Theater in der Krise: „Es geht um Miete, Renten und Respekt“

Streitgespräch Inflation, Publikumsschwund und drohende Budgetkürzungen – die Theater stecken in der Krise. Sind Gagenerhöhungen da angebracht? Die Genossenschafterin Lisa Jopt und der Intendant Thorsten Weckherlin streiten sich
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 31/2022
Bleibt der Vorhang in vielen Theatern dauerhaft unten, wenn das Publikum weiter fehlt?
Bleibt der Vorhang in vielen Theatern dauerhaft unten, wenn das Publikum weiter fehlt?

Foto: Klaus Pichler/Plainpicture

Steigende Energiekosten, fehlende Zuschauer, unsichere Planung und absehbare Budget-Kürzungen: Den deutschen Theatern stehen schwere Zeiten bevor. Doch vor einigen Wochen einigten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf eine deutliche Erhöhung der Mindestgagen – richtig so, findet Lisa Jopt, Schauspielerin und Präsidentin der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA). Thorsten Weckherlin, Intendant des Landestheaters Tübingen und Co-Autor eines auf nachtkritik.de veröffentlichten „Brandbriefs Zukunft des Theaters“, befürchtet hingegen Personalabbau und Streichungen von Inszenierungen. Ein Streitgespräch mit zweien, die eigentlich dasselbe wollen: gutes Theater.

der Freitag: Frau Jopt, die Steigerung der Mindestgagen fü