Hetze in der AFD: Prozess gegen Holger Arppe

AFD Hamburg AFD MV Eine Woche vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg kommen nicht nur für die Hamburger AFD ungünstige Nachrichten.
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Gegen den ehemaligen AFD-Landesvorsitzenden des Nordnachbarn Mecklenburg-Vorpommern kommt es am 26.03.15 zum Prozessauftakt wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
Holger Arppe, Nochmitglied der Rostocker Bürgerschaft und Inhaber der Rostocker „Galerie Arppe“, soll im Internet gegen Muslime und Politiker gehetzt haben.

https://dieschweriner.de/diepolitik/verdacht-der-volksverhetzung-prozess-gegen-arppe-am-26-maerz

https://www.freitag.de/autoren/c-reuters/holger-arppe-volksverhetzung

AFD Hamburg: Demokratiedefizite, Unsozial, Neoliberal, Immigrantenfeindlich

Die Hamburger AFD kam zuletzt auch nicht aus den Schlagzeilen. Von ehemaligen Mitstreitern werden „Demokratiedefizite“ bescheinigt.

http://www.n-tv.de/ticker/Markus-Wegner-verlaesst-AfD-article14442616.html

Mangels echter Interessenten werden auch schon mal Parteimitglieder als interessierte Bürger ausgegeben.

http://meedia.de/2015/02/04/aua-afd-wie-die-protestpartei-vergeblich-versuchte-den-ndr-auszutricksen/

Rechte Ängste vor Zuwanderung werden selbstverständlich auch geschürt. Verschlungen sagt der Hamburger Wortführer Jörn Kruse: „Ich will nicht mit dem Satz zitiert werden, in Deutschland sind die Ausländer für die Kriminalität zuständig". Aha.

https://afdwatchafd.wordpress.com/tag/jorn-kruse/

Eine „Alternative“ bietet die Hamburger AFD ohnehin nicht. Jörn Kruse ist durch und durch FDP-neoliberal und CSU-immigrantenfeindlich. Zudem war und ist er ein großer Verfechter der von SPD und GRÜNEN eingeführten HARTZ IV- und Agenda 2010-Gesetze. Er gehörte 2003 zu den Unterzeichnern eines Aufrufs der Wirtschaftselite zur zügigen Einführung der neoliberalen und unsozialen Agenda.

http://www.iza.org/de/webcontent/news/archive/aufruf_zur_agenda_2010.pdf

Anders als in einigen Ost-Bundesländern, wo Skandale wie der von Holger Arppe fast alltäglich sind, versucht die „West-AFD“ bisher weitgehend erfolgreich sich als rechtsliberale Kraft zu verkaufen. Allein das sollte eigentlich für einen politischen Abwärtstrend reichen. Hinzu kommen allerdings im Osten wie im Westen nicht wenige Demokratie-, Ausländer- und Muslimfeinde innerhalb der Partei.

13:57 06.02.2015
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