Bugs Bunny siegt: Wagner an der Staatsoper Berlin ohne Kaninchen

Tierschutz Keine Kaninchen mehr und auch keine Meerschweinchen: Die Staatsoper in Berlin will ab Frühjahr 2023 keine (lebendigen) Kleintiere mehr als Requisiten für ihre Inszenierungen nutzen. Für Tierschützer:innen ist das ein Happy End
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 44/2022
Kritik am menschgemachten Tierleid lässt sich nicht mehr leicht verlachen
Kritik am menschgemachten Tierleid lässt sich nicht mehr leicht verlachen

Foto: Everett Collection/Imago Images

Manchmal muss man die Wahrheit aufblasen wie einen Luftballon, damit sie sichtbarer wird. Bei emotional aufgeladenen Themen eignet sich dafür nichts besser als die Satire. In einem Looney-Tunes-Filmcartoon aus dem Jahr 1957 verhandelte Chuck Jones tierethische Fragen am Beispiel „Jäger jagt Hase“: Unter dem Titel What’s Opera, Doc? spielen die Figuren Elmer Fudd und Bugs Bunny im mythologischen Setting die Plots mehrerer Wagner-Opern durch.

Binnen sieben Minuten zeigt sich darin die Absurdität menschlicher Hybris gegenüber dem Tier. Der Jagd-Mythos und der Brünnhilde-Mythos finden zusammen; von dem Hasen Bugs Bunny geht eine libidinöse Anziehung aus, die den Jäger Elmer Fudd erreicht. Nach wilden Szenen aus dem Ring des Nibelungen, dem Fl

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