Jan Bühlbecker

Jan Bühlbecker. Slam Poet, Jungsozialist & Sozialdemokrat. Liebt Queer-Feminismus, Fußball, das Existenzrecht Israels & Hashtags.
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Jan Bühlbecker
RE: #Aufstehen ist keine einigende Bewegung | 07.09.2018 | 08:42

Ich habe an keiner Stelle behauptet, dass es Verrat von Herrn Lafontaine war. Und ich sage ausdrücklich auch nicht, dass dies ursächlich für mein Fernbleiben ist. Ich bin im übrigen auch nicht für das Reformieren des Kapitalismus - Das geht nicht. Ich kämpfe für einen demokratischen Sozialismus.

RE: #Aufstehen ist keine einigende Bewegung | 07.09.2018 | 08:40

Kurze Randbemerkung: Wie kommen Sie darauf, dass ich Olaf Scholz so oder so einschätze? Und: Mit verkürzten Zitaten eine Haltung belegen zu wollen ist, wenn man den eigentlichen Rahmen des Textes bewusst weglässt, ziemlich unschicklich.

Lassen Sie mich das kurz erklären: Der Gründungsaufruf der Sammlungsbewegung umfasst eine klare Außenpolitische Positionierung, ich habe sie im Text ausführlich dargestellt. Und diese teile ich nun einmal gar nicht. Und da ich aber davob überzeugt bin, dass in Zeiten einer zunehmenden globalen Vernetzung und Verflechtung diese Ausrichtung entscheidend ist, ob es gelingt, Gutes zu bewirken, ist dies für mich ein wesentliches Kriterium in der Abwägung, ob ich mich beteilige oder nicht. Ich habe mich aus diesem Grund dagegen entschieden. Ich will nur Teil einer internationalistisch-orientierten Bewegung sein.

RE: #Aufstehen ist keine einigende Bewegung | 06.09.2018 | 11:38

Sorry, aber ich finde, dass ein vernünftiges Verhältnis zum Existenzrecht Israels beispielsweise kein Detail, sondern grundlegend ist. Aber jede*r hat andere Prioritäten.

RE: Die unbegrenzte Macht der Diplomatie | 19.03.2018 | 10:44

Ich verstehe die sozialpolitische Kritik an Heiko Maas und teile durchaus wie oben beschrieben einige Punkte. Auch sind wir uns einig, dass das NetzDG dahingehend nicht weitreichend ist, dass der Rechtsstaat die juristische Kontrolle auch über soziale Netzwerke haben muss und diese eben nicht weiterhin an Facebook und Twitter outsourccen darf.

RE: Die unbegrenzte Macht der Diplomatie | 19.03.2018 | 10:40

Ich halte den Triathlet-Vergleich dahingehend für albern als dass ich im Text ja auch auf die "Qualifikation Saarländer" eingegangen bin. Natürlich kann eine Prägung helfen, aber es kommt darauf an, dass man diese entsprechend und progressiv reflektiert. Ich habe ausgeführt, in wiefern Heiko Maas das tut. Und, Anmerkung: Seine jüngtse Re-Annährung an Polen beispielsweise finde ich gut.

RE: Für die vielen, nicht die wenigen | 07.02.2018 | 07:32

Aber genau das habe ich schon in einigen anderen Artikeln in diesem Medium geschrieben und auch schon in verschiedenen Reden gesagt. Klares ja: Die SPD muss sich von Harz IV lossagen und die übrige Agendapolitik endlich selbstkritisch aufarbeiten - Aber konstruktiv. Ich bin für eine weitreichende inhaltliche Erneuerung, für einen echten linken Aufbruch und ich finde, das habe ich hier auch deutlich gemacht.

RE: Wo soll ich anfangen? | 10.02.2016 | 11:49

@Dersu Usala Soweit gebe ich Ihnen Recht. Nur Beim Aufhänger meint Feld zwei in der Diskussion eine differenzierende, argumentative Position einzunehmen. Und eigentlich braucht es halt genau das.

RE: Wo soll ich anfangen? | 10.02.2016 | 11:43

@Wolfgang Peters341 Hoppla, Herr Peters, Sie brauchen doch nicht gleich (zu versuchen) persönlich zu werden, wenn Sie fürchten, dass Ihnen die sachlichen Argumente ausgehen. Leider habe ich weder Zeit noch Lust die Drittel zwei und drei Ihrer Antwort zu lesen, weil auf diese genau das im ersten Satz angesprochene zutrifft, bitte das aber sehr freundlich zu entschuldigen. Eine Anmerkung sei erlaubt: Poetry Slam ist in der Tat ein Kunstformat, mehr dazu lesen Sie beispielsweise bei Wikipedia. Und wenn Sie mal bei einer Veranstaltung vorbei schauen wollen, gerne, wenn ich gerade da bin setzte ich Sie auf die Gästeliste!

Zum ersten Drittel Ihres Kommentars: Stimmt, ich habe mit keinem UN-Diplomaten über diese Idee gesprochen, dafür habe ich recherchiert und den Text, bevor ich ihn hier veröffentlicht habe, mit einer Bundestagsabgeordneten besprochen. Die MdBs haben immerhin über die deutsche Beteiligung am Militäreinsatz in bzw. über Syrien abgestimmt – Reicht das um Ihren Ansprüchen an einen Diskussionspartner zu genügen? Und, ja, ich habe auch recherchiert, sogar ein bisschen differenzierter als Sie, wenn ich mir diese Spitze erlauben darf. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ein Militäreinsatz am Boden, das haben andere Blauhelm-Missionen ja gezeigt, große Risiken mit sich bringt. Darum schlage ich ihn ja auch nicht per se vor. Ich glaube aber – und, mit Verlaub, das unterscheidet uns beide dann doch – dass eine realistische Betrachtung (und eine solche pflege ich) einen manchmal an der Einschätzung, dass es Militäreinsätze braucht nicht vorbei kommen lässt. Zu glauben, wir könnten den „IS“ besiegen, ohne das Militär einzusetzen (was nicht heißt, dass Diplomatie nicht das entscheidende Element bleibt, auch das habe ich ja im Text geschrieben), hat mit der Realität offenbar abgeschlossen. Trotzdem hätte es auch von mir übrigens kein sofortiges „ja“ zu den Luftangriffen gegeben.

Übrigens gibt es auch Beispiele dafür, wie internationale Blauhelm-Missionen oder Bodeneinsätze einzelner Länder erheblich zur Stabilisierung und Sicherung von Regionen beigetragen haben. Es kommt also immer auf den Einzelfall an.

Wir alle wollen eine Welt ohne Waffen. Und jeder Schritt in diese Richtung ist ein guter. Dazu aber ein unangenehmer Gedanke aus der Dankesrede eines Friedensnobelpreisträger: „Manchmal braucht es leider Krieg, damit es keinen Krieg mehr gibt.“ (Barack Obama)

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

RE: Wo soll ich anfangen? | 08.02.2016 | 15:56

@Wolfgang Peters341: Ersteinmal danke ich für Ihren Kommentar. Aber Sie zitieren mich unvollständig. Ich habe das, worauf Sie eingehen, zuvor auch geschrieben: Ich glaube, dass der Einsatz gegen den IS überhastet zu Stande gekommen ist, dass es uns an einer klaren Strategie fehlt (wer sind unsere Partner, was ist unser Ziel, wie kann das gelingen?) und dass man unter diesen Voraussetzungen eigentlich keinen Krieg führen sollte. Ich habe aber auch geschrieben, dass ich nicht glaube, dass der Krieg gegen den IS nur diplomatisch (auch wenn der Einsatz des Bundesaußenministers extrem hilfreich ist) zu gewinnen ist und wir deswegen einen Militäreinsatz brauchen. Hier muss man also abwägen: Sollte man abwägen und den IS solange gewähren lassen oder sollte man bereits jetzt beginnen, die Stellungen des IS anzugreifen, um das Unheil zu beenden? Ich glaube, dass wir da die richtige Entscheidung getroffen haben. Letztendlich aber - und auch das glaube ich - könnten Bodentruppen stabilisierend für die Region wirken, natürlich ausdrücklich nur, wenn wir unsere Strategie verfestigt haben (diese Darstellung ist jetzt abgekürzt). In diesem Zusammenhang habe ich die pauschale Begründung des "nein" zu Bodentruppen zitiert - Mehr nicht. Und um auf Ihre Frage zu antworten, wer dann als Bodentruppe eingesetzt werden würde: Eine vom UN Sicherheitsrat legitimierte und den jeweiligen nationalen Parlamenten eingesetzte Blau-Helm-Truppe, also gegebenenfalls auch deutsche Bundeswehrsoldaten. Für genau solche Situationen hätten wir die Bundeswehr schließelich. Das hat auch nichts mit "aufhetzen" zu tun. Aber, bevor Sie mich wieder falsch verstehen: Das geht nut, wenn unsere Stretegie, unsere Partner klarer sind und wäre selbst dann keine leichte Entscheidung. Jedoch eine dann strategisch erwägenswerte. Verstehen Sie so besser, was ich meine? MfG Jan Bühlbecker