2030 schon mehr E-Autos auf den Straßen?

Elektromobilität Seriöse Studie sagt für 2030 mehr E-Autos als Verbrenner voraus. Interessant, allerdings ist noch immer nicht geklärt wie sauberer E-Autos nun wirklich sind.
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Woher kommt die Energie aus der Steckdose, die zum Aufladen der E-Auto-Batterie verwendet wird und was genau passiert mit den Tonnen alten Batterien bzw. wieviel kann recycelt werden und wie groß ist der Sondermüllanteil. Viele Fragen zum Thema Elektromobilität, die noch nicht komplett geklärt sind, bzw. viele "Experten" unterschiedlichste Meinungen haben. Vielleicht sollte man zusätzlich einen Blick in Richtung Wasserstoff und andere grüne Antriebsenergien werfen, das ist zumindest meine Meinung. Denn die globale Erderwärmung ist in aller Munde. Zahlreiche Klimaziele müssen erreicht werden, um das Klima zu schützen. Die Förderung von Elektrofahrzeugen spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Kraftfahrzeuge tragen maßgeblich zu einem erhöhten CO2 Ausstoß bei.

Elektrofahrzeuge und ihre Nachfrage

Die Anzahl der verkauften Autos mit Elektro-Antrieben nimmt stetig zu. 2030 sollen die Verkaufszahlen der Elektroautos, die Anzahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren übersteigen. Elektrofahrzeuge sind Kraftfahrzeuge, welche über Batterie und Hybrid betrieben werden. Aber worauf sind die prognostizierten Verkaufszahlen zurückzuführen? In erster Linie ist ein Umdenken, aufgrund globaler Erderwärmung, unbedingt von Nöten. Aber auch sinkende Batteriekosten spielen in der steigenden Nachfrage eine maßgebliche Rolle.

Die Anzahl der Elektrofahrzeuge ist Regionen abhängig

In den einzelnen Regionen befinden sich bereits unterschiedlich viele Elektrofahrzeuge auf den Straßen. Das mag auf die nicht vergleichbaren Lebensbedingungen und Wertvorstellungen der Länder zurückzuführen sein. In China und Europa ist im Jahr 2030 mit hoher Wahrscheinlichkeit jedes vierte Auto ein batteriebetriebenes Fahrzeug. Der Anteil an Benzinmotoren nimmt dabei rapide ab. In den USA wird hingegen mit weitaus weniger batteriebetriebenen Fahrzeugen kalkuliert.

Was sagen Klimaschützer?

Klimaschützer sehen diesen Trend als sehr kritisch an. Nach Ansicht der Umweltaktivisten müsste die Anzahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nicht nur sinken. Bis zum Jahr 2030 sollte die Nutzung komplett untersagt werden. Aktivisten sind der Meinung, dass die globale Erderwärmung nur so stoppen wird.

Investitionen von Nöten

Damit diese Ziele erreicht werden können, müssen allerdings noch einige Maßnahmen ergriffen werden. Diese Forderungen machen sich auch in der Automobilindustrie bemerkbar. So wird definitiv mehr Geld für den Ausbau regenerativer Energiequellen und Ladestationen benötigt. Der Verband der Automobilindustrie rechnet mit notwendigen Investitionen im Milliardenbereich. Nur mit Hilfe entsprechender Investitionen, kann eine steigende Nachfrage nach Elektroautos bedient werden.

Elektroautos haben immerhin einen wesentlichen Vorteil: Während der Fahrt wird kein schädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Da die Emissionen 2020 um mindestens vierzig Prozent sinken sollen, sind Elektrofahrzeuge ein unverzichtbarer Unterstützer im Erreichen der Klimaziele. Nach aktuellen Studien sind immer noch 18 Prozent der Treibhausgase auf den Verkehr zurückzuführen.

Sind batteriebetriebene Autos nachhaltig?

Die Herstellung der Batterien für die Kraftfahrzeuge wird heute oft kritisch hinterfragt. Dabei ist die Klimabilanz stark abhängig von den jeweiligen Produktionsbedingungen. Zahlreiche Produktionsanlagen fertigen nicht in Serie. Der benötigte Strom wird, zeitweise, aus Kohle und Erdöl gewonnen. Daher setzt die Produktion der Batterien CO2 frei. Die Vorteile der batteriebetriebenen Autos gehen hierdurch verloren. Es existieren aber auch zahlreiche effiziente Fertigungsanlagen. Diese werden über erneuerbare Energien betrieben. Bei der Herstellung eines Elektroautos können bis zu drei Tonnen CO2 anfallen. Des Weiteren muss der Akku der Kraftfahrzeuge nach einiger Zeit ausgetauscht werden.

Ein weiteres Problem stellt die Produktion der Elektromotoren dar. Für die Produktion werden seltene Erden, wie Neodym oder Dysprosium, benötigt. Diese sind schwer zu gewinnen und zu verarbeiten. Ein Hybridmotor benötigt circa ein halbes Kilo dieser Erden. Bei den Erden handelt es sich um Metalle, die in kleinen Mengen in der Natur vorkommen. Für die Gewinnung benötigt es zahlreiche Arbeitsschritte, welche mit radioaktiven und giftigen Rückständen verbunden sind.

Die Förderung alternativer Energiequellen

Aufgrund der stark umstrittenen Meinungen zu der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien, ist auch die Förderung alternativer Energien von Nöten, wie zum Beispiel die Bezuschussung von Wasserstoff. Nur wenn die Regierung ausreichend in den nachhaltigen Industriezweig investiert, kann Deutschland Spitzenreiter in der Automobilindustrie bleiben. Vor allem China stellt eine große Konkurrenz für Deutschland dar. Hier werden hohe Summen in die nachhaltige Automobilindustrie investiert. Das ist unter anderem auf die hohe CO2 Belastung des Landes zurückzuführen. China stößt weltweit die höchste Menge an Emissionen aus, gefolgt von der USA.

21:22 21.01.2020
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Geschrieben von

Charlotte Balgheim

Als waschechte Hanseatin in Bremen geboren und aufgewachsen interessieren mich gesellschaftliche Themen weltweit.
Charlotte Balgheim

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