berlino1010
08.10.2015 | 23:56 35

Eine Lawine aus dem Nichts

Syrien - Wie es eine mehr als zweifelhafte Umfrage auf das Tagesmenü der Politischen und Medialen Propaganda für Millionen Deutsche schafft.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied berlino1010

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ZDF Berlin direkt vom 27. September 2015 "Derzeit ist Syriens Diktator Assad der weltgrößte Massenmörder. Sein Giftgas und seine Fassbomben haben eine Viertelmillion Menschen getötet. Elf Millionen Syrer sind auf der Flucht. Die meisten fliehen vor Assad. Hundertausende sind schon in Deutschland. Die Furcht, dass noch mehr kommen, scheint grösser als die Furcht vor Assad."

Die meisten fliehen vor dem Terror Assads.

Seit dem Ausbruch der Flüchtlingskriese und dem Beginn Russischer Interventionen in Syrien, hat sich der Standpunkt Deutscher Leitmedien gedreht. Nicht mehr der IS sei verantwortlich für die Kriege und Flüchtlingsströme, sondern Assad. Assad hat sie alle getötet und vertrieben "mit seinem Giftgas und Fassbomben" . Beweisführungen gegen Assads angeblichen Giftgas-Einsatz, etwa durch den Pulitzer-Preisträger SEYMOUR M. HERSH werden vom ZDF und anderen Leitmedien genauso ignoriert wie Berichte von Reuters , dass die Syrische Armee selbst die meisten Todesopfer erleiden musste. Syrische Opfer des IS oder anderen islamistischen Extremisten scheint es für das ZDF gar nicht mehr zu geben. Stattdessen Hunderttausende Flüchtlinge, die schon zu uns geflohen sind wegen Assad, obwohl bisher nur 21% der Flüchtlinge aus Syrien kommen, insgesamt gerade mal knapp 100.000? (2014: 35.000 / 2015 bis September: 53.000)

Aber auch die ARD und andere Leitmedien stellten in den letzten Wochen fast immer im selben Wortlaut hundertfach fest: die Mehrheit der Syrer fliehe wegen Assad

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www.spiegel.de 16.09.2015 : Die Gewalt in Syrien hatte 2011 damit begonnen, dass friedliche Proteste gegen das syrische Regime grausam von Damaskus unterdrückt wurden. Das Regime geht mit Panzern, der Luftwaffe und Chemiewaffen gegen Zivilisten vor. Massenweise müssen die Menschen fliehen. Noch immer fliehen die meisten vor dem Terror Assads. ..Über 250.000 Menschen wurden bereits getötet, davon sind die meisten bisher den Bombardierungen durch das syrische Regime zum Opfer gefallen.

Die meisten fliehen vor dem Terror Assads?

Behauptet wurde es in den Leitmedien hundertfach. Allerdings führte niemand, der diese Aussage traf, je Belege für diese zentrale Behauptung an.

Es wurde stets einfach immer nur behauptet und wiederholt, wiederholt, wiederholt ...

Der Beweis für die Mehrheit! - Adopt a Revolution

Glücklicherweise gibt es die Organisation Adopt a Revolution, die eine Umfrage bei 889 Syrischen Flüchtlingen in 5 deutschen Städten durchführte. Und zu einem eindeutigen Ergebnis kam:

Mehrheit syrischer Flüchtlinge flieht vor Assad-Regime, nicht vor Islamischem Staat (IS)

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Die meisten fliehen vor dem Terror Assads.

Von den Befragten gaben 92% an, vor bewaffneten Auseinandersetzungen geflohen zu sein, für die nach Ansicht von über zwei Dritteln (70%) die syrische Regierung verantwortlich ist. Weniger als halb so viele (32%) machten den ‚Islamischen Staat‘ (IS) für die Kämpfe verantwortlich. Die Freie Syrische Armee (FSA) beschuldigten 18%, al-Kaida/Jabhat al-Nusra 16% und die kurdischen Kämpfer 8%.
www.adoptrevolution.org/pm_umfrage/

Wer ist Adopt a Revolution?

Die TAZ berichtete, das Leipziger Finanzamt drohe damit, dem Verein die Anerkennung als gemeinnützig zu entziehen. Es sei „ersichtlich, dass der Verein fast ausschließlich politische Zwecke verfolgt, indem er die politische Opposition Syriens in Gestalt der Revolutionsaktivistenfinanziell unterstützt“. Kritiker hielten der Initiative vor, sie sammle für „Bürgerkriegspatenschaften“. www.taz.de/!5044094

Aktivisten wie der Sänger Konstantin Wecker zogen ihre Unterstützung aufgrund von milanten Aufrufen zahlreicher Organisatoren zurück. Beirat von Adopt a Revolution ist zB Hozan Ibrahim, ein Vertreter der Lokalen Koordinierungskomitees (LCC) und Mitglied im Generalsekretariat des Syrischen Nationalrates (SNC). Der Financial Times Deutschland sagte Ibrahim Anfang März 2012: "Die politischen Mittel sind ausgeschöpft"

Oder Ferhad Ahma, Koordinator von ASKYA und ehemaliges Mitglied im Syrischen Nationalrat (SNC), mit Sitz in Istanbul, Mitglied der Berliner Grünen. In seiner Funktion als Mitglied des SNC forderte er bei Phoenix am 30. Mai 2012 härtere Sanktionen gegen Syrien, die auch einen Militärschlag nicht ausschließen sollten (www.youtube.com). Er ist auch Beiratsmitglied und einer der Hauptinitiatoren und hat schon am 03.12.2012 im DLF gesagt: „Ich glaube, um schnellstmöglich einen Sturz des Regimes herbeizuführen, brauchen die Rebellen nach wie vor effiziente und bessere Waffen. Ansonsten wird dieser Kampf sich noch in die Länge ziehen.www.deutschlandradiokultur.de

Eine verlässliche Quelle - Adopt a Revolution?

Bei Adopt a Revolution handelt es sich offensichtlich um eine Syrische Exil-Organisation, die für den bewaffneten Kampf gegen Assad eintritt, oder zumindest viele ihrer Initiatoren. Diese Anhänger der militanten Anti-Assad-Koalition veröffentlichen eine Meinungsumfrage zu Assad?

Welche Relevanz hat das? Wer soll da was glauben können?

Moritz Gathmann, Journalist, etwa stellt einen Vergleich dagegen: Die russische Initiative "Free Donbas" macht im Juli 2014 eine Umfrage unter den nach Russland geflohenen Donbass-Ukrainern und kommt zu dem Ergebnis - oh Wunder - dass 85 Prozent vor den Bomben des Poroschenko-Regimes geflohen sind.

Für seriöse Journalisten kann diese Umfrage also ganz offensichtlich keine Relevanz haben - oder doch?

Die Politische und Mediale Verbreitung - Mehrheit flieht vor Assad

Doch trotz der offensichtlichen Parteilichkeit der Organisation und jeder fehlenden Glaubwürdigkeit wurde dieser Organisation sogar das öffentliche Verbreiten ihres Machwerks im Rahmen der Bundespresskonferenz gestattet. www.bundespressekonferenz.de

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Die offizielle politische Aufwertung dieser Organisation und ihrer Umfrage ging sogar soweit, dass die Bundeskanzlerin diese "Studie" gestern vor einem TV-Millionenpublikum als sehr interessant einstufte, und ihre Argumentation bzgl. der Rückkehrwilligkeit der Flüchtlinge nach Syrien darauf stützte.
www.ardmediathek.de

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Und natürlich mißbrauchten auch Politische Extremisten die „Umfrage“ als Propaganda-Vorlage:

"Die Bundesregierung und die EU müssen anerkennen, dass die größte Fluchtursache in Syrien Assad und seine Fassbomben sind, und ihre Politik daran anpassen",

kommentierte Grünen-Chef Cem Özdemir die Ergebnisse der Umfrage.

"Wir müssen dem brutalen Terror des IS in der Region ein Ende bereiten, aber solange Assad in Syrien regiert, wird das Land auf Dauer keinen Frieden finden." www.zeit.de

Die Mediale Lawine - Mehrheit flieht vor Assad

Nachdem diese Behauptung hundertfach in den Leitmedien - bisher ohne jeden Beleg - aufgestellt und verbreitet wurde, konnte sie nun endlich und auch noch wortwörtlich "bewiesen" ihre Verbreitung finden.

ZDF 07.10.2015 heute

Petra Gerster: “Der immer bluti­ge­re Krieg in Syrien hat die Flüchtlingszahlen in die Höhe schnel­len lassen. Immer mehr von ihnen bitten inzwischen auch in Deutschland um Asyl. Sozial­wis­sen­schaftler (!?!) haben jetzt 900 der syrischen Flücht­linge nach ihren Gründen für die Flucht befragt und ihren Hoffnungen für die Zukunft. Nicht repräsentativ, aber aufschlussreich. www.zdf.de/ZDFmediathek

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Auch die ARD verbreitet im TV und auf den Webseiten der tagesschau die Umfrage als handele es sich um seriöse Informationen und nennt adopt a revolution gar eine "Menschenrechtsorganisation”.

Die meisten fliehen vor dem Terror Assads.

http://www.tagesschau.de/../video-122337.html

https://www.tagesschau.de/../ts-10519.html

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Mehrheit der Syrer flieht vor Assad Der Hauptgrund für die Flucht von Syrern nach Deutschland ist einer Umfrage zufolge die Gewalt seitens des syrischen Machthabers Bashar al-Assad. www.zeit.de/..

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Die meisten fliehen vor Assad - nicht vor dem IS: Syrische Flüchtlinge in Deutschland: Baschar al-Assad ist für Flüchtlinge größere Bedrohung als der IS www.spiegel.de/..

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Die meisten fliehen vor Assad
Syrische Flüchtlinge: Neue Studie vorgestellt
www.stern.de/..

Die Propaganda-Vorgaben aus der Bundespresskonferenz, und den Leitmedien
Die meisten Syrer fliehen vor Assad – und nicht dem IS
werden dann in Folge hundertfach völlig unkritisch übernommen und nahezu wortwörtlich verbreitet. Und erreichen ausgehend von der Politik, den Leitmedien über grössere Tageszeitungen selbst die entlegensten Winkel der Deutschen Öffentlichkeit.

Die meisten Syrer fliehen wegen Assad
Umfrage unter Flüchtlingen: Nicht der IS sei Hauptursache für die Flucht, sondern das Assad-Regime. - Tagesspiegel

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Die meisten Syrer fliehen vor Assad –
und nicht dem IS -
UMFRAGE UNTER FLÜCHTLINGEN Nordwest-Zeitung‎

Die meisten Syrer fliehen vor Assad
WESER-KURIER

Die meisten Syrer fliehen vor Assad –
und nicht dem IS - UMFRAGE UNTER FLÜCHTLINGEN NOZ - Neue Osnabrücker Zeitung‎

Syrer fliehen vor allem vor Assad –
Flüchtlingskrise Bayernkurier

Die meisten Syrer fliehen vor Assad ....

Die meisten Syrer fliehen vor Assad ....

Mehrheit flieht vor Assad - aber ohne ihn wollen sie angeblich wieder zurück!

Die sog. Umfrage liefert aber nicht nur das von den Leitmedien seit Wochen vorweggenommene Ergebnis, dass die Mehrheit der Syrer vor Assad gefohen sei.

Nein, sie verspricht auch den Deutschen, was die Bundeskanzlerin auch aus der sog. Umfrage zitierte, dass die Syrer wieder nach Hause gehen würden, wenn erst Assad beseitigt sei!

Ein Traumergebnis!

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Die große Mehrheit der Syrer ist vor den Bomben und Grausamkeiten des Assad-Regimes geflohen
..nicht vor den ISIS-Terroristen.

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Assad als Hauptursache für den Konflikt
Fast 70 Prozent der befragten Syrer in Deutschland machten Assad als Hauptursache für den bewaffneten Konflikt verantwortlich, nur 32 Prozent den IS. www.n-tv.de..

Ein Land ohne Machthaber Baschar al-Assad
Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Syrer zurückkehren wollten - allerdings in ein Land ohne Machthaber Baschar al-Assad, sagte Elias Perabo von "Adopt a Revolution".
www.focus.de/..

Keine Umfrage zum Mehrheitswillen der Syrer

Es ist offensichtlich, dass die Umfrage keinerlei Beweiskraft hat. Adopt a Revolution unterstützt den (bewaffneten) Kampf gegen Assad, sie sind nicht neutral genug, eine Umfrage zu Assad durchführen zu können.

Der SPIEGEL fühlte sich sogar genötigt, der Umfrage einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben: Er benannte neben den Demokratieaktivisten (!) von „Adopt a Revolution“ das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) als Autoren der Umfrage, was sie allerdings später revidieren mussten:

„Korrektur: In einer früheren Version des Artikels hieß es, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sei unter den Autoren der Befragung gewesen. Das WZB hat aber die Initiative Adopt a Revolution, die die Interviews durchgeführt hat, lediglich beraten.“


"Die meisten von ihnen (der Befragten) seien in diesem Jahr geflohen",

sagte WZB-Mitarbeiter Heiko Giebler in der ZEIT. "

Ob sie wirklich alle aus Syrien stammen, ist allerdings nicht klar, da sich die Befragung auf eigene Aussagen der Befragten verlässt. Die Umfrage sei zwar nicht repräsentativ. Allerdings habe sie eine "breite empirische Basis"

Ob die Befragten aber im Sinne der politischen Ziele von Adopt a Revolution ausgewählt oder manipuliert worden sind, kann auch er nicht entkräften, denn

.. "Adopt a Revolution" versteht sich als Unterstützerorganisation der syrischen Opposition."

Und natürlich könnte selbst eine wissenschaftlich neutral und korrekt konzipierte und durchgeführte Umfrage hier nicht ermitteln, warum die Mehrheit der Syrer geflohen ist, oder gar welche Politische Lösung sie sich wünschen. Die politischen und medialen Schlussfolgerungen sind alle haltlos, denn selbst eine vertrauenswürdige Umfrage könnte maximal Aufschlüsse über die nach Deutschland geflohenen Syrer geben, wenn sie nicht glauben, sich bei uns gefällig gegen Assad äussern zu müssen.

Und genauso wenig wie etwa pro-russische Bewohner des Donbass mehrheitlich in die West-Ukraine fliehen würden, ist zu erwarten, dass mehrheitlich Assad-Sympathisanten ausgerechnet in ein Land fliehen, dass Boykott und Sanktionen gegen Assads-Syrien verhängt hat und die Anti-Assad-Koalition mindestens politisch unterstützt.

Was will die Mehrheit der Syrer wirklich?

Es waren nicht nur die Wahlergebnisse oder die Hunderttausende auf den Pro-Assad-Demonstrationen, die zumindest dafür sprechen, dass Assad die Mehrheit in Syrien hat(te).

«Die Mehrheit der Syrer steht offenbar hinter Assad»
Bashar al-Assad lässt seine Gegner einsperren, foltern und ermorden – so der Tenor in den meisten Medien.
Doch ist die Situation wirklich so eindeutig?
Orient-Experte Günter Meyer differenziert das gängige Bild.
www.tagesanzeiger.ch 2012


Britische Umfrage in Syrien: relative Akzeptanz für Assad
Eine britische Umfrage (www.opinion.co.uk) kommt zu dem Ergebnis - u.a. auch zitiert in der Washington Post - , dass 81% der Syrer wissen, dass der IS eine ausländische Schöpfung ist und Assad immer noch relativ die meiste Unterstützung in seinem Volk hat (47%) gegenüber IS (21%), FSA (35%), al-Nusra (35%) u.a.
www.freitag.de

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Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muss
“Die westliche Propaganda”, so der syrisch-katholische Erzbischof Hindo, “redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht: in der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al Kaida in Syrien”. “Dies alles ist sehr beunruhigend: diese Supermacht protestiert 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Was bedeutet das? Dass Al-Kaida sich nun mit den USA verbündet hat, nur weil sie in Syrien anders heißt? Glauben sie wirklich, dass wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?”
“Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muss und nicht der IS oder der Westen“, so Erzbischof Hindo im Gespräch mit Fides, „Und eines ist gewiss: wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen”.
Quelle: fides – Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke

Mehrheit der Syrer immer noch völlig unklar

Ich selbst kann weder Assad, noch die Lage in Syrien und schon gar nicht den Mehrheitswillen der Syrer einschätzen. Aber ich stelle dazu auch keine haltlosen Behauptungen auf, wie unsere Leitmedien in den letzten Wochen.

Dass diese sich nun auf eine mehr als zweifelhafte "Studie" stürzten, um ihren Behauptungen eine scheinbare Basis zu geben, und ohne jede seriöse Information eine riesige Propaganda-Lawine lostreten, ist sachlich wie journalistisch unseriös. Ein unprüfbares Gefälligkeits-Gutachten einer parteiischen Anti-Assad-Organisation bestätigt letztendlich nichts anderes, als dass diese Gruppierung derselben Meinung ist, wie die Leitmedien selbst, dass diese sich solch ein Ergebnis wünschen, kann aber nicht einmal halbwegs verlässlich ermitteln, was die Mehrheit der Syrien-Flüchtlinge bei uns (ca. 100.000), geschweige denn die Syrien-Flüchtlinge (ca. 12 Mio) überhaupt denken.

Dass diese unseriöse Befragung als einzige Grundlage für eine Kampagne zur gezielten (Des-)Information und Beeinflussung Millionen Deutscher Fernseh-Zuschauer, Print- und Online-Leser - von vielen aus der politischen und journalistischen Elite - hochgepuscht wird, erfüllt die wichtigsten Tatbestände von Propaganda.

  • absichtliche und systematische Versuch,
  • öffentliche Sichtweisen zu formen,
  • Erkenntnisse zu manipulieren und
  • Einstellungen und Verhalten der Menschen zum Zwecke der Erzeugung einer erwünschten Reaktion zu steuern.

Verfolgt man unabhängige Quellen im Internet liegt die Vermutung mehr als nahe, dass die Anti-Assad-Berichterstattung unserer Leitmedien wieder einmal völlig in die westlichen Polit- und Militär-Interessen eingebunden ist, und nichts als die Dämonisierung eines vermutlich autokratisch bis tyrannischen, aber vor allem für die USA, Israel und die Golfstaaten unliebsamen Regimes betreibt, unabhängig jeder Informations- und Fakten-Lage.

Als Leser und Journalist muss man offensichtlich jede Information der politischen und medialen Elite kritisch auf ihren Wahrheitsgehalt und Seriosität hin überprüfen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (35)

h.yuren 09.10.2015 | 10:58

vielen dank auch von mir für deine beweisführung, lieber berlino. was eine waschechte demokratie ist, haben wir spätestens in den letzten jahren gelernt, die hat zumindest zwei regierungen: die irgendwie gewählten leutchen und die geheimdienste. welche der regierungen mehr einfluss nimmt auf das geschehen, ist noch nicht ausgemacht. bekannt ist aber doch, dass die agenten besonders fleißig in den medien mitmischen...

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Ehemaliger Nutzer 09.10.2015 | 11:53

Feines Geschreibsel, danke dafür! Vielleicht ändern sich ja die Rahmenbedingungen derzeit: 1. hört und liest sich dereit wenig zu agressiven Atlantikthemen. 2. will die EU die Russland-Sanktionen aufheben... Die Frage ist nur: was kommt dann? USA-China-Konflikt? Drohnen über Ramstein? Who knows...

Jens-Martin Rode 09.10.2015 | 22:01

ooooochhhh.... da macht sich ein Autorvor aber viel Mühe, um zu zeigen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf: Syrerinnen und Syrer kommen selbst zu Wort und sagen, dass sie vor Assad fliehen. Nee, dass passt nicht in die eigenen Denkschablonen. Deswegen müssen Organisationen, die ihnen eine Öffentlichkeit bieten und sich für die Zivilgesellschaft in Syrien einsetzen ja abgrundtief böse sein.

berlino1010 09.10.2015 | 22:17

Syrerinnen und Syrer kommen selbst zu Wort und sagen, dass sie vor Assad fliehen.

Es kommen aber nur die von der einen Seite zu Wort. Wie mittlerweile so üblich bei uns. Andere Stimmen hört man bei uns nicht. ZB die des o.g. Syrischen Erzbischofs.

Deswegen müssen Organisationen, die ihnen eine Öffentlichkeit bieten und sich für die Zivilgesellschaft in Syrien einsetzen ja abgrundtief böse sein.

Niemand schreibt, dass sie böse sind. Sie mögen gute Gründe für ihre Position haben. Sie sind aber schlicht befangen, eine Umfrage zu ihrem zentralen Lebens-Thema durchzuführen.

Oder können sie garantieren, dass sie nicht nur ihre Anhänger gefragt haben? Jemand, der wegen Assad aus Syrien geflohen ist, und zum bewaffneten Kampf gegen ihn aufruft, kann keine glaubwürdige Studie/Umfrage abgebe, warum andere Syrer geflohen sind. So einfach und selbverständlich ist das.

Glauben sie einer Umfrage zum Rauchverbot in Kneipen, die die Tabak-Industrie durchgeführt hat?

Constantin 10.10.2015 | 03:11

Zitat: "Glauben sie einer Umfrage zum Rauchverbot in Kneipen, die die Tabak-Industrie durchgeführt hat?"

Was erwarten Sie von einem Fördermitglied von adopt a revolution (siehe unten: https://jensmartinrode.wordpress.com/about/)? Natürlich glaubt er der Studie, wenn er diesem Verein sein Geld spendet. Kann man glauben, muss man aber nicht.

Ich bin vielmehr darüber irriritiert, wie sich Teile der Bildungselite für fragwürdige NGOs freiwillig oder jobmäßig engagieren. Vor zwei Tagen hatte ich versucht, mir selbst ein Bild von adopt a revoultion zu machen. Bei meinen Recherchen hatte ich allerdings einen anderen Ansatz verfolgt. So fiel mir am dortigen Impressum folgendes auf:

adoptrevolution.org wird betrieben durch:
about:change e.V.
Neue Adresse:
Klingenstr. 22
D-04229 Leipzig

about:change e.V. ist wiederum beim Amtsgericht Leipzig in das Vereinsregister unter der Registernummer VR 5071 eingetragen.

Auf die Schnelle:

http://www.online-handelsregister.de/handelsregisterauszug/sn/Leipzig/A/about%3Achange+e.V./1919762

Jener Herr Bertsch ist nun gleichzeitig der Geschäftsführer von about source UG, die unter der gleichen Adresse wie adopt a revolution ansässig ist.

http://www.aboutsource.net/

Diese Firma verfolgt das Geschäftsmodell für NGOs Webseiten zu gestalten, Spenden zu sammeln und Petionen zu starten. Wie man anhand der zahlreichen Referenzkunden sieht, machen sie das scheinbar sehr erfolgreich.

Aufgrund der identischen Adresse vom Verein und dieser Dienstleisterfirma fiel mir spontan der Begriff "Briefkastenverein" ein, bei dem mir zunächst nur der Auftrag- bzw. Geldgeber unklar war. Dieser Eindruck verfestigte sich beim Betrachten des Blogs von adopt a revolution: so gut wie keine Kommentare und nur ein nicht anonymer Blogschreiber - ein gewisser Herr Dürr, ehemaliger (?) Geschäftsführer eines Leipziger Solarprojektes und zugleich Mitglied bei Campact.

http://www.spiekerooger-klimagespraeche.de/node/81

https://www.freie-radios.net/66698

Campact ist zufälliger Weise auch ein Projekt von about source und vertritt nach eigenen Angaben 1,7 Millionen (!) Bundesbürger.

https://www.campact.de/campact/ueber-campact/campact-im-ueberblick/

Für dieses unglaubliche Interview im Blog von adopt a revolution vom 2. Oktober zeichnete sich Herr Dürr aber nicht verantwortlich:

https://www.adoptrevolution.org/weitere-angriffe-des-russischen-militaers-interview-mit-aktivisten-aus-kafranbel/

Eins muß ich ihnen lassen: schnell sind sie, aber nicht sonderlich helle. Kurz nach Putins erstem Syrienangriff und unmittelbar nach dem Kundus-Debakel der US Army wurde obiges Interview veröffentlicht. Einiges kommt ja bekannt vor, doch so dreist hat niemand des Mainstreams behauptet, dass Kulturdenkmäler von Palmyra von den Russen zerstört worden seien und dass die Russen ebenfalls ein Krankenhaus angegriffen hätten. Als ich dann noch lesen durfte, dass die Aktivisten vor Ort den Funkverkehr der russischen Bomber mithörten, bin ich fast vor Lachen vom Stuhl gekippt. Daher nochmals zurück zu meiner Eingangsbemerkung:

"Ich bin vielmehr darüber irriritiert, wie sich Teile der Bildungselite für fragwürdige NGOs freiwillig oder jobmäßig engagieren."

Sikkimoto 11.10.2015 | 00:44

Das witzige an dem Medientenor ist ja, dass die Ergebnisse der (nicht repräsentativen) Umfrage das so gar nicht hergeben.

Das sie nur in ein Syrien ohne Assad zurückkehren wollen haben da laut "Hintergrundpapier" -zu finden auf der Seite der Organisation- nur 51,5% angegeben. Als gerade mal knapp über die Hälfte. Bei Tagesschau zB liest sich das dann so:

"Die überwältigende Mehrheit will zurück in die Heimat, nennt aber ein Ende des Krieges und die Entmachtung des Assad-Regimes als Voraussetzung."

mymind 11.10.2015 | 01:29

Danke für den Beitrag!

Es ist immer wieder der gleich Plot. Das Verrückte ist, dass er immer wieder funktioniert _ ich habe mir sehr oft den Kopf zermartert, woran das liegen mag & warum es dennoch so wenige erkennen. Eine Freundin erklärte mir kürzlich: Um eine Message wirksam rüberzubringen, ist die Anwendung der Strategie der Werbungsindustrie äußerst hilfreich & die lautet: Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen _ Kurz: Die Message muss einprägsam sein.

Einen Tag später schnappe ich im Café eine Unterhaltung auf. Meine Tischnachbarin erzählte völlig entsetzt, dass es doch schlimm wäre, dass die Russen in Syrien ein Krankenhaus bombardiert haben. Ich habe sie völlig fassungslos angestiert & sie war nicht minder irritiert, als ich sie darauf hinwies, dass dieser Vorfall in Kundus | Afghanistan passierte & rein gar nichts mit den russischen Bombardements in Syrien zu tun hat. Natürlich kann man denken, so doof wird keiner mehr geboren, doch ich schätze, dass dieses Phänomen gerade bei parallelen Ereignissen einen Schlüsselreiz auslöst, dessen Grundlage die medial wie politisch propagierte Schuldzuweisung der letzen Jahre bildet.

Das ist keine Ausnahmeerscheinung _ zumindest habe ich das sehr oft erfahren als es um die Jugoslawienkriege ging. Wer von Anfang als das Böse schlechthin ausgemacht wird, wird auch für die Taten verantwortlich gemacht, die andere begehen.

Fx 11.10.2015 | 12:50

Danke für den Artikel!

Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass der angebliche "blutige Diktator Assad" (Zitat von Sahra Wagenknecht!!) nicht nur in Syrien der beliebteste Poltiker ist, sondern auch im arabischen Raum (6 Nachbarländer inklusive Saudi Arabien). Jedenfalls war er das noch, bevor ihn die USA zum Feind Nr. 1 aufgebaut hatten. Das berichtete ein jordanisches Nachrichtemportal 2009 unter bezug auf eine Meinungsumfrage der Universität Maryland (USA).

Assad - Most popular Arab leader
http://www.albawaba.com/news/assad-most-popular-arab-leader

Fx 11.10.2015 | 13:06

Da man die Quelle der Nachricht (SANA) anzweifeln könnte: Ich habe nach etwas Recherche auch die entsprechende Umfrage aus dem Jahr 2010 gefunden (welche im Jahresvergleich auch den Wert für 2009 beinhaltet). Auch 2010 noch war Assad in sechs arabischen Ländern der beliebteste arabische Staatschef (außerhalb des jeweils eigenen Landes). Diese Studien werden jedes Jahr von Dr. Shibil Talhami (Mitglied des "Council on Foreign Relations", ehem. Direktor von "Human Rights Watch") in Zusammenarbeit mit der Universität Maryland durchgeführt. Powerpoint-Dokument:

http://sadat.umd.edu/2010ArabPublicOpinionSurvey082210.ppt

berlino1010 11.10.2015 | 13:48

Oh, vielen Dank! Wie peinlich und entlarvend. Dass für solche zwielichtigen Gesellen die Bundespresskonferenz und das gesamte Propaganda-Heer zur Verfügung gestellt wird, ist eine unfassbare Manipulation der Deutschen Öffentlichkeit.

Die weitergehenden Verknüpfungen wären sicher noch mal eine Extra-Recherche wert, sie sind mir so noch nicht klar. Fest steht, dass adopt a revolution, JENS-MARTIN RODE & Co. - wie auch immer - eingebunden sind in den militanten Aufstand gegen Assad und nur als Propagandisten, nicht aber als verlässliche Herausgeber einer Studie, Umfrage auftreten können.

Dass ist auf verschiedenen Wegen binnen Minuten zu recherchieren. Dass unsere Mainstream-Medien dass nicht taten, wollten oder bewusst verleugneten, ist bezeichnend für den manipulativen Charakter ihrer "journalistischen" Arbeit.

berlino1010 11.10.2015 | 14:00

Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen _ Kurz: Die Message muss einprägsam sein.

Das alte Goebbels Zitat stimmt einfach:

"Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates."

berlino1010 11.10.2015 | 14:11

Ich habe letzte Woche von einem Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Damaskus (2004-2008) erfahren, dass Syrien damals ein sehr prosperierendes Land mit guter Bildung, Medizin, wachsendem Wohlstand, wachsender Mittelschicht ... schlicht ein glückliches Land war ... ohne Terror ...

Mag sein, dass sich nach 2011 etwas daran geändert hat, aber es war sicher nicht ohne Aufstands-Einmischung der USA, die der Pulitzerpreisträger Semour Hersh schon 2007 im New Yorker nachwies. Wikileaks veröffentlichte im Februar 2012 Emails zwischen der privaten Sicherheitsfirma Stratfor und dem Pentagon. Daraus geht hervor, daß das Pentagon die Ausbildung von Oppositionstruppen durch die USA und Großbritannien seit 2011 bestätigte.

bruckmiller 12.10.2015 | 10:28

Ob alle Syrer glücklich unter Assads Regierung lebten vor dem Jahr 2011, vermag ich nicht zu behaupten, aber dass die jetzige Situation nicht von Assad verursacht wurde und auch nicht von einer friedlichen, demokratischen Opposition, das können Sie hier in einem interessanten Artikel über die Anfänge der syrischen "Revolution" nachlesen.

https://getpocket.com/a/read/1045791579

Erst als es den USA opportun erschien, auch den letzten Diktator im Nahen Osten (wenn man die "Guten" Saudis und andere, die auf "unserem" Öl sitzen vergißt) hinwegzufegen, wurde Assad vom freundlichen Augenarzt zum Schlächter.

berlino1010 12.10.2015 | 14:17

Auch die Krautreporter haben diese Umfrage als systematisch problematisch bewertet:


Wenn grundlegende wissenschaftliche und journalistische Standards eingehalten wären, hätte sie nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen dürfen.


Die Umfrage von „Adopt a Revolution“ ist nicht repräsentativ. Zwar sollen die Befragten „zufällig“ ausgewählt worden sein, aber ob ihre Antworten tatsächlich auf alle geflüchteten Syrer übertragbar sind, weiß niemand, weil noch niemand weiß, wer genau nach Deutschland kommt.

Das heißt in der Konsequenz, dass sich niemand sicher sein kann, ob die Antworten der befragten Syrer auch für alle anderen stehen.


Die Umfragendesigner haben die Daten des Bundesamtes wohl einfach ignoriert. Das beschädigt ihre Glaubwürdigkeit.


Drittens fällt auf, dass die Mehrheit der Befragten Assad für den Schuldigen des Krieges hält. Aber auch nur, wenn sie seine ganzen Gegner als getrennte Akteure betrachten. Wenn sie die zusammenzählen, kommen sie auf 82,2 Prozent und schwupp – wenn man so vorgeht wie „Adopt A Revolution“ und die jeweiligen Medien – könnte man auch diese Überschrift formulieren:

Umfrage: Mehrheit syrischer Flüchtlinge flieht vor Assads Gegnern (82%), nicht vor Assad-Regime (69%)“.


Und wenn 80 Prozent vor den Gegnern von Assad fliehen und gut 70 Prozent vor Assads Regime, dann liegt eine völlig andere Interpretation und Überschrift nahe:

„Nicht repräsentative Umfrage: Mehrheit syrischer Flüchtlinge flieht vor Krieg“

Es ist zweifelhaft, ob es die Umfrage so in die Medien und bis ins Kanzleramt geschafft hätte.

berlino1010 12.10.2015 | 14:18

Friedhelm Klinkhammer, langjähriger Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR und der ehemalige TAGESSCHAU-Redakteur Volker Bräutigam haben Programmbeschwerde gegen den NDR eingereicht.

Programmbeschwerde über Kriegspropaganda auf tagesschau.de

Um ein Mindestmaß an Objektivität (Begriffsbestimmung in der einschlägigen Literatur) zu wahren, hätte zwingend auf die Parteilichkeit der Organisation „Adopt a Revolution“ hingewiesen werden müssen. Damit wäre zugleich aber und nach professionellen Maßstäben der ganze Beitrag wegen seines Pipi-Nachrichtenwertes erkennbar nur noch für die Schüssel geeignet gewesen.

Hjoburg 12.10.2015 | 16:44

@Jens Martin Rode was muss eigentlich noch passieren, bis man einmal sich selber in Deutschland hinterfragt, dass nicht alles was im Westen verbreitet wird, der Wahrheit entspricht und entsprechen kann?

Eigentlich müsste jedem in Deutschland, spätestens seit den Lügen gegenüber dem Irak und Saddam Hussein, klar sein wie der Westen und seine Demokratien die Bürger belügt?

Trotzdem geht das Lügen immer weiter. Jedem müsste eigentlich bekannt sein, dass bisher noch jeder Krieg mit einer Lüge begann. Trotzdem schafft es die sog. Jubelmedien, so viele vom Gegenteil zu überzeugen. So war es im 2. WK so war es in Vietnam, so war es im Irak, Kosovo, so war es in der Ukraine, und so ist es im Syrien Konflikt.

Krysztof Daletski 24.10.2015 | 15:18

Die FC dient als Startpunkt für die Verbreitung.

Man muss natürlich im Hinterkopf haben, dass die Bereitstellung des Blog-Spaces eine freiwillige Leistung des Freitags ist, dem es auch freisteht, Beiträge und Nutzer wieder zu löschen. Und dieser Beitrag nimmt kritischen Bezug auf einen redaktionellen Beitrag, was sein Weiterbestehen von der Toleranz (im wörtlichen Sinne: "Duldung") der Redaktion abhängig macht.

Was spricht gegen eine Überarbeitung mit Ergänzung einer Hintergrundrecherche zum Herausgeber der Umfrage und ein Einreichen bei einem anderen Medium?