Steigende Mieten: Mit Konzernen wie Vonovia wird sich nichts ändern

Mieten Immobilienunternehmen wie Vonovia nutzen die Inflation als Ausrede für ihr Profitstreben – ein Argument mehr für die Vergesellschaftung von Wohnraum
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2022
Von einer Vergesellschaftung des Willy-Brandt-Hauses sahen diese Mieten-Demonstranten noch ab
Von einer Vergesellschaftung des Willy-Brandt-Hauses sahen diese Mieten-Demonstranten noch ab

Foto: Christian Ditsch/Ullstein

Dankbarkeit ist ein Gefühl, das Mieter:innen mit Rolf Buch nicht unbedingt verbinden. Doch jetzt darf man dem Chef des Immobilienkonzerns Vonovia durchaus dankbar sein – für seine Aussage Anfang des Monats: „Wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegt, müssen auch die Mieten künftig jährlich dementsprechend ansteigen“, sagte Buch dem Handelsblatt. „Sonst werden viele Vermieter in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Wir können nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht.“

Ein Päckchen Butter für drei Euro, ein Döner selbst in Berlin für sechs Euro, die Inflationsrate im Mai bei knapp acht Prozent – gegen diese deutschen Lebensrealitäten lassen sich Vonovias aktuelle Zahlen hal