Explosive Schätze

Glanz und Elend der Filmgeschichte Ein Besuch in Belgrads Kinemathek in Kostunjak
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Alexandar Sasa Erdeljanovic sitzt neben einem Stapel alter Bücher. Lieder über Tito ist der Titel des obersten - "Geschenk von der jugoslawischen Botschaft in London", bemerkt er mit einem trockenen Lächeln, das allerdings nur halb so ironisch gemeint ist, wie es wirkt. Schließlich leitet Erdeljanovic ein Filmarchiv, und da findet man in jedem Stapel etwas Verwertbares, etwas, das sich lohnt, für diese und nachfolgende Generationen aufzuheben.

Einen Raum weiter steht eine Originalkamera der Gebrüder Lumière aus dem Jahre 1896, an der Wand hängt das aufwendig gedruckte Plakat eines italienischen Films, das mit einer kühnen Mischung aus Zirkusmalerei und klassizistischen Anleihen zur Jahrhundertwende die Zuschauer in die Kinos locken sollte. Das ju