... und die Bibel hat doch recht?

Probate Medizin De facto finden viele pro- und retrospektive Feldstudien zum Veganismus statt, deren Ergebnisse wenig bekannt sind. Dimona ist ein Beispiel.
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Bekannt ist Dimona in erster Linie wegen seines Atomreaktors im Negev Nuclear Research Center, der 13 Kilometer südöstlich entfernt mit französischer Hilfe erbaut wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Dimona)

Hier geht es jedoch um eine vegan lebende religiöse Kommunität, die sich bibelkonform ernährt, entsprechend Buch Genesis, Kap 1, Vers 29:

"Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen."

Dr. Petra Bracht ist eine der wenigen unter den Ärzten, die Ernährungsmedizin als Schwerpunktsetzung hat. Sie hat einen kurzen Reisebericht geschrieben, den ich hier wiedergebe:

"Ein befreundeter afrikanischer Arzt erzählte mir vor einiger Zeit von einer besonderen Gruppe von Menschen in Dimona, einer Stadt im Süden Israels, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht habe, die nach der Bibel empfohlene Lebensführung zu pflegen, um der Menschheit damit ein Beispiel dafür zu geben, wie viele der heutigen Probleme des Planeten und die meisten Gesundheitsprobleme der Menschen gelöst werden könnten. Fasziniert hat mich dabei vor allem seine Aussage, dass es in dieser Gemeinschaft so gut wie keine Zivilisationskrankheiten gibt. Weder Diabetes Typ I noch Typ II, keinen Bluthochdruck, keine Fettstoffwechselstörungen, keinen Prostatakrebs, Brustkrebs noch irgendeine andere Krebsart. Da heute bereits fast jeder dritte Mensch an Krebs stirbt und diese Krankheitsgeißel dabei ist, die Herzkreislauf-Todesfälle von Platz eins zu verdrängen, waren diese Aussagen so unglaublich, dass ich beschloss, dorthin zu reisen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie die Lebensführung dieser Menschen ist.

Letzten Sonntag war es so weit. Ich verbrachte fünf Tage mit meinem Mann in Dimona und schreibe diesen Artikel gerade auf unserer Rückfahrt zum Flughafen. Das Erste, was uns bei der Ankunft auffiel, war die friedvolle, harmonische Stimmung in dem Stadtteil, in dem die ungefähr 2500 Menschen als Gruppe zusammen leben. Obwohl reges Treiben herrschte, war von Stress oder Aggressivität nichts zu spüren. Und das, obwohl diese Menschen auf engstem Raum zusammenleben. Wir verbrachten die Tage vor allem damit, zu erleben, was so besonders am Leben dieser Menschen ist – vor allem natürlich, was die Ernährung angeht. Dank der persönlichen Verbindung zu unserem Freund konnten wir mit vielen der Menschen dort sprechen und im Kreis ihrer Familien an ihren Mahlzeiten teilnehmen. Wir wurden mehrmals am Tag in ihre Häuser eingeladen, aßen auch im eigenen Restaurant und führten viele Gespräche.

Nun zur dort praktizierten Ernährung. Da die Gruppenmitglieder religiös eng vernetzt sind und die Ernährungsrichtlinien – abgeleitet vor allem aus dem alten Testament, Genesis, 29. Vers, Chapter 1 – quasi Gesetzescharakter haben, essen alle fast gleich. Es handelt sich um eine rein vegane Ernährung. Sie besteht aus Früchten, Salaten und Gemüsen, die in Israel wachsen und die wir zumeist auch aus Deutschland kennen. Dazu wenig Reis oder Brot und Tofuprodukte. Zehn Prozent trinken selten Alkohol, aber nur in geringen Mengen. Wir haben es nie gesehen.

Diese evidenzbasierte (gesicherte) Ernährungsmedizin läuft seit 1969, also 45 Jahre. Seitdem gab es nur vier Fälle von Krebs, drei mit Herzkrankheiten und einige wenige mit Altersdiabetes. Mir bleibt nicht mehr zu sagen, als dass ich tief bewegt bin, dass diese Gruppe seit 45 Jahren das lebt, was ich seit vielen Jahren meinen Patienten empfehle."

Ist es nicht erfreulich, dass es in diesem Lande noch aufrechte, überzeugte Linksliberale wie die Grünen gibt, die solchen Erfahrungen nicht das geringste an Positivem abzugewinnen vermögen?

16:01 22.11.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

bertamberg

Xundheit! Salut! o! genese! Aufs Ganze gehen, bei Erkennen & Tun, Diagnose & Therapie. Alles ist vollkommen, "wenn das nötige gemacht ist." (Goethe)
bertamberg

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