Bildungswirt
08.06.2009 | 22:52 20

Frank Schirrmacher, Ludwig Börne und die deutsche Bildungspolitik

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Bildungswirt

Der FAZ-Herausgeber und Feuilleton-Chef Frank Schirrmacher erhielt gestern in Frankfurt den Ludwig-Börne-Preis 2009. Die alleinige Jurorin Necla Kelek verglich in ihrer Laudatio das publizistische Engagement Schirrmachers mit jenem des jüdischen Frankfurter Kritikers Ludwig Börne (1786-1837), dem Begründer des scharfzüngigen politischen Feuilletons. Es brauche den „radikalen Diskurs“, „um Debatten über Strittiges zu entfesseln“. Diese „Risikobereitschaft im Dienste der gesellschaftlichen Aufklärung“ verkörpere auch Schirrmacher. Mit dem Börne-Preis werden herausragende Leistungen auf den Gebieten Essay, Kritik und Reportage seit 1992 ausgezeichnet. So weit, so gut! Angeblich bedeutende Preise gibt es in der Republik jeden Tag, in regelmäßigen Kartellen wechseln sich Ausgezeichnete und Auszeichnende ab, vielfältige Meriten-Sammelstellen. Was ist hier bedeutsam? Was hat Frank Schirrmacher gesagt?

Ich nehme es allgemein vorweg: Gescheites, Bahnbrechendes, für Deutschland Revolutionäres:
Solidarität mit dem jungen Deutschland.

Er meint damit die Kinder und Jugendlichen ohne Ansehen von Herkunft, Elternhaus, Religion, Rasse, Geschlecht.
„Ich frage, mit Börne, dem Protagonisten des „Jungen Deutschland“, wer uns helfen kann. Wen müssen wir umwerben, fördern, an uns binden? Ich frage mit Heine nach den Alliierten und Mitstreitern, die wir gewinnen müssen und können. Es gibt sie. Nicht mehr ganz so viele, aber man kann sie sehen, meistens morgens gegen 7.45 Uhr auf den Straßen unserer Städte. Sie sind jetzt fünf, zehn oder fünfzehn Jahre alt. Sie werden zum Beispiel dreißig Jahre alt sein, wenn die heute Dreißigjährigen, der Geburtsjahrgang 1978, sechzig sind, und die Achtundsiebziger tun gut daran, einmal nachzusehen, wie viele Dreißigjährige es dann noch gibt, denn die sind alle schon auf der Welt. Die Frage, die unsere gesellschaftliche Zukunftsfrage wird, lautet, warum manche Kinder und Jugendliche reüssieren und andere versagen.(...) Die Integration und Bildung von Migranten, die Konzentration auf frühkindliche Erziehung, die Notwendigkeit einer Bildungsrevolution für das junge Deutschland - das hat nichts mehr mit Ideologien zu tun, die gezielte und womöglich auch teure Förderung von Migranten nichts mit Gnadenerweisen.“(Schirrmacher)

Ich frage mich umgekehrt, ob der Saal der großen und kleinen Prominenten in der Tiefe die Konsequenzen dieser „Bildungsvision“ verstanden hatte?
Noch einmal eine Kostprobe Frank Schirrmacher: „Bildungsversagen heißt nicht nur, dass Menschen später womöglich keinen Beruf finden. Es heißt auch nicht nur, dass Innovationen und Gedanken vertrocknen. Bildungsversagen verändert die Psychologie einer Gesellschaft. Es führt dazu, dass Menschen nicht nur für ein, zwei Jahre, sondern ein ganzes Leben lang vom Bewusstsein ihrer eigenen Inkompetenz verfolgt werden. Die Sozialpsychologie hat diesen Teufelskreis exakt beschrieben. Denn die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die sich einmal in diesem Teufelskreis befinden, lernen durchaus noch, aber sie lernen, wenn man so will, negativ. Der Begriff dafür lautet: „erlernte Hilflosigkeit“. Sie geben auf. Manche von ihnen, wie wir wissen, schon mit fünfzehn Jahren.“

Als Anspielung auf die aktuelle Finanzkrise meinte er:
„Es reicht, wenn wir der Ausbildung der nachwachsenden Generation den gleichen Stellenwert geben wie einer Bank namens Hypo Real Estate. Es reicht, sie systemisch zu nennen. Die Hypo Real Estate war eine Geldvernichtungsbank, aber es gibt auch vermögensbildende Banken. Und das gilt auch für die Bildung: Es gibt eine florierende und offenbar hochprofitable Verdummungsindustrie; warum sollte es so etwas nicht auch für das Gegenteil geben? Die Tatsache, dass wir, bei einer Lebenserwartung von bald fast neunzig Jahren, immer noch ganze Bildungskarrieren und Lebensläufe beim zwölften Lebensjahr zementieren, wird späteren Generationen nur noch als objektiver Wahnsinn vorkommen.“

Ja, Herr Schirrmacher, Sie haben recht: Solidarität mit dem jungen Deutschland. Die Gretchenfrage lautet jedoch: Wer soll das umsetzen oder besser Ins-Werk-setzen. Die Länder-Kultusminister sind in ideologischen Grabenkriegen verstrickt, halten zum Teil am zementierten viergliedrigen Schulsystem fest, pädagogische Innovationen kommen nicht voran. Die Kultusministerkonferenz bezeichnete schon Altbundeskanzler Helmut Kohl als „die reaktionärste Einrichtung der Bundesrepublik, im Vergleich dazu ist der Vatikan noch weltoffen.“

Was bleibt? Neben vielen engagierten PädagogInnen vor Ort, die unbedingt Rückendeckung für Innovationen brauchen, sind die Medien gefordert: Fernsehen, Internet, Print. Das Fernsehen, insbesondere der öffentlich-rechtliche, zeigt für jedermann ersichtlich, dass eine Bildungsvision möglich ist. Der öffentliche Bildungsauftrag ist im Rundfunkstaatsvertrag festgelegt. Entsprechende Konzeptionen für qualitiative Bildungssendungen liegen entscheidungsreif vor. Auch ein Vorzeige-Projekt: Vom ausgemusterten Hauptschüler in 2 Jahren direkt zum Abitur!

Die FAZ als ein wirkungsmächtiges Medium der öffentlichen Meinungsbildung spricht in den nächsten Monaten Klartext, nimmt keine Rücksichten mehr auf Landesfürsten und Vasallen. Der medienpolitische (Noch)-Zwerg FREITAG mit dem Verleger Jakob Augstein und der einflussreiche FAZ-Gestalter Frank Schirrmacher gehen Hand in Hand, stellen alle ideologischen Differenzen zurück, und sorgen mit allen verfügbaren und noch zu gewinnenden Bündnispartnern für eine praktische Solidarität mit dem jungen Deutschland. Solch eine konzertierte Aktion hat bisher das Land noch nicht gesehen. Das ist nicht nur eine Bildungsvision, sondern auch eine medienpolitische aufklärerische Mission. Sie könnte glücken, wenn man auch ein Stück ins Gelingen verliebt wäre.

Hintergrund:
Den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis für herausragende schriftstellerische und journalistische Leistungen haben bisher u.a. bekommen: Rudolf Augstein, George Steiner, Marcel Reich-Ranicki, Joachim Kaiser, Hans Magnus Enzensberger, Daniela Dahn, Alice Schwarzer.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (20)

I.D.A. Liszt 09.06.2009 | 02:22

Lieber BW,

da bin ich aber skeptisch, ob das wirklich gelingen könnte.
Selbst wenn so eine 'mächtige' Institution wie die FAZ und eine so innovative wie der 'Freitag' bildungspolitisch ins selbe Horn soßen sollten, wird sich nicht schnell etwas ändern.

Im Augenblick wird die Bildungspolitik noch von jenen bestimmt, die Bildung mit Ausbildung oder reiner Wissensvermittlung (beides zum Wohle von Industrie und Wirtschaft) verwechseln.
Wie lange hat es gedauert, bis die Bildungs-Zwerge von der betriebswirtschaftlichen Fraktion in die verantwortlichen Positionen gelangt sind? Ca. dreißig Jahre braucht eine Generation zum Nachwachsen. Wenn also die Generation, die jetzt in der Ausbildung ist und der so gut wie nichts mehr von Bildung mitgegeben werden soll, in 30 Jahren in der Verantwortung steht, was hat sie dann gelernt?
Sie sind sozusagen die Opfer des Bologna-Prozesses. Vielleicht ist das, was sie dann für 'Bildung' halten, ihnen sowieso nur noch ein käufliches Gut.
Die Bemühungen der FAZ und des 'Freitag' können erst danach Früchte tragen, fürchte ich.

Wie immer, finde ich aber, daß wir die Hoffnunf nicht fahren lassen sollten. Es wäre sehr schön, wenn Deine aufklärerische Mission Wirkung hätte.

Liebe Grüße,
I.D.A. Liszt

Titta 09.06.2009 | 03:37

Was Börne wohl dazu sagen würde?

Hier einiges zur Auswahl:

Ludwig Börne (eig. Löb Baruch):

Das größte häusliche Unglück, das einem Manne begegnen kann, ist, wenn seine Frau einmal gegen ihn recht hat, nachdem er es ihr abgeschnitten hat.

Das Unglück ist der Ballast, der uns auf dem Ozean des Lebens im Gleichgewicht erhält.

Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens.

Die einzige Art zu betrügen, die zuweilen noch Erfolg hat, ist: offenherzig zu sein.

Die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, nicht ihren Wert.

Humor ist keine Gabe des Geistes, es ist eine Gabe des Herzens.

Klugheit ist oft lästig wie ein Nachtlicht im Schlafzimmer.

Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften.

Trost gibt der Himmel, von den Menschen erwartet man Beistand.

Na, da paßt ja einiges zu unseren Debatten.
Gruß
Titta

merdeister 09.06.2009 | 10:09

Eine schöne Vision. Vor allem das zuschütten der ideologischen Gräben gefällt mir.
Es wundert mich aber dennoch in welches Horn dort in der FAZ geblasen wird. Bisher dachte ich immer, dort wäre man auf einer Linie mit dem CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), die meiner Ansicht nach die Politik der Zementierung im jungen Alter an den Hochschulen konsequent fortsetzen.
Wird also eine Stimme ausreichen? Sind die richtigen Leute heute an gebildeten Menschen interessiert oder eher an einem Volk von Konsumenten (ich muss bei dieser Diskussion immer an Georg Schramm denken, ich glaube das Video hatte ich bereits verlinkt).
Wann kommt denn endlich die Kampagne "Lust am lernen!"? Mit einer begleitenden Serie in der ARD, direkt nach den Soaps anstatt einer Quizshow.

Bildungswirt 09.06.2009 | 10:28

Da wir gerade auf einem anderen Blog das Finale bestritten hatten, "Stichwort Wolke", selbstverständlich die erste Antwort an dich.(Dann muss ich mal etwas Geld in die Kasse spielen).
Da hast selbstverständlich recht. Georg Schramms Wort steht in der Debatte wie ein Fels.(Ich hatte es auch gleich auf meinen ursprünglichen Bildungswirt-Blog eingestellt.)
Trotzdem: In die FAZ kommt Bewegung. F.Schirrmacher hatte jetzt schon mehrfach ungewöhnliche Töne angeschlagen. Die Leserschaft ist völlig überaltert, die Verantwortlichen müssen sich etwas einfallen lassen. Insgesamt liegt die FAZ jedoch noch auf Bertelsmann/CHE Linie. Aber auch da kommt Bewegung ins Spiel.

Fernsehen? wird schwer, das zu realisieren. Aber manchmal gibt es auch "Lust auf lernen" selbst bei Intendanten, Unterhaltungschefs und - man muss es nur fest glauben - bei Kultusministern.

merdeister 09.06.2009 | 11:40

"Trotzdem: In die FAZ kommt Bewegung. F.Schirrmacher hatte jetzt schon mehrfach ungewöhnliche Töne angeschlagen. Die Leserschaft ist völlig überaltert, die Verantwortlichen müssen sich etwas einfallen lassen. Insgesamt liegt die FAZ jedoch noch auf Bertelsmann/CHE Linie. Aber auch da kommt Bewegung ins Spiel."

Das ist gut zu hören. Leider lese ich nicht soviel Zeitung, wie ich gerne würde und bin daher vom Urteil anderer Abhängig. Aber es wäre auch komisch, wenn Menschen (auch konservative) nicht lernfähig wären, anders ließe sich die Entwicklung von uns Menschen ja nicht erklären. Zugegeben, das ist vielleicht ein etwas großer Bogen. Doch manchmal habe ich das Gefühl "wir" machen solange weiter wie immer, wie es irgend geht und sind dann zu ganz Erstaunlichem fähig (hier spricht der optimistische Romantiker voller naiver Hoffnung).
Und wenn die FAZ merkt, dass ihr die Leserschaft wegstirbt, wird sie vielleicht auch für mich ( und meine konservativen Anteile) lesbar.

Zum Fernsehen: In letzter Zeit habe ich sehr viele Sendungen über Tiere gesehen, die über Heinz Sielmann hinausgingen. Dort wurde immer wieder auf den Einfluss des Menschen eingegangen. Für mich ist das schon Bildungsfernsehen mit Entspannungsfaktor. Die Quizsendungen überlasse ich anderen Multiple Choice habe ich in der Uni genug...

Bildungswirt 09.06.2009 | 20:17

Lieber Liszt,
Skepsis ist angebracht im Sinne einer realistischen Einschätzung der Kräfteverhältnisse in den Medien."Bildungs-Zwerge von der betriebswirtschaftlichen Fraktion" - eine schöne Formulierung. Dennoch: Ohne Wirtschaftlichkeit bzw. Effizienzprüfung geht heute nicht viel.(Nur diejenigen, die diese Begriffe ständig im Munde führen, sind oft genug selbst ineffizient und blind)

Wenn Schirrmacher und Augstein und Prominenz x und Investor y wirklich wollen, gibt es Lösungen. Ich will ja nicht die Hypo Real Estate retten. Die fachlich-pädagogische Seite des medialen Bildungsprojekts würde funktionieren (Qualitätsprüfung) wie die unterhaltsame, witzige Aufmachung der Sendungen (Quote). Die Pointen kann ich selbstverständlich hier nicht verraten.
Gruß BW

Bildungswirt 09.06.2009 | 20:27

Liebe Titta,

"was Börne wohl dazu sagen würde?" Zum Börne-Preis und der Verleihung an F. Schirrmacher - keine Ahnung. Er wäre sicher sehr überrascht wie wir leben und kommunizieren und würde vielleicht ausrufen:
"Trost gibt der Himmel, von den Menschen erwartet man Beistand." Dann führe er fort:"In diesem Sinne finde ich Schirrmachers "Solidarität mit dem jungen Deutschland" richtig. Er hat "meinen Preis" verdient. Lasst uns endlich Taten sehen. Und wie heißt der andere,Augstein? Was sagt der denn dazu?"
Herr Börne, aufwachen, Sie haben nur geträumt.

Börne muss man heute als junger Mensch nicht unbedingt gelesen haben. Da gibt es wichtigeres.
Von seiner Leidenschaft und seinem Engagement kann man sich jedoch ein kleine Scheibe abschneiden.
Gruß BW

Bildungswirt 09.06.2009 | 20:38

Hallo Streifzug,
du schreibst:"Das ist doch nur Klamauk. Schirrmacher und auch Steingart sind typische Dampfplauderer. Die momentan von der FAZ unterstützten Kampagnen sprechen eine andere Sprache.".
Starke Worte - da müßte aber noch etwas kommen.

Der Hinweis auf Niggemeier hinkt in diesem Zusammenhang. Niggemeier deckt schonungslos die Schlampereien des sog. "Qualitätsjouralismus" am Beispiel der Meldung über Börne-Preis und Schirrmacher auf.Gut so.
Das hat aber nichts mit der Rede von Schirrmacher zu tun oder mit meinem Vorschlag eines medialen Bildungsprojekts. Das sollten wir doch auseinanderhalten.
Gruß BW

I.D.A. Liszt 10.06.2009 | 02:33

Lieber BW,

ja klar, >ohne Wirtschaftlichkeit bzw. Effizienzprüfung geht heute nicht viel, schreibst Du.
Warum ist das denn so?
Weil wir (na, nicht direkt wir Freitags-Blogger, sondern die verantwortlichen Politiker und diejenigen Leute, die hinter ihnen stehen) Bildung als einen Luxus sehen. Man will 'Ausbildung', und zwar möglichst industrie- und wirtschaftskompatibel.

Kein Lusus dagegen ist es, zur Rettung maroder Banken und von den Verantwortlichen in Industrie und Wirtschaft zugrundegerichteter Betriebe Milliarden auszugeben!

Da stimmt doch in der Tat eine ganze Menge nicht, oder?

Na, genug für heute (auf dieser Baustelle, wie Du es immer nennst); herzlich,
I.D.A. Liszt

R Stilzchen 10.06.2009 | 03:17

Was hat Herr Niggemeier zum Thema Qualitätsjournalismus zu sagen? Inhaltlich nichts. Er geilt sich lediglich an kleinen Fehlern und Irrtümern auf. In diesem Falle: Eine Nachrichtenagentur hat einen Artikel mit einer Überschrift versehen, die die Überschrift eines anderen Artikels war. Und die Internet-Angebote vieler zumeist regionaler Zeitungen haben das automatisch übernommen. Das tun sie aber auch, wenn Überschrift und Artikel zusammenpassen.

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meisterfalk 13.06.2009 | 01:37

Ich habe schon wieder das Oder-Auenwiesen-Muskelprotz-Syndrom. Wieviele Zeilen in Beitrag und Kommentaren sind ernst gemeint? Kann nicht glauben, dass es mehr als ein paar sind: Schirrmacher ruft nach Bildung fürs Jung-Prekariat, so wie Ackermann nach mehr Staat (und neuerdings mehr Moral)?!
„Wir arbeiten nicht nur mit Hochdruck daran, in vielen Schlüssel­bereichen unserer Branche Verhaltens­standards einzuführen, sondern setzen uns auch für das Vorbeugen künftiger Krisen ein." (Mr Deutsche Bank heute in Bejing)

Bildungswirt 14.06.2009 | 01:26

Tja, mein Lieber, so ist das oft in gesellschaftlichen Narrenspielen. Ich sagte es an einem anderen Ort: Sein als Design, vielleicht als Dampfplauderei.

Streifzug wollte dazu noch Erhellendes beisteuern.
Und kontrafaktisch will ich mit Habermas (der neuen Weltmacht) am Telos der kommunikativen Vernunft festhalten. In den Fest-Prominenz-Sehen-und-Gesehen-Veranstaltungen gibt's dazu immer wieder kräftigen Beifall.

Mit dem Fernseh-Projekt und dem Anspruch "Bildung für alle" - ja, das meine ich ernst, eben kein Schabernack, Dudelsack und keine Dampfplauderei.