RE: „Die Geschichte vom Mobbing ist eine Lüge“ | 30.03.2019 | 10:44

Die Linke hat fertig

„Ich selbst kämpfe immer dafür, dass auch Meinungen in der Linken geäußert werden können, die gegen eine Mehrheitsmeinung stehen.“

Der AfD-Light Vorwurf wurde mittels SED-Light Methoden flankiert, um den Maulkorb anzulegen. Auch Außenstehende können sich aufgrund öffentlicher Äußerungen von Kipping einen Reim machen. Außerdem können erfolgreiche Mobber meist bestehen, während die Mobbingopfer Einbußen hinnehmen müssen. Wagenknecht und nicht Kipping verzichtete auf das Amt.

„…ich möchte Arbeitsmigration vielmehr mit sozialen Standards und Kämpfen um gute Arbeit verknüpfen“

Dann sind erst die sozialen Standards durchzusetzen, statt weitere Lohndrückerei durch Arbeitsmigration zu forcieren. Kipping tut so, als seien die sozialen Standards bereits hergestellt, wenn sie nur davon spricht. Religion...so etwas nehmen wohl nur Heilige für sich in Anspruch. Die Neoliberalen zogen die EU absichtlich so auf, dass die ökonomische Vertiefung ohne politische Integration stattfindet. Sie zogen das Pferd absichtlich von hinten auf. Das Gleiche macht Kipping. Sie flankiert Maßnahmen der Lohndrückerei und stellt den sozialen Kampf -für den sie übrigens, wie wir seit Aufstehen wissen, eher keine Mitstreiter, sondern nur Stimmvieh sucht- hinten an, mit Erfolgsaussichten zum Sankt Nimmerleinstag. Es ist kaum anzunehmen, dass sie sich selbst derart verarscht, sie ihren eigenen Bullshit glaubt. Die und andere sind so mies.

Ihr jetziges Gerede über Aufstehen ist auch nicht aufrichtig:

"Kritik äußerte auch der Koordinierungskreis der Emanzipatorischen Linken. »Aufstehen« vertiefe Gräben in der gesellschaftlichen Linken mehr als es dazu beizutrage, dass sie überwunden werden, heißt es in einer Erklärung vom Dienstag. Progressive Politik dürfe nicht »nur zum Ziel haben, AfD-Wähler*innen dazu zu bewegen, andere Parteien zu wählen, die mit weniger Verharmlosung von Rassismus und weniger Denunziation von Emanzipationsbewegungen als die AfD daher kommen (Neues Deutschland).

Man diskreditierte Aufstehen von vornherein als Hort von Rassisten und Nationalisten. Die Menschen sollten sich schämen, mitzumachen. Logisch, dass diese Stimmungsmache vor allem bei Jüngeren anschlägt, die sich ihren Ruf im oberflächlichen Milieu nicht versauen wollen.

Jetzt heißt es, Aufsteher als Stimmvieh "Ja". Aber wehe sie könnten "Konkurrenz" machen. Die sollen sich dem Kipping Kakao unterordnen, dürfen ein paar Transparente halten, mehr aber auch nicht. Da ist es dann vorbei mit "offener Gesellschaft", die ein Konstrukt der Neoliberalen ist, welches auch noch ins Unermessliche pervertiert wird. Da ist dann direkt die gesamt "Linke" in Deutschland bedroht. Man muss sich das mal vorstellen... Alles, was anders klang, war und ist Heuchelei. So wundert es nicht:

„Für junge Leute lauten derzeit die zentralen Fragen in der Politisierung: Bist du klar für den Klimaschutz? Bist du klar für Flüchtlingssolidarität? Bist du klar gegen rechts? Wenn eine neu entstehende Bewegung in diesen gesellschaftlich heiß umkämpften Konfliktfeldern uneindeutige Signale sendet…“

Das ist der oberflächliche destruktive Opportunismus der Grünen, bei dem ein "binäres Sortierungssystem" nur noch Anerkennung und Ablehnung kennt. Dann brauchen wir keine Parteien mehr. Denn diese haben die Aufgabe, die komplizierten Sachverhalte transparenter zu machen und so an der politischen Willensbildung mitzuwirken, um diesen dann ins Parlament zu tragen. Kriecherei vor der Oberflächlichkeit indifferenter Jugendlicher ist das Gegenteil. Es düngt aus allen Ecken und Enden, die „Linke“ versteht das parlamentarische Parteiensystem und die Demokratie einfach nicht. Wahrscheinlich ist man zu Erhaben um wirklich mehr darin zu erblicken als eine Jobmaschine.

Und links heißt ja nicht nur gegen rechts zu blinken, sondern sich auch tatsächlich danach auszurichten, auf die Wirkung seiner Politik zu schauen. Wenn Ihr also ganz strikt gegen rechts sein wollt, dann tretet erst gar nicht zur EU Wahl an. Denn je mehr EU und je mehr „Linke“ da rumlaufen, desto stärker werden die Rechten. Ohne EU hätten wir das Problem doch kaum. Aber es geht um Jobs und Geld.

Man kann das so zusammenfassen. Kipping u.a. wollen globalisierten Wirtschaftsfaschismus als Internationalismus umdeuten um dann parasitär davon zu leben, dass man wie die heilige Johanna der Schlachthöfe zwischen Arbeit und Kapital scheinbar vermittelt, tatsächlich aber die Interessen der Werktätigen verrät, um sie kleinzuhalten und so weiterhin als Wähler ansprechen zu können. Am Ende steht die Verwaltung der Welt im Dienste des Kapitals, welches so rücksichtslos und grausam vorgeht, wie es der jeweils aktuelle Entwicklungsstand gerade zulässt. Und da die Mehrheit der Linkspartei so unterwegs ist, wurde sie vom Hoffnungsträger zum Problemfall für linke Politik.

Und deshalb braucht es eine progressive linksliberale Partei, denn es gibt keine mehr, sondern Kriecher vor dem Kapitalismus und dem Zeitgeist, die uns mit verdrehten Formeln von „offener Gesellschaft“, „Internationalismus“, „Antinationalismus“ etc. feudale Strukturen eines globalisierten Wirtschaftsfaschismus bescheren. Wenn Ihr in Deutschland versagt, mit welchem Recht behauptet Ihr, die viel ärgeren Verwerfungen, die eine asymmetrische Globalisierung generieren, in den Griff bekommen zu können?! Ihr habt kein Recht dazu, sondern begeht großes Unrecht. Und deshalb geht keine linke Kraft verloren, falls diese chauvinistische asymmetrische Globalisierungspartei samt Mord und Totschlag zum Teufel geht.

RE: Ohne Sahra wird alles … | 14.03.2019 | 18:31

"Politisch ist es für Wagenknecht zuletzt nicht besonders gut gelaufen, sowohl mit „Aufstehen...“"

Wie groß waren denn dann die Erwartungen? Und wer wäre in der Lage gewesen, in so kurzer Zeit so viele Menschen als Bewegung zu mobilisieren?!

Sollte es einen Linken oder eine linke Gruppe in D geben, bitte loslegen. Einen Nachmittag lang auf "unteilbar" machen, ist was anderes als eine Bewegung, die ob ihrer geschwind enstandenen Größe anfängliche Organisationsprobleme hat, in die Startlöcher zu bringen.

Und was sind die Vergleiche? Die spontan enstandenen Gelbwesten in Frankreich doch wohl nicht. Wo ohnehin ganz andere Verhältnisse herrschen? Das ist kein fairer Vergleich.

Der Erfolg von La France insoumise kam auch nicht in 7 Tagen aus dem Nichts. Und die Front de Gauche, woraus La France insoumise hervorging, wurde 2010 gegründet.

Es bleibt vielleicht die Kritik, das Potenzial von Aufstehen nicht zügig genug in belastbare, schlagfertige Strukturen gebracht zu haben. Der Versuch von "Oben", die Organisation zu steuern, scheint aufgrund etlicher Beobachtungen folgerichtig. Es mischten sich ja, so ist es zu lesen, Quertreiber unter, welche den Führungsanspruch erhoben und auf Zerstörung der Bewegung hinarbeiteten.

Und es bleibt die begründete Hoffnung, noch mehr Leute auf die Straße und noch viel mehr später an die Wahlurne zu bringen. Und alle wissen, es wird eine Menge passieren, wenn wir uns organisieren.

Dieses klein Geschreibe von Aufstehen soll auch demobilisieren, bitte nicht drauf reinfallen.

Für Häme ist also weniger Platz als für Entsetzen, dass eine Zicken-Gang in der Fraktion "Mobbing-Terror" -im Namen welch vermeintlich hehrer Ziele auch immer- betreiben konnte. Der SED-Nachfolgepartei durfte das nicht passieren. Die Linke mutierte von einer Hoffnungsträgerin zum Problem für eine linke Politik in Deutschland. Aber mit Deutschland sind die ja eh fertig. Bis auf den unterlegenen linken Flügel.

RE: „Das“ Weib: Artikel sind nicht neutral | 14.03.2019 | 11:46

Der die das Dreckschwein...Bitte um Nachhilfe

Der Drecksack ist ein Sack, die Drecksau eine Sau, das Drecksschwein ein Dreckschwein. Dekonstruiert:

Der Sack = eine Sache (Objektqualität trotz männlichen Artikels)

Die Sau = ein Tier (Subjektqualität bei weiblichen Artikels)

Das Schwein = ein Tier (Subjektqualität trotz sächlichem Artikel)

Der maskuline Artikel verhindert keine Reduzierung des Drecksacks auf Objektqualität, der Sack bleibt eine Sache. Also wird doch nicht das "Meibliche", sondern das "Männliche" auf Objektqualität "herabgewürdigt". Das hat noch keinen Mann gestört...Und der grammatikalisch sächliche Artikel beschreibt ein Wesen mit Subjektqualität (Tiere sind Wesen und keine Sachen). Hat sich auch noch niemand dran gestört.

Aber daraus folgt, dass das grammatikalische Geschlecht nicht mit dem biologischen oder fingiert genderspezifischen Geschlecht identisch ist. Das führen die Gegner einer durch gegenderten Sprache ins Feld. Führt der Anspruch, das grammatikalische Geschlecht an das Gendergeschlecht anzupassen, in den Schabernack?

Will man die oben genanten drei Bezeichungen genderspezifisch korrekt artikulieren, müsste es heißen:

Das Drecksack, da es sich um eine dreckige Sache handelt. Ist mit "der Drecksack" aber ein Mann gemeint, hätte es weiterhin "der Drecksack" zu heißen. Man ahnt jetzt schon, kompliziert wird es in jedem Fall...

Die Drecksau bliebe, da es sich um ein weibliches Tier handelt.

Und beim Drecksschwein? Da ein Tier abstrakt geschlechtsneutral beschrieben wird und unklar bleibt, ob es sich um ein weibliches, männliches oder divers im Dreck suhlendes Wesen handelt, reichten ja nicht der männliche und weibliche Artikel, sondern "divers" ist ja auch noch zu berücksichtigen. Also "der die diverses Drecksschwein"?

Oder wie?

...

Glaubt wirklich jemand ernsthaft, Aufwand und Ertrag einer solch gegenderten Sprache ständen in einem vernünftigen Verhältnis?! Wer es sich sonst nicht denken kann, frage mal eine Putzfrau was sie lieber möchte. Eine viel kompliziertere Sprache oder deutlich mehr Lohn und Rente.

Und damit ist klar, an welcher Stelle die für Gender eingesetzte Energie besser eingesetzt wäre. Und damit ist ebenfalls klar, warum staatlich Gender gefördert wird. Und damit ist auch klar, dass es keinen an der Vernunft orientierten, sachlichen, männlichen, weiblichen oder diversen Diskurs darüber geben wird.

RE: Die Zukunft ist offen | 14.03.2019 | 06:54

Habe ich nicht, bin aber erfreulicherweise kein "Insider". Nord stellte sich Medienberichten nach zwar offen gegen sie: "Wagenknecht gehört abgewählt. Punkt". Kann man gut oder schlecht finden, ist aber nicht schon zwingend Bestandteil des offenbar systematischen "Mobbing-Terrors". Es steht also weiterhin die Vermutung im Raum, dass der "Mobbing-Terror" in der Fraktion tendenziell ein "Zicken-Terror" war.

RE: Die Zukunft ist offen | 13.03.2019 | 22:29

Geht Frauen-Mobbing-Terror auf keine Kuhhaut?

Ein Insider zu BILD: „Die Stimmung in der Fraktion ist unerträglich. Der Mobbing-Terror gegen Wagenknecht und Dagdelen geht auf keine Kuhhaut. In der Fraktion ziehen Bernd Riexinger, Katja Kipping, Caren Lay, Anke Domscheit-Berg, Sabine Leidig, Cornelia Möhring und Martina Renner permanent über sie her."

Quelle:

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/linken-beben-wagenknecht-vize-dagdelen-wirft-hin-60622644.bild.html

Das sind ja nur Frauen....

Halt, jetzt ja kein Sexismus, ein Mann ist auch genannt. Die Aufzählung ist zudem womöglich nicht vollzählig. Und der Mobbing Terror der Frauen ist ja nur der in der Fraktion. In der Partei laufen schon noch ein paar mehr davon rum...und da sind auch Männer dabei. Aber es ist schon etwas auffällig...

Auf der Ebene von Spitzenfunktionären mögen härtere Regeln gelten, aber es düngt, als seien hier alle Hemmungen gefallen (unerträglich, geht auf keine Kuhhaut).

Ich für meinen Teil werde strikt eine Partei ablehnen, in der so politisch unhygienische Presseball-Prinzessinnen mit SED light (oder heavy) Methoden rumlaufen. Und gehe die Welt daran zu Grunde. Bei mir müssen die draußen bleiben. Labern doch eh die ganze Zeit nur verlogenen widersprüchlichen Tittytainment Bullshit. Zeitverschwendung...

RE: Die Zukunft ist offen | 12.03.2019 | 09:24

"Wer wird oder soll diese Menschen vertreten? Die identitätsbewegten Reformlinken vom Kipping-Flügel etwa, die Antideutschen, die Grünen oder die bürgerlichen Linksliberalen? Stegner oder gleich Olaf Schulz, der neue Zähl-Kanzlerkandidat der Sozialpauperisten Deutschland?"

Mich vertritt diese frömmelnd verlogene neoliberale Querfront jedenfalls nicht. Und das sehen zig Millionen Wähler offensichtlich ebenfalls so. Dies könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass es eine Partei braucht. Womöglich wäre die Schlagkraft von "Aufstehen" exorbitant erheblicher, wenn sie nicht nur als "Bewegungslinke" durch die Straßen zieht, sondern auch Partei wird. Man könnte auch mal abwegiges denken: Wäre es je nach Größe und Konstituierung nach Innen auch denkbar, eine andere Partei zu kapern? Gab ja schon ähnliche Versuche, die allerdings erfolglos waren. Aber jeder Einzelfall ist anders.

Fraglich ist, was mit wieviel Leuten geht. Von Grabenkämpfen ist ja jetzt schon die Rede. Und in Bezug auf die Politprominenz liegt bei vielen offenbar eine Fehlvorstellung vor. In einer Mediendemokratie die Prominenz von Akteuren zu nutzen, ist kein sich Unterwerfen unter autoritäre Strukturen, sondern folgerichtig. Zudem ist Autorität nicht per se abzulehnen, sondern in gewissem Rahmen anzuerkennen, wenn sie auf besonderen Fähigkeiten beruht und die Sache nach vorne bringt, nicht nur auf Status zwecks Repression beruht.

Die "Linke" verzichtet wohl auf Wagenknecht als Frontfrau und wir werden sehen, ob sie diesmal mit ihrem antizipierten Opportunismus an SPD und Grüne nach dem Rezept der ehemaligen PDS statt mit Verhandlungsbereitschaft nach inhaltlicher Auseinandersetzung, besser wegkommt als 2002.

Viele ehemalige WASGler werden der religiösen "Linken" ob ihrer eigenen Situation treu bleiben. Die Ausgangslage von 2005, vor Zusammenschluss, existiert nicht.

Gysi redete sich für die EU Wahl bereits vorweg raus. Wer die EU aus den vielen berechtigten Gründen heraus ablehnt, ist bei der "Linken" völlig verkehrt.

Denke mal, für Wagenknecht ist nun erst mal Druck aus dem Kessel. Ein unerträglich hohes Arbeitspensum musste man rein objektiv schon vermuten. Wenn dann die eigene Partei den Rücken nicht frei hält sondern die Messer wätzt. Dazu noch die Aufstehen Bewegung. Man fragte sich, woher sie die Kraft nimmt. Was für eine Power! Von richtig beruflichen Stress erholen sich die wenigsten in ein paar Tagen. Egal wie sich alles in Zukunft entwickelt. Super und überzeugend, dass und wie sie und ihre Kumpanen und Kumpaninnen "Aufstehen" angegangen sind.

RE: „Wir brauchen Brüche“ | 04.03.2019 | 20:25

Können Sie überhaupt lesen? Ich verwies darauf, dass wir in den 90ern nicht im Nationalismus lebten, also auch ohne EU nicht im Nationalismus landen, aber so getan wird.

Nicht ich, Sie vermengen alles. Zurecht gebogene Definitionen und falsche Wiedergabe, dazu noch Verzicht auf Stichhaltigkeit, und schon können Sie dreist unterschieben, was große Ächtung erfährt. Dabei machen Sie mit dem Antisemistismusvorwurf, was Sie mir zu Unrecht beim Faschismusvorwurf vorwerfen. Denn ich benutzte noch eine bekannte, gängige Definition, Sie legen sich was zurecht, wie sie es gerade brauchen, und tun so, als wäre es progressives Denken. Das ist übrigens eine gängige Methode von Linksfaschisten, wenn Sie z.B. Kapitalismuskritkern Antisemitismus unterstellen. Mit immer extensiverer Auslegung des Begriffs versucht man mit dem Antisemistmusvorwurf etc. anders Denkenden den Maulkorb verpassen. Bürgern die Mitsprache zu versagen, ist ein Merkmal des Faschismus gewesen? Da faschistische Repressionshierachien in unserer Demokratie für die Linksfaschisten regelmäßig nicht verfügbar sind (aber wehret den Anfängen), versuchen Sie es mit sprachlicher Repression. Vorsicht: Der Mißbrauch des Antisemismusvorwurfs ist meist selbst antisemitisch. Die meisten Linksfaschisten können auch nicht gut etwas zu Ende denken.

Machte ich mir die Mühe, Ihren ganzen Quatsch zu widerlegen, würde das voraussichtlich wieder verdreht. Das erscheint daher so sinnvoll, wie eine Salami in den Flur zu werfen.

So verschieden kann man den Sachverhalt sehen:

"Von Linksfaschisten zu sprechen halte ich für eine Verniedlichung dessen, was Faschismus bewirkt hatte und hat..."

Das ist imho eine Verniedlichung der Linksfaschisten. Aber es macht ja keinen Sinn, dies zu begründen.

Überhaupt bilde ich mir erst meine eigene Meinung. Erst danach würde ich, wenn ich politisch aktiv sein wollte, die Mitstreiter aussuchen. Das ist bei vielen wohl anders, die wollen nur Teil eines Milieus sein. Mitlaufen ohne Denken taugt aber nix. Jedenfalls finde ich es gut, nicht Teil einer "Linken" zu sein, die solche Linksfaschisten als zu Ihnen gehörend anerkennt. Ihre Ausgrenzung meiner Person betrachte ich als Belohnung für mein progressives Denken. Besser wäre es indessen, es gäbe eine große schlagfertige Linke, die sie noch alle beisammen hat, und dem asozialen Wirtschaftsfaschismus, mit dem Deutschland die EU überzieht, ein Ende setzt. Das Gegenteil ist auch ob der Zunahme von Linksfaschisten im linken Lager der Fall. Ihr Text läßt zudem ein jugendliches Alter vermuten, da habe ich noch Hoffnung.

RE: Ey, Leute, forget it | 03.03.2019 | 23:17

AUFSTEHEN ist überhaupt keine Enttäuschung. Jene Leute, die aus nichtigen Gründen oder abwegigen Einschätzungen nichts davon halten, sind eine Enttäuschung. Würden alle, deren Interessen objektiv betroffen sind, mitmachen, wäre der asoziale BRD Spuk beendet.

RE: Ey, Leute, forget it | 03.03.2019 | 21:23

Die "weltoffenen" Bremser geben sich geschlossen

Die ablehnende Haltung von Gysi und anderen "Linken" ist so schändlich befremdlich. Statt sich zu freuen, daß weiteres sozial engagiertes Potential abgerufen wird, erkennt man keine Mitstreiter in der Sache, sondern fremde Konkurrenten. Mit ihrer Fremdenfeindlichkeit gegenüber sozial Engagierten im eigenen Land sollen sich die Lügner ihr indifferentes Gefasel von "offenen Grenzen" und ihre verheuchelte "Weltoffenheit" dahin stecken, wo die Neoliberalen sie ihnen reingesteckt haben.

Statt das schändliche Fehlen von Internationalismus zuzugeben, fabuliert man unschlagbar dreist neoliberalen Imperialismus zu Internationalismus um, obwohl man nicht mal im eigenen Land das Mindestmaß an Solidarität zu üben schafft.

Eines hat "Aufstehen" schon offen gelegt:

Die Leute aus der DDR Nomenklatura (Gysi), beziehungsweise deren Kinder (Liebig, Lederer, Kipping), wollen weniger soziale Verbesserungen, denn die sozialen Verwerfungen für sich ausbeuten, indem sie die Deklassierten als Stimmvieh und sonst gar nichts ansprechen. Ansonsten haben die Looser die Klappe zu halten. Die "Linke" entwickelte sich hälftig von einer progressiven linken Kraft, die sie mit der Gründung zunächst war, zurück, zum spießigen Ausbremser linker Politik. Unsoziale Egomanen, die sich wegen ihres Status in die Hose machen.

Wie soll das weitergehen? Die Verlogenheit von SPD und Grünen hat viele Menschen sozial ausgegrenzt deklassiert. Nun macht auch noch die "Linke" mit. Und all diese Ausgrenzer -na gerade die- haben nun die Backen voll, von der offenen Gesellschaft und Internationalismus. Und gerade die haben die Hosen voll, wenn mal ein paar Leute außerhalb der Partei (die immer Recht hat) mit Transperenten ihren jahrelang gepredigten Forderungen Nachdruck verleihen wollen.