M.Braun

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RE: Big Data: die Determinierung des Individuums? | 24.12.2014 | 11:23

Wir alle tun jeden Tag dasselbe.

Eben. Trotz oder wegen der Selbstbestimmung?

Also immer dran denken: unberechenbar bleiben!

Wieso bleiben?

RE: Big Data: die Determinierung des Individuums? | 24.12.2014 | 11:20

Selbstbestimmung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Doch beginnt jetzt wirklich das Zeitalter der Maschinen, werden wir wirklich vorausberechenbar durch fremde Computer?

Selbstbestimmung scheint selbst die Voraussetzung dieser Berechenbarkeit zu sein.

Da sie fremdgemacht ist, ist sie auch durch fremde Computer berechenbar. Worüber sich also wundern, wenn der Hersteller sich über den Fortschritt seines Produkts auf dem laufenden halten will?

RE: PEGIDA - Löschen durch Ignorieren | 23.12.2014 | 16:51

Feine Strategie. Wirklich. Hält eine Weile.

Sich die Augen so lange zuhalten, bis es verschwindet.

Wer sich durch den Blick des anderen definiert, wir sich davon sogar irritieren lassen. Leider zeiget gerade die deutsche Geschichte ab Weimar, dass unter der Decke des Schweigens die Dinge um so heißer kochen und sich in diesem Kleinklima sogar noch vermehren, um irgednwann mit Macht virulent zu werden.

Und wieder mal hat es dann keiner kommen sehen können.....

RE: Warum wir Pegidas Schweigen zuhören sollten | 23.12.2014 | 13:46

Der Text sagt viel und erklärt nichts.

Thermodynamik:

Spontan ablaufende Prozesse sind irreversibel und bewirken Entropiezunahme. "Beispiele sind die Vermischung von zwei unterschiedlichen Gasen und der Wärmefluss von einem heißen zu einem kalten Körper ohne Gewinnung von Arbeit. Die Wiederherstellung des (oft „geordneter“ genannten) Anfangszustandes erfordert dann den Einsatz von Energie oder Information" (Hochkomma - Zitat Wikipedia) - wobei ein solcher Maxwellscher Dämon selbst Energie verbraucht und damit die Entropie beschleunigt, obgleich er scheinbar zu ordnen versucht.

Das gilt für geschlossene Systeme.

Sind wir ein geschlossenes System?

Falls ja, ist jeder Widerstand zwecklos.

RE: Was will der Imam? | 23.12.2014 | 01:02

Sie verwechseln Unterscheidung mit Diskriminierung.

Aus religiöser Sicht (egal welcher) ist gläubig - ungläubig eine normale Unterscheidung wie unter Hautfarben schwarz - weiß.

Die Bewertung als wert - unwert nehmen allein SIE hier vor. Damit begeben Sie sich jedoch auf die Argumentationsebene der Islamisten.

Dem "gewöhnlichen" Religiösen ist klar, dass er die Bestrafung und deren Kriterien endzeitlich seinem Gott überlässt und er nicht beauftragt ist, das vorwegzunehmen.

RE: Der leise König des Tangos | 22.12.2014 | 23:23

Ich glaube aber manchmal- auch wenn das sicher viele anders sehen- das wirklich schöne, das wirklich interessante aus den nicht anglophonen, francophonen oder italophonen Ländern soll und will man hier nicht würdigen, man könnte ja eine Alternative zum amerikanischen, britischen, französischen oder italienischen Kulturhegemonialismus finden.

"Man sollte mal ...."

... versuchen, solche Perlenhier zu nennen, in Erinnerung zu bringen. Mir fallen da insbesondere Menschen wie Jacques Brel oder Geroge Brassens ein, Edith Piaf. In Deutschland gab es Hannes Wader oder vor allem Franz-Josef-Degenhardt http://youtu.be/nDQJ7B47Iqo, http://youtu.be/nDQJ7B47Iqo) , die noch echtwaren.

RE: Der leise König des Tangos | 22.12.2014 | 22:43

@ThomasFix

Mir war Horacio Ferrer zuvor kein Begriff - Sie haben das zusammen mit youtube geändert. Danke!

http://youtu.be/eUMFKHX8rpc

http://youtu.be/qHAJTa6axIE

RE: Telegramm 21.12. | 22.12.2014 | 15:07

Dei Gruppe würde sich ddie "Bertinisten" nennen.

RE: Telegramm 21.12. | 22.12.2014 | 15:06

Ein Gedankenexperiment:

Nehmen wir mal an, ich wäre von Ihren Ausführungen überzeugt, sogar restlos begeistert - davon und von den Koranzitaten, die ich andernorts von Ihnen gesehen habe (die diesselben sein dürften, mit denen sich Islamisten zu rechtfertigen pflegen).

Nehmen wir weiter an, ich lege Ihre Ausführungen so aus, dass sie den Auftrag bedeuten, jeden, der religiös oder zumindest Muslim ist, notfalls mit Gewalt zu bekämpfen. Und ich überzeuge davon auch andere und organisiere eine Gruppe, die ebenfalls von diesem "Gedanken" durchdrungen ist.

Nehmen wir weiter an - und jetzt wird die Suppe ganz heiß - wir verüben Anschläge in IHREM Namen und berufen uns auf die Auslegung dessen, was Sie hier posten.

Wer wird an Ihre Unschuld glauben? Wo es doch jeder selektiv überprüfen kann?

RE: Telegramm 21.12. | 22.12.2014 | 14:50

Sie bringen das Dilemma, dass die Fanatiker auf beiden Seiten (Islamisten und Islamophobe) umtreibt damit auf den Punkt:

Die „Entzauberung der Welt" hat nicht etwa eine schiefe Bahn genommen. Hat die Aufklärung ihre eigene Grenze nicht erreicht? Müssen wir nicht nun die Aufklärung aufklären? Im Wesen der Religion liegt nicht die Toleranz, da jede Religion den Anspruch auf die absolute Wahrheit erhebt und hier bilden weder der Islam noch das Christentum eine Ausnahme

Es sei ergänzt, dass die jeweils Machthungrigen sowohl Bibel als auch Koran schon immer gerne in deren Sinn „ausgelegt“ haben und zur Sicherung und Ausbau der eigenen Macht verwendet haben – hüben wie drüben. Wenn Religion „fehlt“, dann muss eben eine andere Weltanschauung gebastelt werden, die die Ersatzreligion gibt („Ariertum“). So einfach ist das – die Abschaffung der Religionen, wie manche das im Überschwang fordern, wird am Bedürfnis der Legitimation von Herrschaft nichts ändern und sich diese notfalls neu „stricken“.

Das andere, was Sie hier zeigen:

Auf der einen Seite zeigen die Länder, die sich auf Aufklärung berufen, zunehmend autokratische Züge und das Versagen der eigenen wirtschaftlichen Mechanismen, auf der anderen Seite finden Machtgierigealler Art in den „Rohstoffländern“ ihre Rechtfertigungin etwas, das Islam genannt wird. Sinnsuche in der leeren Aufklärung treibt zum allgemeinen Entsetzen auch junge Europäer dorthin, wo scheinbar Sinn geboten wird.

Wenn es denn eine Lösung geben soll, dann besteht die nicht in Schuldzuweisungen (beide sind Seiten derselben Medaille) sondern letztlich in nichts Geringerem als einer Sinnfrage, vor die „der Westen“ gestellt ist. Und leider keine Ahnung hat, womit die beantwortet werden soll.