Bombe 20

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RE: "Was ist männlicher als ein Bart?" | 25.10.2013 | 14:26

Wer sich davor drückt, ist nicht männlich genug, um das hinzubekommen.

Immer wieder wunderbar, wenn Menschen meinen, ihre persönlichen Vorstellungen von Männlichkeit normativ als Standard definieren zu müssen. Diese "Argumentation" kann man genausogut für das Sterben als Zwangsverpflichteter im Krieg oder das Ertrinken bei einem Schiffsuntergang anbringen.

Der Mann kann doch überhaupt nicht wissen, warum die Betroffenen Probleme mit dieser Untersuchung haben. Und selbst, wenn er Recht hätte: Wer kein "echter Mann" ist, verdient es also seiner Meinung nach, an Krebs zu sterben?

SFR,

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RE: Gründerin der Frauenhausbewegung schreibt erschütternde Biographie | 14.07.2011 | 15:23

Es ist wirklich erschreckend, daß eine solche ideologische Blindheit sich über 30 Jahre erhalten kann. Aber es sagt vielleicht auch etwas über die grundlegenden Reflexe des Menschen aus: Einer Frau in Not muß geholfen werden, ein Mann, der sich nicht selbst helfen kann, ist dagegen lächerlich bis abstoßend. Ich hatte gehofft, nach Jahrhunderten von Aufklärung und Humanismus sei die Menschheit ein wenig weiter.

Erstaunlich ist aber vor allem, daß solche Vorstellungen ausgerechnet von einer Bewegung perpetuiert werden, die sich die Auflösung von Rollenbildern auf die Fahnen geschrieben hat. Man könnte -bedenkt man ihren Namen- fast auf die Idee kommen, damit seien nur diejenigen Bilder gemeint, die Männern nützen und Frauen behindern, nicht aber umgekehrt.

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