dass kommunistische Politik möglich ist. Dieser Möglichkeitsraum wurde weniger theoretisch hergeleitet – einer der „KB“-Akteure zitiert einen häufig verwendeten Satz „Das Kapital lesen wir, wenn wir im Gefängnis sitzen“. Es kann angenommen werden, dass das seinerzeit populäre Buch von Frantz Fanon „Die Verdammten dieser Erde“, eine höhere Verbreitung im „KB“ genoss als die marxistischen Standardwerke, die an den Hochschulen rezipiert, wiederentdeckt und in den linken Verlagen als Nachdrucke wieder zugänglich wurden. Das theoretische Rüstzeug wurde im „KB“ vorrangig bei Lenin gesucht. Daraus leitete sich auch, wie nachfolgend beschrieben wird, die besondere Rolle der Zeitung „Arbeiterkampfes“ in der Politik des „KB“ ab.

Ab Mitte des Jahres 1969 begann innerhalb der studentischen Protestbewegung derjenige Paradigmenwechsel, der als Gründung der sogenannten K-Gruppen, die organisatorische Hinwendung „zu den Konzeptionen eines maoistisch vermittelten Marxismus-Leninismus“ umfasst. „Die meisten der in der ersten Hälfte der 70er Jahre in der BRD auftretenden Gruppen, Bünde und Parteien der ML-Bewegung verstanden sich dabei gemäß der maoistisch-leninistischen Traditionslinie als kommunistisch, revolutionär und internationalistisch.“ (Steffen: 23)

Die Hinwendung vieler Akteur:innen der studentischen APO zur maoistisch-leninistischen Traditionslinie begründete sich u.a. aus der Suchbewegung nach einem Sozialismus anderer Prägung als dem starren und bürokratischen Sozialismus sowjetischer Prägung.
In Großbritannien und Frankreich wurden diese Suchbewegungen durch erheblich relevantere trotzkistische Strömungen kanalisiert. In der BRD dominierten – in einem gesamtgesellschaftlich zwar letztlich überschaubaren, aber innerhalb einer links geprägten Generation doch erheblichen Feld – maoistische Gruppierungen. (ak 397: 22)

In Publikationsorganen wie dem „Argument“ oder Organisationen wie „Sozialistischen Büro“ versammelten sich linke Intellektuelle, von denen viele bereits politische und wissenschaftliche Erfahrungen in den 1950er und 1960er Jahren gesammelt hatten. Sie waren groß geworden in der deutschen Nachkriegsgeschichte und den innerparteilichen Auseinandersetzung in der SPD.

In einer Organisation wie dem „KB“ organisierten sich hingegen Menschen, die aus den ersten Kämpfen der 1968er-Bewegung kamen, die ersten politischen Kriegsdienstverweigerer. Sie einte, dass sie das Lavieren der SPD, die sie als Regierungspartei erlebten, satt hatten, wie ein Aktivist berichtet.

Der allergrößte Teil war ohne kommunistische oder sozialistische Vorbilder und folgte dem sich durch die politische Praxis herausbildenden „politischen Instinkt“.

Das Alter der Gründungsmitglieder des „KB“ lag bei unter 25 Jahren. Sie kamen nicht nur aus den Hochschulen, sondern wie beispielsweise im „SALZ“ auch aus der beruflichen Ausbildung. Ganz wenige entstammten der damals illegalen Jugendarbeit der KPD, ausgeprägter war die Herkunft aus der Kriegsdienstverweigerungskampagne.

Möglicherweise liegt auch in dieser spezifischen Struktur und dem sozio-politischen Hintergrund, dass der „KB“ rückblickend eine weniger dogmatische Organisation der K-Gruppen darstellte.

Dennoch trifft in Teilen auch auf ihn und insbesondere seine Anfangsjahre jene kritische Beschreibung der K-Gruppen zu, die die „Prokla“-Redaktion im ersten Heft 1971 vornahm, um die von ihr gewählte Entwicklungslinie zu begründen: „[…] einerseits wird die Tradition der Arbeiterbewegung vielfach in bloß ideologischer Nachahmung durchlaufen – die Geschichte der Arbeiterbewegung und der antiimperialistischen Bewegungen muß nun die Kostüme zur Selbstdarstellung von Intellektuellengruppen liefern. […] Ausdruck dieser hilflos-doktrinären Orientierung auf die Vergangenheit sind einige der jüngsten Organisationsbemühungen; dort, wo sie in Parteigründungen umschlagen, wo die Intellektuellen sich selbst zur ‚Avantgardepartei des Proletariats‘ und ‚proletarischen Kadern‘ ernennen, erleichtern sie nur den Durchbruch bürgerlicher Eliteideologien und verhindern, daß die Intelligenz ihre eigentlichen politischen und wissenschaftlichen Aufgaben im Interesse der Arbeiterklasse erkennen und ernstnehmen kann.“ (PROKLA 1: 2)

„Kämpfe mit Marx“

Der „Arbeiterkampf“ war die zentrale Publikation des „KB“. Die Unterzeile im Titel wies darauf noch einmal unmissverständlich hin: „Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes“. Abgeleitet wurde das Verständnis von der Bedeutung des Zentralorgans aus Lenins Schrift „Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung“. Er hatte sie 1902 veröffentlicht und begründete darin u.a. ausführlich die Bedeutung von regelmäßigen und mehrmals im Monat erscheinenden Publikationen.

Die Funktion entsprach im bereits von Bebnowski beschriebenen Sinne als „Kämpfe mit Marx“ sowohl gegenüber der bürgerlichen Gesellschaft als auch der politischen Konkurrenz. Lenin führt dies am Streit zwischen der „Iskra“ und dem „Rabotscheje Delo“ aus.
Wer nachliest, mit welcher Polemik Lenin in diesem Aufsatz gegen wiederum ebenfalls keineswegs zimperliche Kritik austeilt, findet vieles wieder in den polemischen Kritiken, die auch im „Arbeiterkampf“ gegenüber anderen K-Gruppen publiziert wurden – und von denen gegenüber dem „KB“ und seiner Zeitung.

Der Grund, warum es sich lohnt, die Geschichte des „Arbeiterkampf“ Revue passieren zu lassen, liegt in den Wandlungsprozessen sowohl der Zeitung als auch der ihn lange Zeit tragenden Organisation, dem „KB“.

Anders als andere Gruppen verstand sich der „Kommunistische Bund“, wie dieser 1972 im AK-Beitrag „Kinderei oder Parteiaufbau?“ darlegte, zunächst nur als Bündnis verschiedener, relativ selbständiger Gruppen und Organisationen, vorrangig in Norddeutschland. In doppelter Kritik, sowohl gegenüber den diversen Kommunistischen Parteien aber auch der oben zitierten Prokla-Kritik, wurde formuliert:

„Was sind die schwerwiegendsten Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden? Auf der einen Seite stand die Auffassung, daß man jederzeit, ohne Programm und losgelöst von der Arbeiterklasse eine ‚Partei‘ gründen und die Arbeit aufnehmen kann. Dieser Fehler hat das Auseinanderfallen der solchermaßen gegründeten Organisationen zur Folge. Als Reaktion auf diesen Fehler entstand eine Gegenströmung. Diese wollte überhaupt auf jede praktische Arbeit verzichten und ‚erst einmal‘ in der Studierstube die ‚richtige Politik‘ festlegen. Hierbei wurde übersehen, daß eine richtige Politik nur in enger Verbindung mit der praktischen Arbeit entstehen und durchgesetzt werden kann. Ein Fehler, der immer wieder gemacht wurde, war eine Überschätzung der Rolle der Studenten für die politisch-theoretische Arbeit und beim Partei-Aufbau. Als Gegenströmung hierzu entstand eine ‚arbeiter‘-tümelnde Strömung, die das Niveau der kommunistischen Agitation und Propaganda auf den ‚Durchschnittsarbeiter‘ ausrichten wollte – also gerade die zentrale Aufgabe übersah, die bewußtesten und aktivsten Arbeiter für die kommunistische Organisation zu gewinnen. […] Aus unserer Kritik an den verschiedenen ‚KPD/ML’s und ‚KPD’s geht klar hervor, dass wir jeden ‚Führungsanspruch‘ und damit das Hineintragen eines bürgerlichen Konkurrenz-Denkens in die kommunistische Bewegung für außerordentlich schädlich halten.“ (AK Nr. 15: 8)

Ein Beitrag in der nachfolgenden AK-Ausgabe Nr. 16 (S. 5) unter der Überschrift „Zur Zeitungsarbeit des Kommunistischen Bundes“ beschrieb die Erstellung der Zeitung durch eine ständige Redaktion, während eine erweiterte Redaktionskonferenz die allgemeine Linie und Thematik der Zeitung festlegen sollte. Die ständige Redaktion sollte aus den im „KB“ zusammengeschlossenen Organisationen gewählt werden, während die erweiterte Redaktionskonferenz aus den Delegierten dieser Organisation bestimmt würde. Je mehr der „KB“ aus den unterschiedlichen Gruppierungen zu einer einheitlichen Organisation zusammenwuchs, umso weniger kam dieses Delegiertenprinzip zum Erliegen und nahm das Leitungsgremium des „KB“ die strukturierende und planende Redaktionstätigkeit wahr, wie Thomas Steffen in seiner bereits 2002 erschienenen Überblicksdarstellung zum „KB“ darlegt.

Der Titel „Geschichten vom Trüffelschwein“ geht auf ein Bonmot von Georg Fülberth zurück. Bei ihm promovierte Steffen mit der Arbeit an der Universität Marburg. In einem Nachruf auf den „KB“ in der „konkret“ hatte Fülberth diesen lobend als „linkes Trüffelschwein“ bezeichnet und als „anregenden und organisierenden Faktor in einem Spektrum, welches von den Autonomen bis zum linken Rand der Grünen reichte“. (Fülberth 1991: 53)

Nachdem sich der aus den wilden Betriebsstreiks des Jahres 1969 in Westdeutschland speisende überschäumende Optimismus der APO in die Organisierung „der Arbeiterinnen und Arbeiter“ in kommunistische Organisationen in der Realität aufgebraucht hatte – immerhin konnte der „KB“ zeitweise rund 100 Betriebsrätinnen und Betriebsräte stellen –, wandten sich „KB“ und „Arbeiterkampf“ den neuen sozialen Bewegungen, insbesondere der Anti-AKW-Bewegung (Brokdorf, Kalkar, Grohnde) zu und unterschieden sich darin von den anderen K-Gruppen, die diese Strategie ablehnten und kritisierten. In diese Zeitetappe fällt der organisatorische Höhepunkt des „KB“, dem im Jahre 1977 rund 2.500 Aktive in der einen oder anderen Form angehörten.

Der zweiwöchentlich vertriebene „Arbeiterkampf“ hatte mit weit über 20.000 abgesetzten Exemplaren als zentrales Medium nicht nur eine erheblich größere Reichweite als die ihn tragende Organisation. Er kann vielmehr als relevanter Akteur einer linken Gegenöffentlichkeit betrachtet werden, die erst Jahre später mit der Tageszeitung „taz“ vergleichbare Größenordnung erreichen sollte. Es überrascht insoweit, dass Michael Steffen in seiner Darstellung der Arbeit des „KB“ keine eigenständige Betrachtung des „Arbeiterkampfs“ vornimmt, auch wenn dessen Öffentlichkeit die und Bedeutung für den „KB“ die Beschreibung durchzieht.

Folgende Aspekte dürften maßgeblich dafür verantwortlich sein, dass der „AK“ bzw. „ak“ zwei Spaltungen der ihn tragenden Organisation und letztlich sogar deren Auflösung überlebte:

  • Aufgrund seiner ursprünglichen Bündnisstruktur, der Ablehnung eines Führungsanspruchs als Organisation und dem Verzicht auf exklusive Führungsfiguren gelang es dem „KB“, flexibler auf neue Herausforderungen zu reagieren. Der „KB“ war keine demokratische Organisation aber er erlaubte sich den für andere K-Gruppen nicht gewöhnlichen „Luxus“ offener Organisations- und Strukturdebatten in der Zeitung „Arbeiterkampf“.
  • Die Orientierung auf die neuen sozialen Bewegungen und aktive Mitarbeit, insbesondere in der Anti-AKW-Bewegung, blieb – sicher ungewollt – nicht ohne Wirkung auf die Mitglieder und damit die Organisation insgesamt.
  • Die sich infolge der alternativen Wahlbewegung vollziehende Spaltung des „KB“ in die Mehrheit, die im „KB“ verblieb und die Minderheit, die als ökosozialistische „Gruppe Z“ innerhalb der Grünen tätig wurde, war eine doppelte Zäsur. Einerseits hatte diese Trennung eine maßgebliche Schwächung des „KB“ und seiner Zeitung zur Folge, andererseits begann die Trennung mit einer bilanzierenden Kontroverse, in der knapp eine Dekade ML-Organisationspolitik und deren Beschädigungen für die handelnden Akteur:innen, wiederum für alle nachlesbar im „AK“ dokumentiert verhandelt wurden. Leider stehen diese betreffenden Ausgaben des „AK“ noch nicht digital zur Verfügung.
  • Unrealistische Erwartungen einer revolutionären Entwicklung ebenso wie einer drohenden „Faschisierung“ attestierte Florian Weis 2003 in einer Besprechung des Buches von Michael Steffen dem „KB“. Dem ist zuzustimmen. In der ak-Ausgabe Nr. 397, die zum 25. Jubiläum des „ak“ erschien, wurde die Debatte über die „Faschisierung“ noch einmal ausführlich beleuchtet (vgl. Beiträge auf den S. 5-8).

Was fehlt, ist eine Einordnung der die repressive Sicherheitspolitik thematisierenden Elemente der Faschisierungsthese. Sie knüpfte durchaus an oder besser thematisierte ebenfalls Themen, die ähnlich auch u.a. im Umfeld des „Sozialistischen Bürosdurch Joachim Hirsch geleistet wurden. Bearbeitet wurden darin die durch RAF-Terror, Schleierfahndung, Isolationshaft und Berufsverbote verursachte Krümmung des politischen Raums.

Die Debatte um die Revision der Faschisierungs-These, die ab 1985 im „KB“ geführt wurde, nahm einige der Gedanken vorweg, die später zu dessen zweiten Spaltung: Auch wenn die mit der Faschisierung verbundene Realentwicklung der BRD nicht eingetreten sei, würde die Revidierung dieser These der BRD eine Normalität bescheinigen, die diese als Nachfolgestaat des Faschismus nicht habe. (vgl. Steffen 2002: 320)

Aus Sicht von Heinrich Eckhoff sprach für die These, „daß die Entwicklung gesellschaftlicher Wirklichkeit viel richtiger erfasst wurde als von anderen Linken; sie hatte den Nachteil, daß ihre Grundlage ein lineares Geschichtsbild war. […] Darunter litt die Fähigkeit, widersprüchliche Entwicklungen der Gesellschaft zu begreifen. Auf dem Feld der Politik war diese These Grundlage für ein Handeln, das den KB von allen anderen K-Gruppen grundsätzlich unterschied. Um gegen den Rechtskurs anzugehen, wurde ein Bündnis aller fortschrittlichen Kräfte propagiert“. (Eckhoff: 25)

  • Der „Arbeiterkampf“ leistete eine Berichterstattung internationaler Vorgänge, natürlich in Südostasien, aber auch den lateinamerikanischen Entwicklungen und afrikanischen antikolonialen Prozessen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, unterschiedliche Sichtweisen gut dokumentiert zur Sprache kommen zu lassen. Karl Hein Roth spricht im ak Nr. 397 vom „AK“ als einer „linken Le Monde Diplomatique“: „Die Berichterstattung der Länderkommissionen hatte überwiegend hohes Niveau. Sie haben früher als meine eigenen politischen Zusammenhänge erkannt, daß und wie der Iran nach dem Umsturz 1979/80 auf eine religiös verbrämte Diktatur zutrieb. Sie haben frühzeitig den Terror des Pol Pot-Regimes gebrandmarkt, unser aller linken Antizionismus selbstkritisch hinterfragt und sich trotzdem mit der Weiterentwicklung der israelisch-palästinensischen Tragödie beschäftigt. […]“ (S. 28)
  • Diese ernsthafte Auseinandersetzung mit internationalen Prozessen erlaubte dem ursprünglich maoistischen „KB“ nicht nur eine Ablösung von der KP Chinas und deren taktischen Winkelzügen. Vielmehr nahm der „KB“ positiv Bezug auf die Reformbewegungen wie den „Pekinger Frühling“ 1979/80, die Studierendenbewegung 1987 und die durch das Massaker auf dem Tiananmen-Platz niedergeschlagene Demokratiebewegung des Jahres 1989. (vgl. AK Nr. 397 S. 24)

Zweimal 50 Jahre „ak“ und „Prokla“ – was bleibt?

Zum Zeitpunkt des Pekinger Massakers vom 4. Juni 1989 und der kurze Zeit später einsetzenden Friedlichen Revolution in der DDR als Teil der Demokratiebewegungen Mittel- und Osteuropas war der „KB“ bereits weitgehend marginalisiert.
Der dritte KB-Kongress im Januar 1989 zeigte eine Zerklüftung in fast allen inhaltlichen Fragen.

Seine zweite Spaltung vollzog sich im Zuge der Wiedervereinigung anhand der Frage, ob innerhalb des wiedervereinten Deutschlands linke Politik anders als antinationalistischer Widerstand gegen das sich neu erhebende „Vierte Reich“ möglich sei und zur Frage des Umgangs mit der PDS, in der manche bereits aus der Debatte um die Grüne Partei vorgetragene Argumentation wiederholt wurde.

Im Frühjahr 1991 löste sich der „KB“ auf. Die Minderheit nannte sich nach der Trennung „Gruppe K“ und begründete u.a. die Zeitschrift „Bahamas“.

Dass die Ökosozialisten, die sich 1979 vom „KB“ getrennt hatten, um in den Grünen zu arbeiten, diese ungefähr zur gleichen Zeit verließen, gehört zu den Ironien der Geschichte. Einige der Akteur:innen der einen wie der anderen Fraktion der ersten „KB“-Spaltung prägten in den kommenden Jahren die PDS-Entwicklung mit – zum Vorteil für die Partei.

Bereits 1988, immerhin sechs Jahre nach dem Beschluss, den Titel der Zeitung zu ändern, wurde aus dem „AK“ der „ak“ (Nr. 292, 3/88). „Wir haben keine Zeitung, die sich vornehmlich an Arbeiter wendet, und es stimmt auch nicht, daß der real existierende Kampf der Arbeiter Ausgangs- und Mittelpunkt unserer Publizistik wäre. […] Dem haben wir erstmals entsprochen, als wir den Untertitel ‚Arbeiterzeitung des Kommunistischen Bundes‘ in ein schlichtes ‚Zeitung des Kommunistischen Bundes‘ verwandelt haben. So wie wir uns Angang der 70er Jahre als eine Fraktion der zu bildenden Arbeiterpartei verstanden haben, so verstehen wir uns heute als eine Fraktion der zu bildenden sozialistischen Partei. Vielleicht können wir mit einem weniger traditionalistischen Titel mehr Türen für dieses Projekt aufmachen. ‚ak‘ wird insofern auch nur eine Übergangslösung sein, weil das Alte nicht mehr stimmt, aber ein wirklich Neues noch nicht gefunden wurde“, wie die Reaktion in einem erläuternden Beitrag zur Namensänderung „Abschied vom Symbol“ im „ak“ Nr. 292 ausführte.

Nach dem zeitlich befristeten und glücklosen Übergangszeitraum eines „Dach-ak“, in dem Mehrheits- und Minderheitsfraktion des „KB“ sich ihrer gegenteiligen Auffassungen zu allen politischen Fragen versicherten, erscheint die Zeitung seit August 1992 als „ak – neue Folge“ und nennt sich „analyse & kritik“ mit dem Anspruch, „Zeitung für linke Debatte und Praxis“ zu sein.

Auch für die „Prokla“ brachte das Jahr 1992 ab dem Heft 86 redaktionelle Veränderungen. Mit dem ersten Heft des Jahrgangs änderte die Zeitschrift ihren Untertitel von „Zeitschrift für sozialistische Politik und politische Ökonomie“ in „Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft“. Auch auf die Langform des seit Heft 22 als Titel verwendeten Akronyms „Probleme des Klassenkampfes“ wurde auf der Innenseite des Heftes verzichtet. „Offensichtlich ist“, darauf legte die Redaktion im Editorial der Ausgabe Wert, „damit keine klammheimliche Anpassung an den wendischen Zeitgeist intendiert, sondern die adäquatere Bezeichnung eines Programms, dem sich die PROKLA schon länger verpflichtet fühlt. […] Diese Liquidatorenhaltung der neuen Paulusse aus dem saulinischen ML-Spektrum war PROKLA-Sache nicht. Sie versuchte am Anspruch kritischer Gesellschaftsanalyse in emanzipatorischer Absicht festzuhalten“. (H. 86: 4)

Bereits in Heft 43, erschienen 1981, hatte die Redaktion sowohl den Gegensatz konstatiert zwischen „einer Emanzipationskonzeption, die Abschied vom Proletariat (A. Gorz) nimmt, und einer Emanzipationskonzeption, die ihr zuhause beim Proletariat hat“ als auch einen Marxismus, der „zerfällt in institutionalisierten Akademismus und politische Pragmatik. Darin zerfällt aber auch der Anspruch des Marxismus, praktische Theorie einer emanzipatorischen Gesellschaftsveränderung zu sein“. (H. 43: 1f.)

Forderte die Redaktion in diesem Sinne 1981 noch auf, „eine produktive Auseinandersetzung um das politische Selbstverständnis der marxistischen Linken zu führen“ (ebd.), stellte sie 1992 nunmehr fest, dass „Die Verbindung zu den politischen (neuen) sozialen Bewegungen wurde dabei lockerer: aus einem politischen Projekt mit wissenschaftlichem Anspruch war eine wissenschaftliche Zeitschrift mit politischem Anspruch geworden“. (H. 86: 4) Wo die Grenze zwischen diesem Selbstverständnis und dem Jahre zuvor kritisierten institutionalisierten Akademismus verlief, verblieb im Dunkeln.

„Probleme des Klassenkampfes“ suggeriere, so die Redaktion in ihren Überlegungen 1992, eine Eindeutigkeit und Klarheit, die angesichts der pluralen Verfasstheit moderner Gesellschaften und den daraus resultierenden vielschichten Dimensionen ihrer Konflikte nicht mehr angemessen erfasst sein könnten. Zwar haben all diese Entwicklungen, die Redaktion nennt Neonationalismus, Rassismus, von Armut oder ökologischer Krise erzwungene Migration mit Klassenkampf zu tun, „aber ist sie in den mit diesem Begriff assoziierten Kategorien angemessen zu begreifen?“ (ebd.)

Knapp 18 Jahre später, im Heft 200 und zum 50. Jubiläum der „Prokla“ antwortet die Redaktion auf die 1992 gestellte Frage. Sie analysiert zunächst, dass „sich die treibenden emanzipatorischen Kräfte und Bewegungen gesellschaftlicher Veränderung nicht erst in jüngster Zeit in vielen Fällen jenseits von Klassenverhältnissen und –kämpfen entzünden“ (H. 200: 401).

Die Zentralität des Klassenkonflikts, die nicht zuletzt mit dem Aufkommen der neuen sozialen Bewegungen im Spannungsverhältnis zu anderen gesellschaftlichen Widersprüchen thematisiert wurde, debattiert die Redaktion der „Prokla“ dahingehend, dass sich die „Klassenposition nicht mehr allein aus dem ‚Betrieb‘ als Organisationsform des unmittelbaren Produktionsprozesses [ergibt]. Der ‚Betrieb‘ unterliegt seit Jahren einem permanenten Veränderungsprozess. Das macht den betrieblichen Kampf nicht nur schwerer, sondern sorgt auch dafür, dass Klassenkonflikte sich in andere Felder des Lebens verschoben haben, auch wenn sie sich nicht als solche artikulieren: Miet- und Wohnverhältnisse, die öffentliche Daseinsvorsorge und Reproduktionskämpfe, kulturelle Fragen, Kämpfe um den öffentlichen Raum, um Bildung aber auch für ‚Solidarität‘ in der Euro-Krise oder während der Corona-Pandemie haben häufig einen Klassencharakter“. (H. 200: 405)

Vormals als „Nebenwidersprüche“ unterschätzte und abgestufte Konflikte erhalten in dieser Lesart eine Klassendimension, weshalb die „Prokla“-Redaktion pluralisiert die Notwendigkeit einer Analyse der „Probleme der Klassenkämpfe“ beschreibt. Innerhalb der Partei DIE LINKE diskutiert der vormalige Parteivorsitzende Bernd Riexinger dies strategisch unter dem Ansatz „verbindender Klassenpolitik“.

Die Redaktion des „ak“ hingegen lässt in Nr. 677 vom Dezember 2021 solcherart strategische Selbstbestimmung vermissen. Betont wird, dass der „ak“ heute keiner Gruppe oder Organisierung besonders nahestehe. Dass der „ak“ vor 15 Jahren Teil des Prozesses der „Interventionistischen Linken (IL)“ war, wird zwar benannt, ohne dass in der Rückschau darauf Bezug genommen wird.

Wer den „ak“ in den vergangenen Jahren begleitete, wurde Zeuge einer heftigen Auseinandersetzung über die Ausrichtung der Zeitung. Viele Redaktionsmitglieder hatten aus unterschiedlichen Gründen das Handtuch geworfen. Andere sind geblieben oder konnten bleiben, andere nicht. Dass in einem Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre die jüngste Geschichte derart ausgeblendet wird, nicht einmal erwähnt wird, zeugt von wenig souveränen Umgang mit der eigenen Organisationsgeschichte und -kultur. Und wenig von der Analysefähigkeit, für die der frühere „Arbeiterkampf“ stand und die er in den zwei Spaltungsprozessen des „KB“ zum Gegenstand der Zeitung werden ließ.

Die aktuelle Redaktion verzichtet demgegenüber auf eine Analyse dieses Prozesses und der darin getroffenen Entscheidung einer Äquidistanz zu jeder Art linker Organisierung. Sie formuliert stattdessen: „Wir möchten unterschiedliche linke Positionen – im besten Falle – miteinander in einen produktiven Austausch bringen. […] In ak können Menschen, die in ganz unterschiedlichen sozialen Bewegungen aktiv sind und die anderswo nicht oder selten zu Wort kommen, voneinander erfahren und hoffentlich noch mehr Gemeinsamkeiten finden als das ak-Lesen“. Das ist als Anspruch so niedrig, dass die Fallhöhe überschaubar bleibt.

Immerhin beansprucht das Redaktionskollektiv auch weiterhin, „einen Gebrauchswert für politisch aktive Linke [zu] haben. Das meint zum Beispiel, Debatten nicht einfach konsequenzlos als Pro und Kontra abzubilden, sondern auch, in sie – oder mit ihnen assoziierte Organisierungsprozesse – einzugreifen und sie mitzugestalten“. Es bliebe dem „ak“ zu wünschen, dass dieser Anspruch spürbarer würde.

Vor einiger Zeit hatte – aus der Not der inneren Zerstrittenheit geboren – die ak-Redaktion eine Vielzahl anderer linksradikaler Magazine und Zeitschriften gebeten, durch Beiträge aus ihren Publikationen eine ak-Ausgabe zu ermöglichen, die sonst nicht hätte erscheinen können. Das Ergebnis war eines der spannendsten Hefte des „ak“ jüngerer Zeit, insbesondere, aber nicht nur, im Bereich internationaler Politik.

In der Krise des „AK“ 1991/1992 wurde die Idee einer Fusion linker Zeitschriften geboren, aber nicht weiter verfolgt. Wäre doch zumindest die 1997 eingestellte Zeitung „links“ diesem Ziel gefolgt. Möglicherweise greift das „ak“-Redaktionskollektiv den aus der Not geborenen Faden einer verbindenden Publikationspolitik wieder auf und macht ihn als ein Vorhaben einer sich aufeinander beziehenden, diskursiven und nicht nur nebeneinander publizierenden radikalen Linken fruchtbar, quasi als Beitrag zur praktische Theorie einer emanzipatorischen Gesellschaftsveränderung.

Im Fazit der „Kämpfe mit Marx“ bedauert Bebnowski fehlenden Mut und Schärfe auf der Linken angesichts der Geländegewinne der Rechten. „Möglicherweise könnte schon der Austausch der vielfach gebrauchten Vorsilbe post- durch die Silbe prä- in manchen Situationen einen Unterschied machen, um Gegenwart und Zukunft nicht nur als Ergebnis von Niederlagen, sondern als Möglichkeitsraum zu gewinnender Kämpfe zu begreifen. Postdemokratische Zustände wären logisch auch als prädiktatorische vorstellbar und würden damit Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, statt sich im Lamento zu erschöpfen.“ (Bebnowski: 460) Das ist ziemlich nah an dem positiven Gehalt, den Eckhoff aus der Faschisierungsthese des „KB“ für dessen Bündnispolitik und Gesellschaftsanalyse gezogen hatte, ohne diese zu idealisieren.

Geschichten vom Maulwurf

Kann DIE LINKE daraus etwas lernen? Sicher nicht aus dem Zukleistern früherer Konflikte und der Abwesenheit einer selbstkritischen Reflexion wie in der Jubiläumsausgabe des „ak“.

Markus Mohr formulierte in einer 2003 erschienenen Rezension der „Geschichten vom Trüffelschwein“ die provokante Frage, ob man das Ende dieses Trüffelschweins „KB“ mit „Gut so!“ kommentieren solle oder ob die Politik dieser Organisation ein Projekt sei, das es in ähnlicher Form und anderen Zeiten verdient habe, wie der brave wühlende Marxsche Maulwurf wieder an die Oberfläche zu stoßen.

Der „KB“ hat sich sicherlich überlebt, doch aus dessen Fehlern lässt sich lernen. So wie das Rad nicht zweimal erfunden werden muss, müssen die gleichen Fehler nicht wiederholt werden.

Für den „KB“ bilanzierte Heinrich Eckhoff 1996 rückblickend einen Verlust strategischer Orientierung: „In beiden Teilen gab es […] eine zwar nicht definierte, aber unausgesprochen feststehende Abgrenzung vom ‚Reformismus‘. Nicht wahrgenommen wurde, daß in den 80er Jahren die Grundlage für eine revolutionäre Politik, wie sie noch 1971 formuliert werden konnte, abhanden gekommen war. Die Kritik am ausgemachten Rechtskurs der Grünen ließ aus dem Blick geraten, daß man selbst immer weiter an Mitgliedern und Anhang verlor, vielleicht gerade deshalb, weil man sich all den neuen politischen Fragen verweigerte oder sie viel zu spät aufgriff, die bei den Grünen Veränderung brachten. Man konnte gerade noch Anhang durch einen Negativbezug auf die Grünen gewinnen, nicht aber durch eine eigenständige politische Zielsetzung“. (Eckhoff: 25)

Diese Beschreibung trifft bezogen auf die im zweiten Teil geäußerte Kritik an der politischen Konkurrenz, die durch diese Selbstversicherung gegen andere ablenkt vom notwendigen Blick auf die eigenen Schwäche uneingeschränkt auch auf DIE LINKE zu.

Hinzu kommt, dass sie den Reformismus bereits als PDS mehrheitlich nicht ablehnte, sondern zur Handlungsmaxime machte. Kritik am Reformismus wurde lange Zeit zumeist dichotomisch als Ablehnung von Regierungsbeteiligungen zugunsten von Oppositionspolitik debattiert bzw. es wurden wenig alltagstaugliche Haltelinien formuliert, die als Katechismen dienen sollten.
Demgegenüber blieben, dies muss auch selbstkritisch eingestanden werden, Strategien des „rebellischen Regierens“ oder der „radikalen Reformpolitik“ weitgehend farblos und Nischenthemen. Das Verhältnis zu Bewegungen war anbiedernd und instrumentalisierend zugleich, statt selbstbewusst die eigene Rolle zu bestimmen. Die aktuelle Berliner Senatspolitik und die Debatte um den Umgang mit dem mehrheitlich angenommenen Volksentscheid „Deutsche Wohnen enteignen“ ist insoweit eine Chance, in der Praxis notwendige Lernerfahrungen zu sammeln und als Partei zugleich solidarisch und gemeinsam voranzukommen.

Die Gelegenheit dafür ist auch aus anderem Grund günstig. Über die Zeitläufte ist innerhalb der LINKEN eine politische Generation herangewachsen, die sich anschickt, sowohl das Erbe der aus der SED stammenden früheren PDS-Mitglieder zu übernehmen als auch derjenigen, die vor 15 Jahren die WASG aus der Taufe hoben.

Die in „Prokla“, „akaber auch z.B. „LUXEMBURG“ und vielen anderen geführten Debatten und sich widerspiegelnde politische Praxis könnte für diese Generation Relevanz entfalten. Hierzu ist wiederum dreierlei erforderlich:

1. Die Partei und die sie heute tragenden Akteur:innen müssen – bei Strafe des Untergangs der Linkspartei - die Fähigkeit entwickeln, die lähmenden weil ungelösten Konflikte zu beenden.

2. Strategische ebenso wie inhaltliche Fragen nicht mehr personell zu überdeterminieren und auf diese Weise unbeantwortbar zu machen.

3. Die produktive Auflösung dieser Konflikte wiederum bedingt die Herausbildung einer strategischen Konzeption emanzipatorischer Gesellschaftspolitik, die als „Projekt verbindende Klassenpolitik“ bereits benannt wurde. Dies wäre nicht weniger als das dringend notwendig zu öffnende Fenster der Linkspartei zu Bewegungen und gesellschaftlichen Akteur:innen, mit denen DIE LINKE auf einer solchen Grundlage in einen Austausch treten würde. In der selbstbewussten Beschreibung und Umsetzung radikalen Reformismus‘ einerseits und der wechselseitigen Akzeptanz der Funktion und Aufgaben von Partei und Bewegungen andererseits.

Wie dies zu buchstabieren wäre, ist Gegenstand einer Darstellung, die hier nur benannt werden kann und an anderer Stelle vorgenommen werden muss und wird.

Bebnowski, Steffen 2021: Kämpfe mit Marx. Neue Linke und akademischer Marxismus in den Zeitschriften Das Argument und Prokla 1959-1976, Wallstein-Verlag, Göttingen.

Fülberth, Georg 1991: Der Tod des linken Trüffelschweins, in: Konkret Nr. 1/1991, S. 52-54.

Eckhoff, Heinrich 1996: Am Ende war man wieder am Anfang. Überlegungen zum Gründungskonsens und zum Scheitern des KB, in: ak Nr. 397, S. 25-26.

Kufferath, Philipp 2010: Der Sozialistische Bund und die linkssozialistischen Ursprünge der Neuen Linken in den 1960er Jahren, in: Jünke, Christoph (Hrsg.): Linkssozialismus in Deutschland. Jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus, VSA-Verlag, Hamburg, S. 186-205.

Lenin, Wladimir Iljitsch1902 (1963): Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, in: Lenin Werke Bd. 5, Dietz Berlin, S. 355-549.

Mohr, Markus 2003: Rezension zu: Steffen, Michael: Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971-1991. Berlin 2002. ISBN 3-935936-07-9, In: H-Soz-Kult, 24.04.2003, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-4299>.

Riexinger, Bernd 2018: Neue Klassenpolitik. Solidarität der Vielen statt Herrschaft der Wenigen, VSA-Verlag, Hamburg.

Steffen, Michael 2002: Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, Assoziation A, Berlin-Hamburg-Göttingen.

Weis, Florian 2003: Geschichten vom Trüffelschwein – Rezension, in: Utopie kreativ, Heft 152, abrufbar unter: https://www.linksnet.de/rezension/18449

Eine Übersicht über alle Ausgaben der »Prokla«, die Mehrheit der Beiträge sind abrufbar, findet sich auf der Webseite: www.prokla.de.

Die Recherche zum »Arbeiterkampf« bzw. zur »ak – analyse & kritik« gestaltet sich gegenüber der »Prokla« deutlich schwieriger.

Eine Übersicht über die Jahrgänge 1971-1987 des »Arbeiterkampf« findet sich auf der Dokumentationsplattform www.mao-projekt.de unter dem Link: https://www.mao-projekt.de/BRD/ORG/KB/KB_Arbeiterkampf.shtml. Viele Ausgaben »Arbeiterkampf« sind als Scans im Original nachzulesen.

Abgerufen werden können zudem unter dem Link https://archiv.akweb.de/archiv/ die Inhaltsverzeichnisse und Artikel der online publizierten Ausgaben des »ak« von der Nr. 418 (1998) bis Nr. 661 (2020). Unter https://www.akweb.de/ausgaben sind wiederum die Ausgaben von der Nr. 566 (2011) auch in neuem Format aufrufbar sind, wenngleich in den frühen Ausgaben weder ein Inhaltsverzeichnis besteht noch die Möglichkeit, Artikel nachzulesen. Die Jahrgänge 1988 bis 1998 und damit auch die Diskussionen über die Trennung von KB-Minderheit und –Mehrheit, die Ausgaben des sogenannten »Dach-AK« sind online bislang nirgendwo nachlesbar.

Der Autor ist langjähriger Abonnent des »ak – analyse & kritik« und Mitglied der »Vereinigung zur Kritik der politischen Ökonomie e.V.«, dem Förderverein der »Prokla«.
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Benjamin-Immanuel Hoff

Chef der Staatskanzlei @thueringende; Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten. #r2g Twitter: @BenjaminHoff
Benjamin-Immanuel Hoff

Kommentare 3