Früher haben wir leiser demonstriert.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Wir gingen auf der Straße bei Friedens- und Anti-Atomdemos und bei den Ostermärschen. Manchmal hörte man Sprechchöre, manchmal wurde gesungen. Heute ist das anders geworden: Trillerpfeifen, Trommeln, Megaphone und Musikwagen a la Love Parade. Nicht zu übersehen, nicht zu überhören. Mir ist das zwar zu laut, aber immerhin sichert das die Beachtung durch das Publikum.

Heute war ein Zug unterwegs in Sachen Bildungsstreik. Sehr laut und sehr lang, und da F17.2 mich vor die Tür zwang, konnte ich ihn mir kurz ansehen. Und ich sah mal wieder das Übliche: Diverse K-Gruppen, allen voran DKP und MLPD, schwenkten ihre Fähnchen zuvorderst, wie auch schon früher auf"meinen" Demos, als seien sie die Hauptverantwortlichen und Hauptpersonen. Sie instrumentalisieren bei jeder Gelegenheit Demos, die für eine gute Sache werben (oder auch nicht), für sich und ihre Zwecke und Propaganda. Mit wenig Erfolg, meine ich, außer daß die Demonstranten dann in die linke Ecke sortiert werden. Die Friedensbewegung war einst auch durchaus infiltriert von diesem Völkchen, welches teilweise sogar noch den bewaffneten Kampf propagiert.

Rechts und links treffen sich irgendwo auf der anderen Seite. Nazis raus! Natürlich. Aber bleibt nicht auf dem linken Auge blind.

Originalartikel

17:36 09.06.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

catweazle

Bj. 1972. Krankenpfleger. Verrückt.
Schreiber 0 Leser 0
catweazle

Kommentare 1