Wider die Gewalt (II)

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Die gestrigen bzw. nächtlichen Ereignisse in Friedrichshain haben sehr anschaulich gezeigt, wes Geistes Kind ein Teil der Demonstranten gegen die Räumung von Liebig 14 ist. Wobei das Wort „Geist“ bei Genannten nur vorsichtig zu gebrauchen ist.

Den Vernunftfähigen empfehle ich das Durchdenken des Kategorischen Imperativs von Immanuel Kant, einem Geistesriesen Deutschlands. In der„Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ formuliert er: „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte“.

Es gehört zu den Errungenschaften bürgerlicher Demokratie, dass das Gewaltmonopol einzig beim Staat liegt. Wäre die individuelle Gewaltausübung – wie gestern vorgeführt – allgemeines Handlungsgesetz, dann würde nicht nur Anarchie herrschen, sondern ein großer Teil unserer Gesellschaft (erinnert sei an Alte, Kranke, Kinder) an den Rand gedrängt. Ich kann als „Normalbürger“ dies nicht gutheißen. Wenn Gewaltsuchende das Gesetz der Stärke mit physischer Gewalt durchsetzen wollen – bitte schön, es gibt Industriebrachen, wo sie sich gern austoben dürfen.

10:29 03.02.2011
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Geschrieben von

Nietzsche 2011

kritisch denkender Ostdeutscher; zur Wendezeit bürgerbewegt; seitdem "Lebenskünstler"
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