RE: Kriegen Männer jetzt auch Mutterschutz? | 25.02.2012 | 16:41

Hast du den Film gesehen? Mir geht es weniger um den Titel als vor allem den zweiten Teil (ca. ab Minute 10), der die oben zitierten Fragen aufgreift. Der Hauptpunkt ist, dass unsere Gesellschaft nur zwei Geschlechterkonstruktionen bietet; es wird jedem eine zugeordnet.

Schön, wenn man sich sicher ist, dass man gern ein Mann sein möchte, wie die Gesellschaft es verlangt (hetero, stark, dominant) ist alles wunderbar. Was ist aber, wenn ich die Schubladen in dieser Form nicht gut finde? Im Film wird das von mind. zwei Personen so beantwortet:

Ich bin eher Mann als Frau, ich versuche die Eigenschaften, die ich an Frauen nicht leiden kann, nicht weiter zu verfestigen, aber die guten möchte ich mir erhalten. Ich weiß auch, welche Nachteile Frauen in der Gesellschaft zu erleiden haben und handle als Mann so, dass ich diese nicht weiter verfestige.

Wieso sollte dann eine Person, die sich selbst mehr als Mann sieht, aber noch Eierstöcke besitzt, keine Kinder bekommen? Es ist doch vollkommen gleichgültig, ob die Kinder Papa oder Mama sagen. Was ist das überhaupt für eine Diskussion? Haben die Leute so eine Angst, dass ihnen die "letzte Sicherheit" verloren geht, dass sie sich an solchen Details aufhängen, die sich vermutlich von allein klären werden?

RE: Kriegen Männer jetzt auch Mutterschutz? | 25.02.2012 | 14:21

"Denn wer sich in seinem Geschlecht als Frau nicht zuhause fühlt und für den Wechsel einiges auf sich nimmt, dem müsste doch daran gelegen sein, gerade nicht Frau zu sein, sondern ein echter Mann, oder? Warum möchte der ausgerechnet die weiblichste Eigenschaft überhaupt ausleben?, fragt man sich irritiert in Internetforen. Und dann das Kindeswohl! Wie muss ein Kind leiden, wenn es einen Mann zur Mutter hat. Sagt es dann "Dammy" statt "Daddy"?"



Diese Frage wird sehr ruhig und gut hier beantwortet:





RE: Die Liebeshandlung (1-25) | Providence <--> Frankfurt (Oder) | 24.02.2012 | 20:39

Was habt ihr denn eigentlich so geschmuggelt, wenn ich fragen darf? Zigaretten oder auch was außergewöhnlicheres?

Ja, da sind auch noch zwei, drei Kneipen. Gerade hat die WG-Bar aufgemacht, die ist richtig schnuckig, weil mit abgenutzten Wohnzimmermöbeln ausgestattet.

Sag Bescheid, dann gehen wir passend zum Greisenticket ins Café Diana. :p

RE: Die Liebeshandlung (1-25) | Providence <--> Frankfurt (Oder) | 24.02.2012 | 13:22

Um ehrlich zu sein: ich wollte ja auch ziemlich weit weg; aber das wäre niemals der einzige Grund gewesen. Es gibt auch andere Unis, die weit weg sind - und das wäre im Fall von Leonard sicher auch so gewesen.

Interessant, ich kenne eher das Gegenteil: ich habe das Gefühl, dass 80% meiner ehemaligen Mitschüler, die jetzt studieren, hier geblieben sind. Die wollten nicht weg. Ich bin eine der wenigen Ausreißerinnen; und, wenn ich richtige Infos habe, eine von zweien, die in Richtung Osten gegangen ist. (Die andere ist in Halle.)

Was mich ab und zu und vor allem am Anfang irritiert hat, ist die Erzählperspektive. Es gibt ja keine Ich-Erzähler, und trotzdem wechselt die Sichtweise andauernd. Deshalb habe ich zuerst auch alles für bare Münze genommen; aber ja, ich denke, du hast recht: sie betont es zu oft.
Dazu passt auch diese Stelle am Anfang: Ich sehe fast perfekt aus, obwohl ich die Nacht nicht geschlafen und mich weder umgezogen noch abgeschminkt habe.

RE: Die Liebeshandlung (1-25) | Providence <--> Frankfurt (Oder) | 24.02.2012 | 13:14

Ja, eben, man findet sogar wenig im Wikipedia-Artikel. Es ist, als hätte man einfach einen Teil Geschichte ausradiert. Was ich weiß, weiß ich vom Hörensagen und von Profs, die sich ein wenig mit der Stadt beschäftigt haben. Besonders spannend finde ich die Fenster in der Marienkirche.

"Eine Besonderheit sind die drei großen Bleiglasfenster, die zwischen 1360 und 1370 entstanden. Die im Stil der Gotik gefertigten Fenster bestehen aus insgesamt 117 Bildern, die jeweils 83 mal 43 Zentimeter groß sind und von Bürgern der Stadt finanziert wurden. In einer Art Bilderbibel stellen die Fenster die Schöpfungsgeschichte der Welt, das Leben von Adam und Eva, den Bau der Arche Noah, das Leben Christi und die Antichristlegende dar. 1943 – während des Zweiten Weltkrieges – wurden die Bleiglasfenster der Kirche zum Schutz vor Zerstörung im Neuen Palais in Potsdam-Sanssouci eingelagert. Sie wurden nach Kriegsende zur Zwischenlagerung in das Kriegsbeutelager 1 der Roten Armee auf dem Zentralvieh- und Schlachthof in Berlin gebracht, wo sie sich bis zum 14. August 1946 befanden und dann nach Leningrad verbracht und dort eingelagert wurden."



Natürlich hast du recht; und trotzdem finde ich, dass die Anwohner sehr wohl profitieren. Die Uni schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern bemüht sich auch um ein freundschaftliches Deutschland-Polen-Verhältnis, die Belebung des Stadtlebens, etc. Es werden, selbst von vielen Studierenden, immer nur die Berlin-Pendler gesehen, die nur an drei Tagen die Woche nach Frankfurt kommen. Irgendwie stimmt die Stimmung noch nicht so ganz, von "beiden" Seiten.
RE: Die Liebeshandlung (1-25) | Providence <--> Frankfurt (Oder) | 24.02.2012 | 13:05

Dein Kaff ist aber größer als meins und näher an der Großstadt. Vermutlich gibt es auch ohne Probleme Handynetz. (ätsch).

RE: Die Liebeshandlung (1-25) | Providence <--> Frankfurt (Oder) | 24.02.2012 | 00:59

Ne, ich hänge gerade in einem Kaff in Westdeutschland. Auf die Reise hätte ich auch verzichten können ;)

RE: Die Liebeshandlung (126-200) || Der Kreis schliesst sich | 24.02.2012 | 00:14

Vielleicht ist es auch die plötzlich entdeckte Gemeinsamkeit der Textinterpretation, die sie diesem Typen vermutlich ganz und gar nicht zugetraut hat. Zuerst wurde er ja immer extrem negativ beschrieben: er redet und redet und nicht immer besonders intelligent. Plötzlich ist da eine positive Seite, wirft das nicht ihr gesamtes Bild um; und gepaart mit der Bier-Euphorie kommt dann eine solche Handlung zustande.

RE: Wann wird man spießig? | 19.02.2012 | 01:15

Was für ein scheußliches, rassistisches und feiges Palavern! Anstatt diesen hochnot peinlichen Text zu schreiben, hätte der Autor einfach mal nach unten gehen oder Adam auf einen Tee einladen können.

„Sprich mit Adam“, rät meine Freundin. Wie stellt sie sich das vor?



Mund aufmachen und reden müsste einem erwachsenen Menschen doch möglich sein. Wenn man dafür noch eine Aufforderung von der Freundin braucht und immer noch nicht weiß, was man machen soll, ist man jedenfalls nicht zum Spießer geworden sondern niemals aus der jugendlichen Hinter-dem-Rücken-lästern-Ecke herausgekommen.