Die Föderation in Rojava ist in Gefahr!

Weitere >>Fluchtursachen< In Syrien toben seit Jahren die apokalyptischen Horden der Geostrategen. Die dazu verbreiteten Propaganda-Lügen sind alltäglich. Nun marschiert der NATO-Partner Türkei.
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Wieder einmal soll "der Kampf gegen den Terror" die Legitimation für den Einmarsch in einen souveränen Staat liefern. Der "NATO-Partner" Türkei, mit seiner ausgewiesen antidemokratischen Regierung, marschiert in Syrien ein.

"Wir dulden keinen Kurdenstaat an unserer Grenze!" Dieses Schreckgespenst wird in den letzten Tagen wieder aus der Schublade geholt. Unhinterfragt übernehmen die Medien die Aussage des türkischen Außenministers Cavusoglu und des Ministerpräsidenten Yildirim (Die türkische Offensive in Syrien wird von massiver Propaganda begleitet)."

Dabei pflegt die Türkei durchaus ein harmonisches Miteinander mit dem reaktionären, nationalistisch kurdischen, Barsani Regime im Nordirak, dessen Teritorium ebenfalls an die Türkei angrenzt.

Barsani, dessen Clan von Frau von der Leyen mit Waffen versorgt wird, sucht demokratische Bestrebungen auf seinem Territorium durch seinen Geheimdienst im Keim zu ersticken.

Ein Anliegen, das er ungeniert wie unangefochten, mit dem Herrn Erdogan teilt.

In Rojava ginge es aber noch nie "um einen eigenen Staat, sondern lediglich um eine Anerkennung als autonome Region, deren Grundstruktur multiethnisch, multireligiös und basisdemokratisch ist. Als solche könnte Rojava Vorbildcharakter für den Nahen und Mittleren Osten haben."

Unter dem Vorwandt der IS-Bekämpfung (die Türkei ist noch immer Transitland für IS Kämpfer und Waffenbeschaffung) geht es also gezielt gegen Kobane und die freiheitlichen (nicht patriarchisch organisierten) Kurden. Ein dabei kaum verwunderliches Faktum:

"Die von der Türkei unterstützten Milizen kamen in ein menschenleeres Dscharablus, der IS hat entgegen seinen sonstigen Gepflogenheit wie in Manbij die Stadt kampflos geräumt und keine Sprengfallen hinterlassen."

Quelle

Die Demokratische Föderation Rojava ist in Gefahr! - Rojava braucht heute mehr denn je unsere Solidarität!


Die türkische Militärintervention in Syrien dient nicht der Bekämpfung des IS, das Ziel ist es, das einzigartige Projekt von kurdischer Selbstverwaltung namens Rojava anzugreifen und zurückzudrängen. Wer sich mit dem Hintergrund auseinandersetzen will, bitte hier gucken: http://civaka-azad.org/category/c9-analysen/c32-rojava-und-syrien/
Dann möchte ich auf eine aktuelle Stellungnahme von Ulla Jelpke (MdB Linke) verweisen, in der Ulla den Kontext sehr gut rausgearbeitet hat: http://www.ulla-jelpke.de/2016/08/invasion-der-tuerkei-und-ihrer-soeldner-in-syrien-demokratische-foederation-rojava-ist-in-gefahr/ und dazu sagen: Rojava braucht heute mehr denn je unsere Solidarität! So, wie vor zwei Jahren Millionen Menschen in aller Welt für Kobane auf die Straße gingen, müssen wir heute wieder auf die Straße gehen: Gegen die Invasion Ankaras und seiner mörderischen Söldner und gegen die unheilige internationale antikurdische Allianz von Ankara über Washington bis Berlin!

(Text von Harald Thome, Newsletter vom 27.08.2016)

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09:43 28.08.2016
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Geschrieben von

calamity.jane

Es hielt sie nie lange an einer Stelle und sie geriet oft in Streit mit stehlenden "Arbeitgebern".
calamity.jane

Kommentare 8

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