Arbeitsamt, 9.4.08

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Das Gedicht ist zwar schon etwas älter, aber so sieht es da auch heute noch aus.

Arbeitsamt

Da sitzen sie in langen Fluren und warten,

die Augen leer und die Gesichter fahl,

das überflüssige Humankapital.

Kein Markt braucht sie mehr um durchzustarten.

Es waren die guten Zeiten, die narrten,

sie lebten im Hoch, und dann kam das Tal,

sie wurden beschissen, hatten keinerlei Wahl.

Die Gesellschaft spielt stets mit gezinkten Karten.

Das, was sie kriegen, reicht nicht mal zum Leben,

während Sachbearbeiter sie überwachen,

und je älter die Leute sind, desto länger

sind die Mienen, dabei würden sie alles geben

um dazuzugehören, würden fast alles machen:

so schön ist´s Leben als Hartz IV Empfänger.

21:21 18.02.2010
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Geschrieben von

carlfatal

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