Soziales Europa. - Mai Kundgebung in Köln

Maikundgebung Gute Arbeit - Soziales Europa. So lautete das diesjährige Motto der Maikundgebung in Köln.
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Über 10.000 Menschen strömten am heutigen 1. Mai auf den Kölner Heumarkt, um an der Mai-Kundgebung teilzunehmen.

Schon am Vormittag war der Heumarkt gut besucht und um 13 Uhr startete das Bühnenprogramm, nach dem etwa 2000 http://www.berthold-bronisz.de/images/heumarkt/Mai2014_22_HDR.JPGTeilnehmer des Demonstra-tionszuges, der um 12 Uhr vom Hans--Böckler-Platz losgezogen ist, auf dem Heumarkt eintrafen.

Das Motto der Kundgebung lautete in diesem Jahr "Gute Arbeit. Soziales Europa". Und so kritisierte IG-Metall-Chef Dieter Wetzel die Unternehmen scharf, welche mehr und mehr auf Leih- und Zeitarbeit setzen und überdies auch nur befristete Arbeitsverträge abschließen. "Ältere und jüngere Arbeitnehmer", so Wetzel, "werden gegeneinander ausgespielt." Mit Blick auf die anstehende Europawahl warnte Wetzel vor einem Erstarken nationalistischer Kräfte.

Bezug auf Köln nahm hingegen der Köln-Bonner DGB-Chef Andreas Kossiski, der auch für die SPD im Landtag NRW sitzt. Er mahnte, dass zwar in Köln nicht alles schlecht, aber eben auch nicht alles gut sei. "Die Schere", so Kossiski, "zwischen Arm und Reich wird immer größer."

Kossiski hat natürlich recht mit seiner Kritik, aber diese ist nur die eine Hälfte der Wahrheit. Die andere Hälfte lautet, dass es seine Partei war, die ja die Armut erst per Gesetz verordnet hat. Sicherlich kann man die wachsende Armut kritisieren. Das muss man sogar. Dann muss man aber auch, wenn man in der Verantwortung steht, bekennen, dass man diese selber zu verantworten und einen Fehler gemacht hat.

Es ist die SPD die heute noch auf Armut setzt, sich dafür selber auf die Schulter klopft und gerne auch mal feiern lässt. Sie hat die Türe zur Armut mit brachialer Gewalt aufgetreten. CDU, CSU und FDP brauchten hingegen nur hindurchzugehen. Heute ist die SPD wieder mit in der Regierungsverantwortung und ändert nichts.

Wenn die SPD bei ihrer Kritik glaubwürdig sein will, dann muss sie ihre Fehler eingestehen und vor allem rückgängig machen.

20:39 01.05.2014
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