Ort der Angst und der Korruption

SCHULE Alltäglich praktizierter Sozialdarwinismus und die allmählich erworbene Ästhetik einer beliebig wechselnden Mimikry als Überlebensstrategie
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Welchen Wert und Einfluß die Schule hat, läßt sich am besten zeigen, wenn man die Sozialpathologie der heute jungen Erwachsenen untersucht. Angst spielt dabei eine herausragende Rolle. Sie ist in alle Lebensbereiche eingedrungen und hat die gerichtete Furcht verdrängt. Nun könnte man argumentieren, daß nicht das System der Bildung respektive Unbildung daran schuld ist, sondern die allesamt strukturell gewordenen Bedrohungen.

Einerseits versäumen es die mehr oder minder Dreißigjährigen nicht, das Lob der republikanisch-demokratischen Freiheit zu singen. Sie sind froh, nicht Kinder der Sahel-Zone zu sein oder gar Nachfahren noch dunklerer Zonen (denk' ich an Dunkelland und so weiter). Andererseits gilt ihnen schon das Schwarzfahren als zu gewagtes