bewe28

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RE: Faktor der Unversöhnlichkeit | 24.11.2009 | 16:56

Bei allem Respekt, aber Flüchtlinge waren es nicht - man kann es drehen und wenden wie man will: Vertreibung ist ein Verbrechen und Sie, Frau General, sind doch eigentlich viel zu intelligent, um dies nicht zu erkennen. Da ändert auch die nicht bezweifelte Schuld der verantwortlichen Deutschen am 2. WK nichts daran.

Rache ist - auch nach unserem heutigen Rechtsverständnis - ein niederer Beweggrund und entschuldigt kein Verbrechen. Sollten Sie das anders sehen, begeben Sie sich unweigerlich in die moralischen Abgründe von Stammesgesellschaften, die in ständiger Blutfehde leben.

Auch der ständige Hinweis, es gäbe ja kaum noch lebende Vertriebene und die Hoffnung auf die "biologische Lösung" werden nicht zum Erfolg führen. Schließlich kann man nicht einerseits von der "immerwährenden Schuld" der Deutschen ausgehen und ritualisiert Betroffenheitsveranstaltungen durchführen, andererseits aber Unrecht, welches uns wiederfahren ist, einfach zu "historisieren".

Frau General, Sie haben Recht. "Die eigene Freiheit endet immer dann, wenn die Freiheitsrechte der anderen beeinträchtigt sind. Darüber aber entscheiden die, die betroffen sind.

Und betroffen von Flucht und Vertreibung sind nun einmal die Vertriebenen, denen nicht nur Hab und Gut, Würde und Heimat, sondern millionenfach auch das Leben genommen wurde.
Denen gehört auch heute noch unser Respekt und unser Gedenken.