Holger Arppe – Volksverhetzung?

AFD Gegen Holger Arppe, AfD-Vorstandsvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern und Inhaber der Rostocker „Galerie Arppe“ wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt.
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Update 24.05.14

Zusammenfassung über die rechten Tendenzen der Rostocker AFD:

https://www.freitag.de/autoren/c-reuters/afd-holger-arppe-und-der-rechte-rand

Update 18.02.14:

"Bei pi-news.net sind sämtliche Einträge von "antaios_rostock" gelöscht worden. Ob durch Aufforderung Arppes ist unbekannt. Die Orginal-Einträge sind momentan z.B. bei Google noch im Cache-Modus lesbar (Pfeil hinter der angezeigten Mail-Adresse klicken und "Im Cache" wählen)."

Betrachtungen zur medialen Aufmerksamkeit und zur Reaktion Arppes auf Rassismus-Vorwürfe

Holger Arppe, AfD-Vorstandsvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern und Inhaber der Rostocker „Galerie Arppe“ wird seit gestern, zunächst nur von lokalen Medien mit dem Vorwurf rassistischer moslemfeindlicher Hetze im Internet konfrontiert. Der User „antaios_rostock“, der unter Angabe der E-Mail-Adresse Holger Arppes um Kontakt wirbt, fordert auf pi-news.net u.a. „die Kameltreiber aus[zu]trocknen…“.

Ostsee-Zeitung (OZ):

http://links-lang.de/presse/14377.php

http://links-lang.de/presse/14384.php

Focus-Online:

http://www.focus.de/regional/mecklenburg-vorpommern/parteien-afd-landessprecher-weist-verdacht-islamfeindlicher-hetze-zurueck_id_3611944.html

Im ersten Artikel der Ostsee-Zeitung wird sich auf den am 06.02.14 hier geposteten Artikel bezogen: http://www.freitag.de/autoren/c-reuters/quarantaene-insel-fuer-moslems

Reaktion Arppes

Im Artikel der OZ vom 13.02.14 verweigert Arppe noch die Auskunft, ob die E-Mail-Adresse holger_arppe@web.de seine Adresse sei. Da sich zweifelsfrei belegen lässt, dass die Adresse seiner „Galerie Arppe“ in der Rostocker Innenstadt zuzuschreiben ist ( http://www.whoismind.com/email/holger_arppe@web.de.html ), rudert er im OZ-Artikel vom 14.02.14 zurück, und erklärt die Angabe seiner E-Mail-Adresse nun für "nicht erklärbar".

Im ersten OZ-Artikel gibt er zu Protokoll, das ihm "an einem offenen und fairen Dialog zwischen den Religionen" gelegen sei. Er versichert, dass [ihm] ein Denken, wie es in den inkriminierten Kommentaren zum Ausdruck kommt, völlig fremd“ sei.

Das dem offensichtlich nicht so ist, schreibt er 2010 ganz offen unter Angabe seines Namens in einem Leserbrief an die FAZ. Nachdem er, nach den aktuellen Erkenntnissen in ihrer Glaubwürdigkeit mindestens in Zweifel zu ziehende Vorwürfe an den Rostocker Imam richtet, verweigert er sich „der Behauptung, dass der Islam ein Teil unserer deutschen Kultur sei und irgend etwas mit den Werten unserer Nation und Europas zu tun habe. Als Christ [ist er] entsetzt darüber, dass der Bundespräsident [seine] Religion und das Judentum mit dem Islam auf eine Stufe stellt.“

http://www.pi-news.net/wp/uploads/2010/10/lehrstunde.jpg

Offen und fair geht anders.

Weitere Indizien

Wie im ursprünglichen Freitag-Artikel und z.B. auch in diesem Leserbrief http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Meinung/Leserbriefe/Arppe dargelegt, erscheint Rufschädigung als Motiv nahezu ausgeschlossen, da Arppe 2010 weder politisch aktiv war, noch eine eigene Galerie besaß (gegründet 2011). Und wer würde dann 4 Jahre warten, um die Öffentlichkeit zu informieren?

Weitere Indizien sind, das Holger Arppe wie sein mutmaßliches Pseudonym „antaios_rostock“ Rostocker ist, Mitglied in der evangelischen Kirche ist, islamfeindlich ist, Partei gegen homophobe Positionen ergreift, sich als Konservativer bezeichnet und Bewunderer der DDR-Bürgerrechtler ist.

Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Heute abend wurde schließlich bekannt, dass die Rostocker Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet hat.

http://www.svz.de/nachrichten/newsticker-nord/ermittlungen-gegen-afd-landessprecher-id5733571.html

22:41 14.02.2014
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