Von den Schwierigkeiten, vegetarisch zu leben

Vegetarismus Wie Industrie und Handelsketten Ihre Allmacht ausnutzen
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community
Ich lebe seit einigen Wochen vegetarisch. Es war ein längerer Prozess der Auseinandersetzung mit Gewohnheiten, die jahrzehntelang mein Essverhalten bestimmt haben und die ich nie hinterfragt habe. Fleisch und Wurst gehörten einfach auf den Teller, das war schon immer so.
Doch es muss nicht so bleiben, es gibt Alternativen, die schmackhaft und gesund sind.
Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wäre jeder Vegetarier, so beginnt ein Video der Tierschutzorganisation PETA und diese Worte spricht der bekennende Vegetarier Sir Paul McCartney. Zu sehen sind in diesem Video entsetzliche Quälereien von Tieren, ausgeführt durch Menschen.
Gesehen habe ich dieses Video auf dem Blog
In diesem Blog gibt es immer wieder auch praktische Hinweise für eine vegetarische Lebensweise.
Als ich dieses Video das erste Mal gesehen habe, zählten Fleisch und Wurst schon nicht mehr zu den von mir konsumierten Nahrungsmitteln. Doch es bestärkte mich wieder einmal darin, den für mich richtigen Weg zu gehen.
Und dieser Weg ist voller Hindernisse. Ist unser Leben doch voll auf den Verzehr tierischen Fleisches ausgerichtet, ob im Restaurant, an der Dönerbude oder bei McDonalds für die schnelle Mahlzeit zwischendurch.
Und wer als Vegetarier in einem normalen Supermarkt einkauft, hat es schwer.
Obwohl heute viele Supermärkte auch fleischlose Lebensmittel anbieten, lauern hier Gefahren.
Heute Vormittag beim Einkauf. Der Brokkoli-Salat war extra als Veggie gekennzeichnet, also ab damit in den Einkaufswagen. Gerade noch rechtzeitig bemerkte ich das Kleingeschriebene, " mit Lyoner". Ich fühlte mich getäuscht, nicht das erste Mal.
Industrie und Großhandelsketten nutzen ihre Marktmacht hier gnadenlos aus.
Und ist Bio wirklich immer Bio? Bioäpfel, deren Haut noch Rückstände chemischer Mittel enthält, lassen hier erhebliche Zweifel aufkommen.
Und so wird ein Einkauf immer auch ein Erlebnis, ein Suchen nach Lebensmitteln, die ich bedenkenlos konsumieren kann.
Und es ist auch ein Erlebnis, dass ich , wie heute wieder, an den riesigen Kühltruhen mit Fleisch und Wurst vorbeilaufe, ohne sie zu beachten.
Mein Kühlschrank ist trotzdem immer gut gefüllt.
09:16 05.12.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

rolf netzmann

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rolf netzmann

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