Matthias Böhringer

Meine aktuelle Aktion: Bei www.openpetition.de, zu finden bei google mit Gedeihen statt Wachstum
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Matthias Böhringer
RE: Die Gretafrage | 03.09.2019 | 01:57

Weiter so Freitag, nicht beirren lassen von den Ewiggestrigen. Jawoll, man muss rigoroser handeln, weil Jahrzehnte für die Ideologie vom Wachstum und dem Neoliberalismus verpennt wurden. Der Club of Rome hatte vor 50 Jahren die Kurven vom Weltmodell veröffentlicht, die nun Realität werden. Alle ZAhlen sprechen gegen ein Weiterso. Es gibt auch andere die gutes zur Postwachstumsökonomie, Gemeinwohlökonomie und Transition aufgezeigt haben. Eine andere welt jenseits dieses Extraktivismus ist möglich. Und wenn es nun eine Greta ist, die vorne steht, meinetwegen. Man solle sich viel mehr über das messen jedes politischen Handelns mit dem Börsenbarometer aufregen. Für unser überdrehtes Dasein in der vom gemäßigten Klima verwöhnten und Umweltkatastrophen verschonten Blase Mitteleuropa geschehen zuviel anderswo schlechte Dinge, z.b. Sojaimporte aus ehemaligen Regenwaldböden oder Ausbeutung von Rohstoffen. Doch die Wüsten, Brände und Stürme kommen näher.

RE: Die Gretafrage | 03.09.2019 | 01:41

Wenn hier jemand um sich schlägt, dann ist es die Wirtschaft, die mit der Keule ausholt, sobald sie sich bedrängt fühlt. Da werden dann Think Tanks iwe die INSM angeworfen und es gibt exklusive Zutritte ins Kanzleramt die den Vorkämpfern für den notwendigen Systemwechsel und Umweltverbänden verwehrt bleiben.

RE: Sie hat uns verkohlt | 03.10.2017 | 00:41

Teils schon merkwürdig wer hier was postet. Sollen wir jetzt wirklich nochmal 4 Jahre Merkel mit der Fassade des "Ich kümmer mich" "Ich rufe mal da an" und der Praxis der marktkonformen Demokratie ertragen? 2005 dachte ich wirklich, da kommt frischer Wind von der CDU ("Klimakanzlerin"). Nichts davon ist geblieben, es ist sogar alles noch schlimmer geworden. Dabei trugen auch Leute wie Schäuble, Dobrindt und andere bei die immer mit der rigiden liberalen Kapitalismuspolitik regieren. Wenn die Grünen bei ihren Standpunkten bleiben und erkennen würden, dass "Fundi" die neue Realpolitik sein muss statt mit Daimler zu kungeln käme das Kartenhaus ins Wanken. Wenn dann die SPD zu echter Sozialpolitik findet statt CETA-Schulz oder G20-Scholz auf den Schild zu heben, man mit Der Linke für ein anderes Konzept für Deutschland steht braucht man bei einer Neuwahl auch die Afd nicht mehr zu fürchten. Vielleicht gelingt es dann auch noch mehr Herzen für die Flüchtlinge zu erwärmen, wenn die teuren Aufrüstungspläne zurückgenommen und für soziales verwendet werden, die vergangenen Interventionen und intriganten Handlungen westlicher "Freunde" im Nahen Osten aufgearbeitet werden.

RE: Kampf ums Geld | 01.07.2017 | 23:34

Der die ungerechte Beugung der Wachstumskurve des Prozentsatz mit steilem Anstieg für niedrige Einkommen und Abflachung in oberen Bereichen kann aber nicht weggeredet werden. Sie dient sogar Chefs als Argument dafür, dass eine Einkommenserhöhung sowieso nichts bringe, statt stetig zu helfen diese Kurve zu überwinden. Erst dann stimmt das Argument, dass man nicht zuviel Steuer bezahlt sondern zu wenig verdient. Richtig ist, dass die Mehrwertsteuer wieder gesenkt werden und die Beitragsbemessungsgrenze aufgehoben werden muss. Ich würde als diesen Artikel mit dem Artikel "Steuersenkungen sind links" auf der Nachbarseite des Wochenthemas vereinigen.

RE: Getroffene Hunde bellen | 21.02.2017 | 00:08

Dabei sind die kritischen Bauern längst selbst unter die Dichter gegangen: "Lasst die Konzerne in weiter Ferne - pflanzt Kleegras und Luzerne" stand z.b. an einem Traktor bei der diesjährigen Demo "Wir haben es satt" der bäuerlichen Landwirtschaft in Berlin.

RE: Im Zeichen der Abstiegsangst | 24.07.2016 | 11:18

Wenn in diesem Artikel Podemos, Corbyn und Syriza in den gleichen Populismustopf wie Trump geworfen werden muss Halt! Stopp! gesagt werden. Trump will die Waffen ziehen, verachtet die Demokratie und hat Victor Orban als Fan. Wenn von den Linken gesagt wird, das System ist am Ende, dann ist damit die von Sozialdemokraten und Konservativen betriebene hegemoniale Politik gemeint. In dieser Politik ist nur noch wenig Demokratie vorhanden, alles muss den Mechanismen des Marktes und der neoliberalen Ideologie folgen. Ist es nicht auch Populismusm wenn Merkel und Gabriel behaupten, TTIP bringe Wachstum und Wachstum bringe Wohlstand?

RE: Der Bande "Freunde Syriens" ihre Gaspipeline | 31.03.2016 | 01:08

Die 2. Pipeline wird ja auch erwähnt, die vom Iran aus verlaufen sollte und ein Wunsch Putins war. Russlands militärischer Einsatz gilt neben der Marinebasis sicher auch diesem Interesse.

Fokussiert sollte aber der Skandal der in dem Artikel vom US-Amerikaner Kennedy herausgearbeitet wie sich die CIA seit 1949 im nahen Osten "engagiert" und dort für Unfriede sorgt. Die Abschottung Syriens gegen die USA, die Zuwendung zu Russland und die misstrauische Regierung gegen das Volk mit Folter war eine Folge der zahlreichen angezettelten Putschen der CIA in Syrien, Irak und Iran. Dennoch war Syrien auf dem Weg zur Öffnung.

In dem verlinkten Schweizer Artikel vom Infosperber wird auch Karin Leukefeld erwähnt, die in ihrem Buch "Flächenbrand" von einem sich öffnenden Land Syrien berichtet. Proteste gab es wegen eines Assozierungsabkommens mit der EU das mit den üblichen "Reformen" für soziale Verwerfungen sorgte.

Die Sache mit der Pipeline, den Geldern von Katar, wie sich Gegner wie Saudi-Arabien für eine Sache verbünden und radikale Milizen aufbauen, die strategischen Papiere im US-Militär und der CIA und der militärische Einsatz aus Frankreich und den USA unter dem humanitären Deckmantel ist überragend und sollte nicht mit dem Hinweis auf Multikausalität abgeschwächt werden. Dieser Hintergrund gehört endlich in der Öffentlichkeit diskutiert.

RE: Ein gefährliches Projekt | 06.01.2016 | 22:26

Man kann es nicht verleugnen, dass man mit guten Argumenten, gut vorbereiteten Vorträgen vor erlesenem Publikum aus den eigenen Reihen, Briefen an die Regierung, Blogs und Kritik im Spätprogramm des TV-Kabaretts nicht so recht weit kommt. Man könnte auch einen Ochsen ins Horn pfetzen.

Von daher finde ich Populismus angebracht, wenn er einen sachliches Fundament hat. Die Rechte mag den Begriff "Lügenpresse" vereinnahmt haben. Doch die Lügenpresse gibt es und sie lügt auch linke Argumente weg. Wenn etwa nach der größten Demonstration seit langem 250.000 Menschen gegen TTIP demonstrieren und der Stuttgarter Zeitung dies nur ein schmieriger Kommentar mit falschen Fakten zu Schiedsgerichten von sich gut, und fragt warum nicht endlich der Frau Malmström folgen, dann ist das Lügenpresse. Wenn aus den Erfahrungen, wie Bauvorhaben durch die Instanzen und Bürgerparlamente mit entsprechenden Gutachten geboxt werden nichts gelernt hat und die Presse Äußerungen von CDU und SPD wiedergibt, noch nichts sei entschieden, dann ist das verleugnend.

RE: Die große Schuld | 16.08.2015 | 23:35

Dieser Artikel ergänzt gut das Kapitel "Der Sog nach unten: Die neue Arbeitswelt" von Thilo Bodes Buch "TTIP - Die Freihandelslüge". Darin wird beschrieben, wie die sogenannten Traditionen und unterschiedlichen Wertevorstellungen den deutschen Unternehmen zu Pass kommen. Die deutsche Bundesvereinigung für Logistik (BVL) wie auch die deutsche staatliche Germany Trade& Invest werben mit den Standortfaktoren im Südosten der USA. Da werden auch die geringen Lohnkosten und der niedrige gewerkschaftliche Organisationsgrad als Vorteile genannt. Die rechte und arbeitnehmerfeindliche Gesinnung in den USA haben insbesondere im Südosten der USA niedrige Löhne und Right-to-work-Gesetze etabliert. Diese zynischen "Recht auf Arbeit"-Gesetze haben zum Ziel, die Gewerkschaften auszuhungern und das Streikrecht zu erschweren. Auch die Daimler AG nutzt diese Tradition im Südosten aktiv schamlos aus und hat so in Tuscaloosa/Alabama das weltweit einzige Werk ohne Betriebsrat. Sind die Arbeitnehmerrechte nach US-Bundesrecht ohnehin schon minimalistisch (USA haben nur 2 von 8 ILO-Normen anerkannt), werden sie in den ehemaligen Sklavenstaaten des Südens möglichst ganz abgebaut.

siehe auch

http://www.taz.de/!5017167/

http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Recht-Zoll/Wirtschafts-und-steuerrecht/suche,t=arbeitsrecht-und-sozialversicherung-in-usa,did=919518.html

RE: Und wieder mal die Welt verbessert | 16.06.2015 | 10:31

Die G7 haben überhaupt nicht geliefert. Das Greenpeace sich mit einer Absichtserklärung für die Kohleausstiegs zum Ende des Jahrhunderts hat abspeisen lassen ist ein Skandal. Die Medien haben dann natürlich berichtet "DIE" Umweltverbände loben die Kanzlerin und die G7, dabei war es ein einzelner Vertreter der unabgestimmt in die Kamera sprach. Tags drauf wurde diese Meldung dann auch weniger hoch gehandelt. Hätten die G7 geliefert, hätten sie sich endlich von dem dabbichen Wachstumsdogma verabschiedet. Es gibt kein nachhaltiges Wachstum. Wachstum bedingt immer Ressourcenverbrauch, diese new green Economy ist eine Mär. Wir brauchen die Abwendung von Gier und Profitgeilheit. Die Ausbeutung bis zum letzten Topfen geht doch immer weiter und die G7 schreitet nicht ein: 3. Startbahn für Flughafen München, Elbvertiefung, 2. Atlantik-Pazifik Kanal durch Nicaragua, Ölsande in Kanada, Fracking in den USA, Goldabbau in Rumänien, Landgrabbing , Monopole auf Saatgut, Gentechnik, Massentierhaltung, ......