Calvin

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Calvin
RE: Doppelte Böden | 13.04.2016 | 19:34

Das war der Weiß - Ferdl. Sein Verhältnis zu den Nazis war aber ambivalent: Es hatte seine Gründe, warum er solche Späße in seine Auftritte einarbeiten konnte. Er ist NICHT erschossen worden, sondern musste sich nach dem Krieg einem Entnazifizierungsverfahren stellen, in dem er als Mitläufer eingestuft wurde.

RE: Ein unglaublicher Vorgang | 19.03.2013 | 11:26

Stimmt Herr Herden,

ein unglaublicher Vorgang dieser Artikel.

Soetwas wie eine gemeinsame Linie, ist beim Freitag nicht erkennbar.

Das Monate anhaltende Bashing der Euro-Rettung bei gleichzeitigen uneingeschränkten Solidaritätsbekundungen mit unseren griechischen EU-Partnern steht auf der einen Seite.

Nun kommt der erste vernünftige Vorschlag der EU-Kommission -und hier im Forum wird diskutiert, ob es nicht sozialer wäre, erst den Aktionär und dann den Steuerflüchtling zu enteignen.

So wie es aussieht wird Zypern auch den nachgebesserten Vorschlag ablehnen, da es sich nicht von seinem Geschäftsmodell verabschieden will: Einen Bankensektor der 7,2 Mal so groß ist wie das BIP / Jahr. Und weil die "kleinen Leute" eben auch der zypriotischen Regierung scheißegal sind.

Wenn man sich die Proteste dort anschaut (also die für russischen und englische Oligarchen und Steuerflüchtlinge), hätte vielleicht ein bisschen Kohle ins zypriotischen Bildungssystem fließen sollen.

Aber das weiß der hellenische Nepotismus zu verhindern.

Bleibt nur zu hoffen, dass die EU nicht weiter nachbessert und Zypern pleite gehen lässt. Dann können sich die Leute fragen, ob 6,25 - 10 % so viel und so ungerechtfertigt gewesen sind.

P.S.: Die deutsche Einlagensicherung deckt auch nur bis 100 000 € ab.

RE: Offener Brief an Albrecht Müller | 29.06.2012 | 13:08

Jakob Augstein ist nicht der erste, der sich an Müller die Zähne ausbeißt:

http://www.jjahnke.net/rundbr92.html#2714

RE: Halbfinale: GER-ITA | 29.06.2012 | 01:35

Was hat der Löw sich eigentlich bei der Startaufstellung gedacht? Die war ja wohl ein Witz!

So viele Spieler konnte der gar nicht mehr einwechseln, um den Mist zu korrigieren. Schweinsteiger hat derzeit keinen Stammplatz verdient, der ist getrabt wie auf Valium.

Ich habe das nach dem Griechenland-Spiel befürchtet: Immerhin 2 Tore von einer sehr schwachen Mannschaft kassiert.

Aber auch Respekt an die Italiener: Schön gespielt, tolle Chancenverwertung -und tatsaächlich auch mal: Fair gespielt!

Joachim Löw ist jetzt 7 Jahre Bundestrainer, und nach jedem Turnier ist sein Ziel, das nächste Turnier zu gewinnen. Langsam reichts, besser wird die Mannschaft nicht mehr!

RE: Einer muss die Kassandra sein | 20.06.2012 | 02:36

@Caipora

Es ist generell einfacher, partikularinteressen zu vertreten. Die Volkswirtschaft bleibt immer abstrakt, weil es schwer ist, den gesamtgesellschaftlichen Nutzen zu erfassen.

Einige wenige hingegen, gerne und meistens mit Geld, können sehr konkret erfahren, wie sich ihr Vermögen mehrt.

RE: Wohnen im Kühlschrank | 13.06.2012 | 15:12

Kanst dir ja mal ausrechnen, was ein Vermieter durch die Vermietung eines Rattenloches an 10-16 Personen verdient. Dazu nutzt er die Kanalisation und den Trinkwasseranschluss -ohne Gebühren zu zahlen und alles Steuerfrei.
Im Gegenzug gefährdet er ganze Stadtviertel durch Brandgefahr.

RE: Die Gewalt der Wahrheit | 27.05.2012 | 00:46

"Es würde mich vielmehr interessieren, warum Röttgen sich dazu veranlasst sah, in NRW als Spitzenkandidat zu kandidieren."

Naja, er war ja schließlich vorsitzender des Landesverbandes. So abwegig ist es da nicht, als Ministerpräsident zu kandidieren;).

In dem Artikel kommt so ein bisschen Mitleid mit Röttgen heraus: Der Mann ist nur in eine Falle getappt, die er sich selbst gestellt hat. Taktieren, bei diesem politischen Umfeld und bei den Feinden, die er sich in der CDU gemacht hat (zu Recht?) hätte er sich keinen Fehler leisten dürfen.

Röttgen setzen, 6.

RE: Sexuelle Belästigungen – so sieht's aus. | 23.05.2012 | 03:35

Ja, das deckt sich mit einem interessanten Gespräch mit einer Freundin. Sie hatte sich bei mir beklagt, dass sie in einer Diskothek angemacht und belästigt worden sei.

Es stellte sich heraus, dass sie einfach nicht vom richtigen belästigt worden ist und nicht deutlich artikulierte, dass sie kein interesse hatte. Sie ist weder angefasst noch in obszöner Weise angesprochen worden, dass hat sie selber klargestellt. Sie habe aber durch Körpersprache angedeutet, dass sie sich unwohl in seiner Nähe fühlte. Da musste ich lachen und sie war sehr beleidigt. Selbst schuld da, kann man nur sagen.

Der Rahmen für Belästigung sollte nicht zu eng gesteckt werden. Zurückhaltende Menschen fühlen sich oft sehr schnell belästigt, einfach aus einem Gefühl der Hilflosigkeit heraus. Schreien, gerade in der Öffentlichkeit, ist immer noch ein sehr gutes Mittel Zudringlichkeiten abzuwehren. Sobald man aber ungewollt und ungefragt angefasst wird: Eine Backpfeife hat schon oft geholfen, diese Missverständnisse auszuräumen.

Bloßgestellten Täter ist sowas in der Öffentlichkeit sehr unangenehm.

RE: "Ich hasse Bayern München." | 20.05.2012 | 21:39

Bayern München ist ein zu vielschichtiger Club, um mit einfachem Hass auf ihn zu reagieren.
Auf Deutschland bezogen freue ich mich jedes Mal, wenn sie nicht die Meisterschaft holen. International gesehen können wir froh sein, dass wir sie haben.
Und Bayern hat, dass muss man ihnen zugestehen (oder dem Hoeneß), immer Fairness gegenüber anderen Clubs gezeigt und ihnen finanziell notfalls unter die Arme gegriffen. Da hat dann auch St. Pauli nicht zu nein gesagt.
Der Vorwurf, Bayern kauft den anderen Mannschaften immer die Schlüsselspieler weg, ist richtig. Das sie dann in München oft auf der Bank versauern liegt aber nicht nur an der Boswilligkeit der Bayern, sondern eben auch an der Konkurrenz. Statt eines großen Fisches im kleinen Teich ist man bei Bayern halt eher ein kleiner Fisch im großen Teich mit großer Konkurrenz.
Das dürfte übrigens mit einer der Gründe für die jetzige Situation der Bayern sein: Junge, talentierte, deutsche Spieler machen lieber erst einmal einen Bogen um die Bayern, weil es durchaus ein Karrierekiller sein kann. Dortmund hat den zuschlag für Reus nicht ohne Grund bekommen.
Die Situation, in der Bayern München Jahrzehntelang die Liga Dominierte ist hoffentlich vorbei und ich hoffe, dass Dortmund sich neben / vor den Bayern stabilisiert.
Und vor diesem Hintergrund war es schön und gut nicht nur dass die Bayern gegen Chelsea verloren haben, sondern vor allem wie: Überlegen, durch und durch, Führung-Gegentor-Elfmeter versemmelt-Elfmeterschießen.
Vielleicht werden Sie die Schnauze jetzt nicht ganz so weit aufreißen, wo sie in ganz Europa als Deppen der Nation bekannt geworden sind.

RE: Schwieriges Bekenntnis | 19.05.2012 | 20:01

@Thorsten Landsberg
"HipHop haftet ein progressives und zugleich ein schwulenfeindliches Image an:[...]"

Wow, zwei Knüppel in einem Satz! Schwulenfeindlich: ja, kaum übersehbar, aber wo bitte Progressiv? Beim propagierten Frauenbild oder Konsumverhalten? Kurzer und knackiger Witz, respekt!

"Obama rief den jungen, progressiven Wählern zu: Ich bin noch immer euer Präsident! Ich vergesse die sozial und gesellschaftlich Marginalisierten nicht. Solche, denen sich auch die HipHop-Szene verpflichtet fühlt."

Und weiter im Takt: Nur weil die HipHop Keimzelle sozialrevolutionär ist, bedeutet das noch lange nicht, dass HipHop es auch heute noch ist. HipHop ist längst im Mainstream angekommen und nicht mehr als eine Hülle, die von den verschiedenen Interpreten ausgefüllt wird.
Es gibt nachwievor Sozialkritisches, aber eben auch Unmengen von Sexismus, Schwulenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und Du-bist-nur-was-wenn-du-Geld-hast-Scheiße.

Ein bisschen mehr Differenzierung wäre in dem Zusammenhang wünschenswert!