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Artikel von Michael Kienzl

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Eigentlich erzählt Benjamin Cantu in seinem Debütfilm eine typische Coming-out-Geschichte, wie sie mit leichten Abwandlungen immer wieder zu sehen ist. Der verschwiegene Einzelgänger Marko arbeitet als Auszubildender zum Landwirt in einem brandenburgischen Agrarbetrieb. Als Jacob, der „Neue“, dazukommt, freundet er sich mit ihm an, und nach langer Anlaufzeit kommt es auch zum ersten Kuss. Einer der beiden bekommt dann allerdings ein Problem mit der Beziehung und fühlt sich in der Rolle des Schwulen nicht so ganz wohl. Doch auch diese Hürde wird im Laufe des Films noch überwunden werden.

Obwohl diese Geschichte sehr vertraut wirkt, gelingt es Stadt Land Fluss, daraus etwas sehr Eigenes zu machen. Die Erntearbeit in der Agrargenossenschaft „Der Märker“ in Jänickendorf ist zum einen nicht inszeniert, sondern vom Filmteam lediglich beobachtet worden, und bildet zum anderen nicht nur den Hintergrund für die Liebesgeschichte. Cantu bettet vielmehr die fiktive Handlung in eine Dokumentation über die Landwirtschaft in der Region ein. Abgesehen Lukas Steltner und Kai-Michael Müller in den Hauptrollen handelt es bei allen Darstellern um Laien, die sich mehr oder weniger selbst verkörpern, sein es nun die Ausbilder oder die Azubis.

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11:17 17.02.2011
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Berlinale im Dialog

Junge Kritiker und Filmliebhaber berichten vom Festival mit einem exklusiven Blick hinter die Kulissen mit der Jury vom Dialogue-en-perspective-Preis!
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