Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit Unbehagen habe ich Ihre Äußerungen bezüglich des Einsatzes von Hartz-IV-Empfängern in der Pflege gelesen.

Ich verstehe das als Geringschätzung meines Berufes und meiner Professionalität als Krankenpfleger (bzw. heute als Gesundheits- und Krankenpfleger). Denn zur professionellen Pflege gehört weit mehr als nur, pardon, Hintern abputzen und Essen anreichen ("Füttern").

Wir brauchen vor allem mehr gut ausgebildete PflegeFACHkräfte, die in der Lage sind, Probleme wie Dekubitusgefährdung, psychosoziale Schwierigkeiten und unendlich vieles mehr zu erkennen. Dies können nicht oder nicht fundiert ausgebildete Hilfskräfte nicht leisten.

Die Qualität der Pflege würde noch stärker gefährdet. Wovon Sie allerdings nicht betroffen sein dürften, denn Sie können wählen, von wem Sie gepflegt werden, sollten sie das mal brauchen, was ich allerdings nicht hoffe.

Hochachtungsvoll,
Ulf Hundeiker
Krankenpfleger, Praxisanleiter

Ihr dürft Frau Dr. Merkel auch gerne schreiben! angelamerkel@kanzleramt.de

Originalartikel

11:54 07.09.2010
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Geschrieben von

catweazle

Bj. 1972. Krankenpfleger. Verrückt.
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