carnifexx

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RE: Gute Nacht, Mutsch | 13.02.2012 | 12:49

Das viele Gajammer und die negativen Einzeiler auf Facebook sind ja kaum zu ertragen, hier auf Freitag hingegen Diskussion und Auseinandersetzung, sehr schön. wollen alle nur noch Münster Comedy (wo der Krimi übrigens auch oft Nebensache ist), oder Mörder-Terror?
Obwohl die letzten beiden Tatorte langweilig und uniteressant waren und mir schon nach kurzer Zeit egal war wie sich was da überhaupt noch weiterentwickelt, wurden beide überraschend positiv aufgenommen. In diesem hier endlich mal spannende charaktere und deren entwicklung und es scheint für viele der schlechteste tatort der Welt gewesen zu sein. Für mich ist bei Tatort neben der Nachvollziehbarkeit der Handelnden wichtig, jedes mal wie ein innerliches Kind bei einer Geschichte fragen zu können: "und was passiert dann? und dann?" und das war bei den letzten beiden nicht der Fall und bei diesen hier um so mehr. Sicher, kein Krimi im eigendlichen Sinne und das darf man für einen Tatort gerne bemängeln, aber eben doch ein saugutes stück Tatort, wie ich finde. Das ist für Bremen selten und der Artikel fasst das alles sehr schön zusammen.

RE: Mehr als nur Lara Croft | 27.12.2011 | 12:26

Ein Lesenswerter Artikel, der sehr schön aufzeigt das sich langsam aber mühselig die Spieleentwicklung ändert, vieles erinnert auch an andere berufsbrangen.
hier nur ein wenig ergänzendes:
Lara Croft "anatomisch unmöglich"? was soll das bedeuten? dürfen Frauen keine Brüste haben, oder falls ja nur in einer bestimmten Größe? was machen dann die, die blöderweise "zu große" haben, die "nicht normal"sind? Zweifelsfrei sollten mit dem Charakterdesign männliche heteros (die damals in unendlicher spieler-überzahl waren) angesprochen werden, im spiel aber ging es nicht wirklich um sie (anders als in irgendwelchen erotik- oder pornospielen), es ging eher darum eine welt zu erkunden und Rätsel und gelegendlich Kämpfe zu meistern. Tomb Raider stellte trotz üppigem körperbaus (der sich spiel für spiel auch nach und nach reduzierte) eben doch eine knallharte Heldin vor (mir gehts dabei auch nicht um das doofe ärzte video), zeigte das auch frauen sich indiana-jones-like ohne irgendwelche männlichen beschützer durch gefährlichste passagen hangeln und ballern können, ganz ohne kompromisse und ohne "ja aber der mann macht dafür das und das", oder "ja aber am ende rettet er sie".
das spiel hat also schon seinen verdienst, ich versteh immer nicht recht warum aus fortschrittlicher seite immer gleich so böse auf diese spielreihe geguckt wird. wenn es wirklich nur das wäre, was vllt das cover andeutet, kann ich die kritik ja verstehen, aber sie ist und bleibt nun mal die erste videospiel-powerfrau und es ist eben kein anrüchiges spiel. man kann sicher nicht sagen das sie wie eine zwiebel herum lief, aber "leichtbekleidet" würd ich das auch nicht nennen und gerade mal im dritten teil wurde überflüssiger- aber auch ausnahmsweise ihr auschnitt tiefer als sonst.
ihr folgten joanna dark und die heldin aus erwähntem mirrors edge, um nur zwei zu nennen die mir gerade in den sinn kommen. natürlich bleiben wie in allen anderen kulturellen sparten weibliche helden die ausnahme. bei tv-serien und romanen tut sich da jedoch in letzter zeit sehr viel.
die drei großen spieletitel die genannt wurden sind sicher interessant und sollen das jahr 2011 zeigen, jedoch handelt es sich "nur" um co-autorinnen, alle drei sind die zweiten nachfolger, in denen große teile der story und des settings ja schon durch die vorgänger fest standen.
richtig interessant ist aber besonders das erste assasins creed, bei dem die gesamte entwicklung eines triple-a titels zum ersten mal (?) von einer frau geführt wurde, einem bis heute sehr erfolgreichem franchise.
natürlich sind das noch ausnahmen, wie wohl in so ziemlich alle führungsebenen der welt und man sollte da auch nichts dem zufall überlassen das sich was ändert.
grüße