Was Precht und Welzer von Chomsky lernen könnten – ein Nachtrag zur Debatte

Medienkritik Niemand schreibt uns vor, was wir publizieren! So verteidigen sich Journalisten gegen Kritik. Was aber, wenn solche Diktate gar nicht nötig sind?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 44/2022
Wirkliche Meinungsvielfalt sieht anders aus
Wirkliche Meinungsvielfalt sieht anders aus

Foto: Norman Konrad/laif

Unter Journalisten kursiert ein Witz, dessen wahrer Kern ziemlich traurig ist: Wir schreiben mal dies und mal das, vor allem aber schreiben wir – für die Kollegen. Nun würde wohl in keiner Redaktion irgendwer ernsthaft behaupten, die eigene Arbeit solle zuvorderst die Menschen in den anderen Redaktionen beeindrucken, beeinflussen oder verärgern. Doch schon bei der Frage der Themenauswahl erinnert sich so mancher an diesen alten Witz, der schon einmal an einer Redaktionskonferenz teilgenommen hat. Viel Zeit nimmt dort fast immer die Debatte darüber ein, was denn „die anderen“ über dieses oder jenes Ereignis geschrieben oder gesendet haben und was man selbst dem noch halbwegs Originelles hinzufügen könne oder müsse. Wenn „dort d

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