Suche nach gemeinsamen Kandidaten ist machtpolitisches Kalkül.

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moin,

Angie hat kurz nach dem Rücktritt von Wullf erklärt, sie wolle einen neuen Kandidaten für das Amt finden, der auch von Rot-Grün getragen wird. Man muss sich fragen, warum...?

Einerseits könnte man glauben, nachdem zwei CDU-Männer (Köhler und Wulff) aus dem Amt zurückgetreten sind, dass sie sich nicht noch einen dritten dieser Art (Partei-Soldat) leisten kann. Sie hat jetzt wohl keine Lust und auch keinen Rückhalt mehr für "trial and error". Es würde bei der Bevölkerung und v.a. bei den Medien nicht gut ankommen. Eine breite Zustimmung, auch der Opposition, ist die beliebtere Lösung.

Ich glaube aber eher, dass die andauernde Diskussion um Wulff dem Amt des Bundespräsidenten nachhaltig geschadet hat. Daher ist es nur logisch, dass Merkel jetzt lieber jemanden aus der Opposition in einem Amt sehen will, das von nun an negativ behaftet ist. Die Nominierung eines gemeinsamen Kadidaten ist also die Abwälzung des negativen Images auf andere und damit nichts anderes als machtpolitisches Kalkül. Und die Opposition freut sich, dass sie auch mal was zu sagen hat. Hoffentlich fallen Linke und Piraten nicht darauf herein.

14:56 17.02.2012
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Geschrieben von

Matze

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