Black Betty

Jenseits des Tellerrandes denkend, das eigene Sein spürend und lenkend, die Sinne mit meinem "Ich" verwebend, und dabei impulsiv lebend.
Black Betty
RE: „Krieg ist ein Stachel in unserem Bewusstein“ | 29.10.2017 | 12:22

Ein sehr bewegender Artikel, vielen Dank für die Veröffentlichung.

Khaled Hosseini ist mir als ausgezeichneter Schriftsteller bekannt, ich habe einige seiner Bücher gelesen. Am meisten bewegt hat mich sein Buch „Drachenläufer“, in dem er seine eigene Geschichte eingearbeitet hat. Es gibt uns einen tiefen Einblick in die Kultur und die politischen Geschehnisse Afghanistans. Ich werde die ergreifende Geschichte der beiden afghanischen Jungen, die aus vollkommen verschiedenen Elternhäusern stammen und trotzdem zu einer tief verbundenen Freundschaft zueinander gefunden haben, nie vergessen, ebensowenig, wie die bildhafte Beschreibung des Drachenlaufes, dem Stück afghanischer Kultur und die ergreifende Beschreibung der dramatischen Flucht vor den Thalibans und Kriegswirren in Afghanistan.

„Wenn ich nicht daran glaube oder darauf vertraue, dass unsere Arbeit etwas bewegen kann, würde das bedeuten, ein sehr zynisches Weltbild zu haben. Das ist für mich kein produktiver Ansatz, sein Leben zu führen... In einer derartigen Welt wäre das Spiel wirklich vorbei. So besteht zumindest die Hoffnung, dass jemand von diesen Geschichten angesprochen wird.“(Zitat Hosseini)

Für mich kann ich sagen, das Buch von Hosseini „Drachenläufer“ , als auch seine seine Worte anlässlich des Fotos des dreijährigen syrischen Flüchtlingsjungen, Aylan Kurdi, der 2015 auf seiner Flucht nach Europa im Flüchtlingsboot ertrank, haben mich sehr bewegt.

„Als ich das Foto sah, musste ich daran denken, wie viel unsichtbare Arbeit dazu gehört, ein Kind großzuziehen“, sagt Hosseini. „All die kleinen Sorgen, die heimlichen Ängste; dafür zu sorgen, dass Kinder haben, was sie brauchen; dafür zu sorgen, dass sie richtig essen, dass sie geimpft sind, dass ihnen ihre Sachen passen, dass sie sich nicht unwohl fühlen, dass sie gut schlafen, dass sie genug Vitamine kriegen. Und dann stelle ich mir vor, wie es ist, wenn man diesen Menschen – in den man all diese Liebe gesteckt hat und all diese Leidenschaft und all diese Arbeit – daliegen sieht, seinen Körper am Strand mit dem Gesicht nach unten …“(Zitat Hosseini)

Wie recht er hat. Die bedingungslose Liebe erleben wir am intensivsten in der Liebe zu unseren Kindern. Wie werden die Eltern von Aylan Kurdi es je verwinden können, dass ihr Kind, in bester Absicht, nach bestem Wissen und Gewissen, es zur rettenden Flucht nach Europa in ein Flüchtlingsboot zu setzen, auf diese furchbare Art in den Fluten des Meeres ertrunken ist? Hosseini drückt mit seinen Worten eine tiefe Empathie aus, die die traurige Tragweite des Geschehens in aller Form verdeutlicht. Aylan Kurdi ist ein Beispiel von tausenden trauriger Schicksale syrischer Flüchtlingskinder.

Ein eindruckvolles Lied des engagierten Musikers Heinz Rat ist für mich der Schlüssel zur Empathie, die meiner Ansicht nach dringend erforderlich ist, um sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren:

„...Und jeder hat, auch wenn er’s nicht zeigt, eine Menge verzweifelter Fragen.Denn in jedem Gesicht ist ein schönes Gesicht- nur manchmal verschüttet vom Leben. Jeder Satz, den man spricht, könnt ein Gedicht, eine Weisheit, ein Trostwort ergeben...“ (Heinz Ratz)

Heinz Ratz- Strom und Wasser- In jedem Gesicht

https://youtu.be/CyUwi7lQjjE

RE: Zweisam, dreisam, viersam | 13.09.2017 | 11:40

Was ist die Liebe?

"Einvernehmlichkeit, Transparenz und Langfristigkeit", das sind Worte, die ich mit Liebe verbinde. Ich würde den Begriff "tiefere Verbindung auf der Ebene der Spiritualität" dem Wort der Liebe noch hinzufügen. Gegen den Begriff "Liebe" sprechen Indikatoren wie Herrschaft, Machtausübung und von der Ratio geprägt. Auch die Fähigkeit des Loslassens gehört zur wahren Liebe. Ich verweise diesbezüglich auf ein gutes Buch: "der kaukasische Kreidekreis" von Brecht. Mütter und Väter, die einst mit schweren Herzen ihre geliebten Kinder ihre wohlverdiente Freiheit haben ziehen lassen, werden meine Worte verstehen. Unter dem Begriff der universellen Liebe verstehe ich auch den von Dorothee Sölle geprägten Begriff der "Compassion", die Mitleidenschaft. Liebe kann auch einfach bedeuten, die Schönheit des Lebens mit offenen Augen shene und erkennen. Die beste Umschreibung der partnerschaftlichen Liebe finde ich allerdings in einem Gedicht von Erich Fried:

"Was es ist"
https://youtu.be/wKlFZmCsHkE

RE: Wir brauchen Klarheit | 08.04.2017 | 22:19

Die Giftgasattacken waren der Aulöser für den neu entflammten Syrienkonflickt, der sich gerade zu einem gefährlichen Brandherd der großen Mächte (Russland gegen USA) entwickelt. Putin entsendet derzeit ein waffenhaltiges Machtpotential auf Meer in Richtung der amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten.
Seit dem Irakkrieg sind Giftgaswaffen verboten, zu recht. Giftgasangriffe sind eine der perfidesten, schlimmsten, menschen langsam zu Tode quälender Waffen. Die Frage ist, wie konnte Assad an diese Waffen überhaupt kommen? Wie konnte er im geheimen Kämmerlein diese Waffen überhaupt produzieren? Liegt Syrien derzeit nicht in Schutt und Asche? Liegt das Land derzeit wirtschaftlich nicht am Boden? Ein Land, das über die Jahre hin derart zerstört wurde, kann kein Geld übrig haben für eine produzierende Giftgasanlage. Syrien steht seit Jahren im Fokus der Weltöffentlichkeit. Wie kann es passieren, dass Assad, fern der Presse und Weltöffentlichkeit, Giftgaswaffen produziert?
Der Krieg in Syrien ist, so grausam es sich auch anhört, zu einem florierenden Wirtschaftszweig avanciert. Es ist genau dieser Wirtschaftszweig, der den Krieg am Leben erhält, und einige wenige kräftig verdienen lässt, indess ein Land, das auf eine lange Tradition und Kultur zurückblickt, und die dort lebenden Menschen gnadenlos zugrunde richtet.
Wie immer in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen profitiert der Waffenlobbyismus. Es sind die Waffenproduzenten wie Heckler&Koch und ein gewaltiger dahinter stehender Industriezweig der Industrieländer, auch die Stahlindustrie (ohne Stahl keine Waffen), die sich an diesem perfiden Kriegsspiel noch heute und in Echtzeit bereichern. Sie profitieren von dem Tod Millionen unschuldiger Menschen, und das seit Generationen!!!
Ob nun die Herren Putin, Trump und Assad in gefährlicher Form gegeneinander antreten oder nicht, es ändert nichts an diesem Faktum. Es wird Zeit, das endlich in der Weltöffentlichkeit, in der UNO und überall, die Richtigen an den Pranger gestellt werden:
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Die wirtschaftlichen Profiteure von kriegerischen Auseinandersetzungen
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Die im Dienste der Wirtschaft geführten Kriege und die seit den Zeiten des Kolonialismus betriebenen Ausbeutungen von Nationen der 3. Welt sind Alpha et Omega der großen Flüchtlingsbewegungen heute. Da gilt es hinzuschauen, da gilt es, den Finger hinzuzeigen da gilt es, endgültig einen Riegel vorschieben.
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Der Text- das Wort- der Widerstand
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Wer als Text weise spricht, nicht laut.
wer als Text nicht kränkend um sich haut,
wer als Text nur eine leise Stimme braucht,
Wer als Text nicht will im Fokus steh’n,
Wer als Text nur da, um die Worte klar zu seh’n,
Wer als Text gelobt, das Schweigen aufzugeben,
Wer als Text für Mut steht und für Leben,
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Wer als Text deutlich mit dem Finger weist,
auf Unrecht und Verflechtungen der Zeit,
wer als Text des Wortes sich nicht lässt verwehren,
wer als Text sich selber rät vor eigener Tür zu kehren.
wer als Text sensibel ist und mit den Sinnen lebt,
wer als Text aufrichtig zu seinem Worte steht,
der versteht das wahre Wort des Liebens
und vollzieht den Widerstand des Friedens.
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(BB)
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HERMANN HESSE –
Daß Gott in jedem von uns lebt
Rezitation: Roger Willemsen
https://youtu.be/eF9NiaCIlVs

RE: Eine Favela ist kein Zoo | 07.08.2016 | 14:10

Der „Armutstourismus“ ist eins der krassesten Vergehen und bitterster Satire des Wohlstandstourismus. Es ist eine Angebot von Reiseagenturen Marke „Abendteuer Wohlstandsunternehmen“ für die Bürger der Reichen, auf Kosten der Menschen, die in Armut und Abhängigkeit leben,
untergejocht durch die seit Jahrzehnte anhaltende Korruption der Politiker in Brasilien (eine Hand wäscht die andere),
eingekesselt in schießwütige Banden und Drogenkartelle,
dem dauerndem Druck der schießwütigen Polizei in Rio ausgesetzt.
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Einmal im Jahr sind sie in aller Welt gefragt und gern gesehen, die Cariocas, die Ur- Einwohner Rios, die in ihrer solidaren „Gemeinschaft der Armut“ leben und versuchen dem Leben das beste zu entringen, die unter Verzicht auf Konsum und Wohlstand mit einfachsten Mitteln die prächtigen Kostüme entstehen lassen und zur rhythmischen Musik des Samba- Salsas voller Freude tanzen lassen, zum Karneval in Rio. Nun werden sie zunehmends zu Opfern der Unternehmen „Wohlstandstourismus“.
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Menschen sind keine Streicheltiere im Zoo!!!
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Ich beglückwünsche Menschen wie Andre Constantine, die sich gegen das Wahsninns- Projekt des „Event- Olympia“ zur Wehr setzen, das die mutwilligen Vertreibung der Slumgebiet- Bewohner am Fuße des Christobals in anonyme Vorstadtreviers vorsieht. So werden Gemeinschaften kaputt gemacht!!! Einen alten Baum verpflanzt man nicht.
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Und so erhebe ich mit einem treffenden Musik- Video meine Stimme des Zorns gegen die unmenschliche Spitze der politisch Verantwortlichen.
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„They don’t care about us“- Micheal Jackson
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https://youtu.be/hlnx2NQPJmc

RE: Vereint euch! | 14.07.2016 | 23:23

Es ist Zeit sich zu vernetzen, gegen die vielen unsäglich schleichenden Einschränkungen in unserer Freiheit. Wir leben in einer Demokratie und sollten diese einfordern, wo wir können, egal ob jung, als, egal ob situiert oder Aussteiger, wir sitzen alle im gleichen Boot, im Boot, das sich vermeintlich Demokratie schimpft, sich aber tatsächlich aber sich zu einem Heer eines ausgebufften Spionagerings entwickelt.

Schreiben wir doch den Politikern, bis ihnen die Ohren wackeln. Ballern wir sie mit kritishen Fragen zu. Eine Flut an Emails, bis deren Server zusammenklappen, das wäre es jetzt!!!

Ich gehe mit gutem Beispiel voran und werde mich gleich bei Tabea Rößner, Grünen- Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Medien, Kreativwirtschaft und digitale Infrastruktur, in Erinnerung bringen.

http://tabea-roessner.de

Die CDU mit Maestro Schäuble und Miss Merkel sollten dringend mit einer Flut an Anfragen bedacht werden.

https://www.cdu.de/kontakt

Es gibt, so meine ich, die Pflicht dieser Parteistellen, zu antworten. Wir sollten sie so intensiv beschäftigen, dass sie gar keine Zeit mehr haben, so viel laufenden Unsinn zu verzapfen.

http://tabea-roessner.de/2015/03/16/beschluss-vorratsdatenspeicherung-ad-acta-legen-mdb-tabea-roessner-fordert-bessere-ausstattung-der-strafverfolgungsbehoerden/