MACHT DIE SCHULEN ZU!

Schulschließungen Corona und Schulen. Zu Panik ist kein Anlass - wohl aber zu konsequenten, logischen und vernünftigen Maßnahmen!
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MACHT DIE SCHULEN ZU!

Corona überflutet die Welt und unser Land. Zu Panik ist kein Anlass - wohl aber zu konsequenten, logischen und vernünftigen Maßnahmen! Corona-Leugner und Verharmloser nähren sich und ihre Mitläufer von Fehlern und logischen Brüchen bei der Bekämpfung von Corona. Macht die Schulen zu!

Offensichtlich sollen die Schulen aber um jeden Preis geöffnet bleiben.
Zitat eines Lehrers: "Immerhin: Die Bayern sprechen aus, dass sie das Leben von Schülern, Lehrern und deren Angehörigen nur gefährden, damit die Wirtschaft läuft. Hier in NRW wird vom Recht auf Bildung für alle gefaselt - von Leuten, die keinen Cent in Bildung investieren wollten."

Aus Essen heißt es am 16.11.2020: "Die Schüler fordern mehr Busse, geteilte Klassen und den wöchentlichen Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht. Aktuell sei es nicht möglich, genug Abstand in den Räumen zu halten."

Eine weitere Lehrerin, die Oberstudienrätin Regina Schleheck aus Leverkusen lässt sich mit diesen Worten zitieren: "In zwei Wochen, rechtzeitig zum Wintereinbruch, wird ein Teil der Schulfenster, die wir bisher nicht öffnen konnten, repariert sein. Die SchülerInnen, jetzt bereits dicht an dicht in dicke Wolldecken gehüllt, müssen laut Anweisung dann noch enger kuscheln, um Kopfverletzungen durch die in den Raum ragenden Metallkanten der schweren Flügel, die bei Wind hin und her geworfen werden, zu minimieren. ... Von Zeit zu Zeit springen einzelne SchülerInnen auf und pressen ihre Körper in geduckter Haltung an die Lamellen, um kurz anzutauen."

Ein RKI-Vertreter berichtet am 16.10.2020, dass sich ab dem Alter von etwa 13 Jahren das Risiko einer Infektion zwischen Kindern und Erwachsenen angleiche. „Das Risiko, dass es zu Ausbrüchen kommt, steigt mit dem Alter.“

Schulen und Kindergärten gelten zwar nicht als Treiber der Corona-Pandemie. Aber ein Blick über die wichtigsten internationalen Studien zeigt: Noch sind nicht alle Zweifel ausgeräumt und es gibt noch immer Wissenslücken.
Es mehren sich Berichte über zwingend gewordene einzelne Schulschließungen, Klassen werde in Quarantäne geschickt, etc. Tendenz: steigend.

Politiker und oberste Entscheidungsträger hätten in den Sommermonaten genügend Zeit gehabt, in sich logische und vernünftige Planungen und Konzepte zu entwickeln und auch um konkrete Einbaumaßnahmen und Installationen in den Einrichtungen vorzunehmen. Doch das ist in zu vielen Fällen nicht oder nur unzureichend geschehen!
Es ist daher aufzufordern dies umgehend nachzuholen, unter Einbeziehung geeigneter Fachleute und Praktiker*innen vor Ort!
Das Wohl der Kinder hat hier im Vordergrund zu stehen, ohne dabei aber die Gesundheit und das Leben von Lehrkräften, Betreuer*innen und den Angehörigen der Kinder völlig aus den Augen zu verlieren!
Ebenso ist davor zu warnen, ausschließlich wirtschaftliche und finanzielle Aspekte in den Blick zu nehmen. Gemeint sind hier die Qualifizierung und die Zukunftschancen der Kinder und die Aufrechterhaltung der Berufstätigkeit der Eltern. Ohne Zweifel sind dies besonders wichtige Aspekte! Sie dürfen aber keinen Absolutheitsanspruch haben, unter die sich alles andere völlig und bedingungslos unterzuordnen hat.

Es gibt Petitionen die hierfür eintreten. Im Vergleich zu marktschreierischen Leugner-Petitionen führen sie leider ein Schattendasein.
Als Beispiel sei hier etwa "Pädagog*innen für Masken / MNS und sinnvolle Maßnahmen!" genannt.

PETITION Pädagog*innen für Masken / MNS und sinnvolle Maßnahmen!

Es ist vielleicht nicht nötig alle Schulen aller Altersgruppen sofort zu schließen.
Grundsätzlich darf dies aber auf keinen Fall ein Tabuthema bleiben, zumal für die Altersgruppen ab 13 Jahren! Und: Eile ist geboten!

Burkhard Tomm-Bub, M. A.
- Staatlich anerkannter Erzieher -
- Diplom-Sozialarbeiter (FH) -
- Magister Artium der Erziehungswissenschaft -

18:30 20.11.2020
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