Bibliofiline

Ich interessiere mich für Bildung, Literatur, Politik, Philosophie.
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RE: Freiheit für die Wiese! | 05.01.2020 | 14:05

So kenne ich die "klimaschützenden" WKA-AnhängerInnen. Wenn sie nach Fakten und Argumenten gefragt werden, verlassen sie beleidigt das Feld. Zur Zeit- so meine Beobachtung - wird vor allem mit der Wiederholung der immer gleichen Phrasen und der Verunglimpfung von Gegenpositionen gearbeitet. "Windkraftgegener sind alle rechts und konservativ. Naturschutz wird nur vorgeschoben, eigentlich sind das alles Kohleanhänger." usw.usw. Danach gefragt, wie effektiv eigentlich Windkraft ist, welche Nachteile sie bringt, ob sie überhaupt geeignet ist, konventionelle Kraftwerke naturverträglich zu ersetzen, wird nicht mehr. Es wird einfach die Alternativlosigkeit gepredigt. Die Bereitschaft, Studien, die die Probleme dieser Art von Energieerzeugung in Frage stellen, überhaupt auch nur zu lesen und auf sachlich-fachlicher Ebene zu bewerten und ggf überzeugend zu entkräften, ist nicht vorhanden. So werden Menschen, die unter dem Lärm und Infraschall dieser Anlagen leiden, einfach nur lächerlich gemacht, Studien unterdrückt und geleugenet. Das Ganze hat schon totalitäre bis religiös-fanatische Züge angenommen. WKA-AmhängerInnen stellen Menschen, die die schöne neue WKA-Welt in Frage stellt sofort in die Klimaleugner-, Kohlelobbyisten-, Atomlobbyisten- oder gleich in die Naziecke. Damit kann man es sich schön einfach machen. Es enthebt einen der Pflicht einer ordentlichen, differenzierten und überzeugenden Argumentation. Dabei ist die Eindämmung des Klimawandels sowie die Bewahrung der Tier- und Pflanzenwelt ein ernstes Thema und bedarf der (auch kontroversen) Debatte auf höchstem Niveau. Diese Debatte findet leider nicht statt. Leider!- Hier mal noch ein Artikel zum Infraschall aus dem eher unverdächtigen Ärzteblatt:https://www.aerzteblatt.de/archiv/205246/Windenergieanlagen-und-Infraschall-Der-Schall-den-man-nicht-hoert

RE: Freiheit für die Wiese! | 05.01.2020 | 13:06

Ersteinmal. Mein Dank und Kompliment an die junge Journalistin!!!!!! Sie haben einen ausgewogenen Artikel verfasst, der ohne die schon üblich gewordene Häme gegenüber NaturschützerInnen auskommt.

@Columbus: Ich nehme mal an, Sie arbeiten entweder für eine WKA-Firma oder in einer Behörde. Ihren Relativismus kann ich in keinster Weise nachempfinden. WKA sind riesige Betonpfeiler, Industrieanlagen, die sich genauso wenig in die Landschaft einfügen wie eine monströse Autobahnbrücke. Ich würde auch 300 000 getötete Fledermäuse und tausende getöteter Greifvögel nicht kleinreden. Die Konflikte mit dem Landschafts-, Natur- und Artenschutz lassen sich nicht vom Tisch wischen. Ich bin oft im Hunsrück unterwegs. Die Umgebung von Simmern ist eine einzige Horrorlandschaft. Da brauche ich keine Fotomontagen. Wer entscheidet, was höherrangig ist? RLP hat sogar Leute aus der WKA-Branche als Gutachter zugelassen. Das ist ein einziger Filz.

RE: Freiheit für die Wiese! | 05.01.2020 | 13:06

Ersteinmal. Mein Dank und Kompliment an die junge Journalistin!!!!!! Sie haben einen ausgewogenen Artikel verfasst, der ohne die schon üblich gewordene Häme gegenüber NaturschützerInnen auskommt.

@Columbus: Ich nehme mal an, Sie arbeiten entweder für eine WKA-Firma oder in einer Behörde. Ihren Relativismus kann ich in keinster Weise nachempfinden. WKA sind riesige Betonpfeiler, Industrieanlagen, die sich genauso wenig in die Landschaft einfügen wie eine monströse Autobahnbrücke. Ich würde auch 300 000 getötete Fledermäuse und tausende getöteter Greifvögel nicht kleinreden. Die Konflikte mit dem Landschafts-, Natur- und Artenschutz lassen sich nicht vom Tisch wischen. Ich bin oft im Hunsrück unterwegs. Die Umgebung von Simmern ist eine einzige Horrorlandschaft. Da brauche ich keine Fotomontagen. Wer entscheidet, was höherrangig ist? RLP hat sogar Leute aus der WKA-Branche als Gutachter zugelassen. Das ist ein einziger Filz.

RE: "... sobald das Geld im Kasten klingt." | 31.07.2019 | 17:42

Wir müssen uns vom Wachstumsfetisch verabschieden. Letztendlich unterliegen sowohl der Erneuerbaren-Hype als auch die CO2-Steuer dem geleichen Sxstemfehler. Hier ein bedenkenswerter Artikel dazu:https://rotherbaron.com/2019/06/23/inneres-und-aeusseres-wachstum/

RE: Fremde Natur | 27.07.2019 | 19:55

Genauso ist es. Was mich auch umtreibt, ist dass es als politisch links-progressiv gilt, Windkraft völlig unkritisch gegenüberzustehen. Damit macht man es sich sehr leicht und lehnt es ab, sich mit der Materie näher zu beschäftigen. Viele dieser "Klimaschützer" wundern sich z.B. wenn man sie auf so banale Dinge aufmerksam macht, dass ich grundlastfähige Kraftwerke brauche, um die Unstetigkeit volatiler Stromquellen aufzufangen. Die glauben tatsächlich, dass man Kohle und Atom in absehbarer Zeit eins zu eins durch die sogenannten "Erneuerbaren" ersetzen kann. Auch, dass der Flächenbedarf mehr als fünf mal so hoch ist wie der eines konventionellen Kraftwerks ist ihnen nicht klar. Die negativen ökologischen Folgen und der Ressourcenverbrauch interessiert nicht. Die naive Gleichsetzung von Windkraft=Öko reicht ihnen, um sich als Weltverbesserer zu fühlen. Das ist natürlich super bequem und verlangt keine geistige Anstrengung. Bei diesem Thema scheinen wir ans Ende der Aufklärung gekommen zu sein. Kohle und Atom sind höchst probelmatisch, aber in einem unüberlegten und massiven Ausbau von Windkraft besteht keinerlei zufriedenstellende Lösung und das Ganze geht mit massiven Landschafts- und Umweltzerstörungen einher.. Die Probleme (allein die Entsorgung von jährlich 40 000 Tonnen Sondermüll, die beim Abbau alter Anlagen anfallen) werden ignoriert, relativiert und aggressiv geleugnet, wie es bei der Atomkraft in ihren Anfängen nur ansatzweise der Fall war. Hier bekommt eine mittlerweile in ihren Durchsetzungsstrategien und ihrer Lobbyarbeit völlig skrupellose Industriebranche von der Klimabewegung einen grünen Heiligenschein verpasst. Damit wird man dem Umwelt- und Klimaschutz am Ende des Tages einen Bärendienst erweisen.

RE: Fremde Natur | 25.07.2019 | 15:13

@gelse. Vielen Dank für diesen ausführlichen und sachkundigen Kommentar. Zu nennen wäre auch die Nutzung von Abwärme. Bei Müllverbrennungsanlagen wird dies auch schon genutzt. Die Einstellung der Förderung von Photovoltaik war sicherlich falsch. Die größten ökologischen Probleme gekoppelt mit besondrs geringer Effizienz und aggressiver Propagierung: Windkraft onshore.

RE: Fremde Natur | 25.07.2019 | 12:11

Was ist an der Windkraft positiv für Klima und Natur und in welchem Verhältnis steht das zur Zerstörung von Landschaften und Habitaten? Mir scheint eher die kritiklose Begeisterung für die "Erneuerbaren" lebensfremd. Im Juni (etwas windstill) haben 30 000 WKA gerade mal 3% des Strombedarfs gedeckt. (nachzulesen bei Agora Energiewende, dem Think-Tank für das EEG) Dafür wurden 6000 ha Schutzgebiete gerodet und hunderttausende Fledermäuse getötet. Windstrom ist volatil, schwer zu speichern und verursacht jährlich 40 000 Tonnen Sondermüll (Rotoren). Er ist dauerhaft auf Back-ups angewiesen. Wenn die "Klimaweltmeister" in Deutschland alles auf Erneuerbar umgestellt haben, freuen sich die Kohlestromanbieter in Polen und die Atomstromanbieter in Frankreich darauf, auszuhelfen. ...aber für die EEG-Fans kommt der Strom ja aus der Steckdose! -Und der Mehrbedarf an Strom für die Elektroenergie wird aus volatilen Stromquellen nicht zu decken sein. Das ist nichts als ein weltfremdes grünes Märchen. Die Atomstromer aus ganz Europa freuen sich auf das Geschäft ihres Lebens. Ich bin nicht weltfremd, sondern lese mit Begeisterung alle möglichen Studien von Windkraftbefürwortern, unabhängigen Wissenschaftlern (auch aus dem Ausland, wo es noch keine Denkverbote zum Schutz der heiligen Windkraft gibt), über den europäischen Strommarkt und von Naturschutzverbänden. Daraus mache ich mir ein Bild ... Und mein Schluss ist: Das ist Kapitalismus und Geldmache mit einem grünen Heiligenschein, den dieser Industrie Menschen überstülpen, die sich weigern, sich intensiv mit den Fakten zu befassen. Der Gedanke ist zu schön, mit ein bisschen (viel) Beton die Welt vor dem Untergang zu retten und reuelos weitermachen zu können wie bisher....Ich halte es mit der Aufklärung: Viel lesen, viel denken und zwar selbst!

RE: Die CO2-Steuer erlöst uns nicht | 24.07.2019 | 19:00

"Der Klimawandel würde als ein Feind von außen inszeniert, der den Kapitalismus bedrohe." Genauso wird die "Klimakrise" initiiert. Die Angst vor Konsumverzicht ist immer mit an Bord. Deshalb wird die Möglichkeit eines grünen Kapitalismus entworfen, die letztendlich die letzten Reste Natur verschlingt: Fremde Natur

RE: Zwei Kapitäninnen kreuzen hart gegen den Wind | 24.07.2019 | 18:50

Es ist stimmt hoffnungsvoll, wenn diese jungen Frauen für ihre Überzeugungen auch Nachteile in Kauf nehmen. Mich beeindrucken beide sehr. Mehr als die FFF-Aktivistinnen, die bislang ja eigentlich nur die Begleitmelodie zur offiziellen Politik (CO2-Steuer, Ausbau der Windkraft) summen .... und außer ein bisschen Unmut über das "Schulschwänzen" kaum etwas riskieren. Rapinoe und Rackete denken selbst und denken nicht nur an ein Medienecho!

RE: „Die Vorbereitungen müssen gestern beginnen“ | 24.07.2019 | 18:35

Alle schreien: Ihr müsst handeln. Jetzt sofort. Panik macht sich breit. Aber wo sind die konkreten Vorschläge? Zuerst hat man den Regenwald abgeholzt, um Biosprit zu produzieren. Jetzt werden überall Monokulturen mit Energiepflanzen angelegt und Wälder für Windkraftanlagen abgeholzt ... und Grundrechte wie Wohnen und Heizen besteuert. ...Alles um die "Klimakrise" zu besiegen. Eine Studie aus Zürich legt nahe, dass eine massive Aufforstung und der Erhalt von Wäldern der effektivsrte Klimaschutz wären, aber davon wollen unsere "Klimaschützer" nichts wissen. Klimaschutz zeigt sich hierzulande als Kampf zwischen Kohle- und Windstrom ....nicht mehr und damit verkürzt.