RE: Noch liefert Kanada | 21.09.2018 | 02:30

P.S:

Zitat: "Für Ablieferung der ganzen Dolden ist der Arbeitsaufwand ähnlich wie bei Tabak. Bei der Ablieferung nur der Blüten entsteht ein Mehraufwand von ungefähr 15 Stunden pro kg nur für das Herrichten der Blüten. Bei einem Ertrag von 4 dt (400 kg) /ha ergibt dies ein Mehraufwand von 6’000 Akh. Dies ergibt ein Total von 7’200 Akh."

http://www.chanvre-info.ch/info/en/Industriehanf-und-die-Preise-der.html

RE: Noch liefert Kanada | 21.09.2018 | 02:12

Der legale Handel zieht mit seinen Fantasiepreisen die Verbraucher und Krankenkassen total über den Tisch.

Einerseits enttarnt der Anbau von Industriehanf mit seinen frei zugänglichen Statistiken diesen Betrug sofort. Beim Ernteergebnis pro Hektar findet man da z.B. 400 Kg(!) Dolden und Blüten, die in der Apotheke dann plötzlich 25€ pro Gramm kosten.

Pro Hektar Anbau also 400.000 Gramm a 25€, macht 10 Millionen Euro. Der durchschnittliche landwirtschaftliche Betrieb hat überigens 58 Hektar anbaufläche und Hanf wächst praktisch überall schneller als Unkraut.

Cannabis könnte das Kilo für 2,99€ auf dem Wochenmarkt verkauft werden und die Bauern würden damit noch Gewinn machen.

Wer steckt sich die 10 Millionen € pro Hektar ein und warum machen die Krankenkassen diesen sagenhaften, total offensichtlichen Betrug schon seit Jahren mit obwohl sie gesetzlich verpflichtet sind die Beitragsgelder effizient zu verwalten.

Ich will das Kilo roh für 2,99. Die Blüten suche ich mir dabei gerne selber raus wenn ich dabei 24.997,1 € spare.

RE: Krise als Dauerzustand | 16.09.2018 | 23:25

Leider hat sich Genosse Scholz vor 2 Tagen bei mir viel "verscherzt" indem er behauptete die Finanzkrise hätte den Bund bislang lediglich 30 Milliarden gekostet.

Zum einen ist das fraglos sehr oberflächlich gerechnet und z.B. Kosten der Kurzarbeit, Abwrackprämie, Steuerausfälle und ähnliches unter den Teppich kehrt.

Zum anderen hat Scholz höchstselbst die HSH-Nordbank verscherbelt und alleine dabei geschätzte 13 Milliarden € Steuergeld versenkt.

Letzteres betraf zwar tatsächlich nicht den Bundeshaushalt sondern primär den von Hamburg und Schleswig-Holstein. Dass er darüber garnicht mehr mit der Presse reden will, ist schon bedenklich für einen Bundesfinanzminister. Nu mit der Milchmädchenrechnung zu den Kosten des Bundes ist aber das Bedenken zur Gewissheit geworden.

RE: Flatternde Falken | 11.09.2018 | 18:27

Beruht doch auf den Plänen von Hillary Clinton, diese Syrische Tragödie. Da mitspielen, dabei bekommen nicht nur die Mädels von der CDU in Rauschzustände geopolitischer Allmachtsphantasien. Unsere Kanzlerin Angela Merkel wollte bekanntlich schon Bush in den Krieg gegen den Irak folgen. Da war sie allerdings noch einige Jahre vom Ablösen von Schröder entfernt.

RE: Dogmatische Dummheit | 10.09.2018 | 10:16

War schon immer und bleibt doch auch wirklich vollkommen illusorisch, sich von einer Mehrheit aus konservativen Parteien in der EU, natürlich auch der deutschen Union, einen Schuldenschnitt von hunderten Milliarden für eine regierende griechische Linkspartei zu erhoffen.

Wer das anders sieht, sollte sich, statt mit den leider typisch utopischen Politikentwürfe linker Idealisten, dringlich mittels Geschichtsbücher mit der politischen Realität vertraut machen.

Überigens war es doch die vollkommen souveräne Entscheidung der griechischen Regierung in der EU zu verbleiben, statt konsequent den eigenen Konkurs aka Schuldenschnitt selbst zu eröffnen.

RE: Zigarren für alle | 14.08.2018 | 04:30

Oskar Lafontaine war auch mal Bundeswirtschaftsminister! Mit Heiner Flassbeck als Staatssekretär überigens.

Beide sehr überzeugende "Real'os"/Keynesianer die rückblickend mehr für Deutschland getan hätten als alle vor und nach ihnen, mit Ausnahme von Leonhard Miksch. Lafontaine war meines Wissens der einzige Ministerpräsident der einen echten Schuldenabbau geschafft hat - also mehr als keine Neuverschuldung, was ja immer wieder gerne als "Schuldenabbau" verkauft wird obwohl in der Regel nichtmal der Part mit "keine neuen Schulden" stimmt.

Alleine die Vorstellung die deutsche Einheit wäre nach dem Plan von Lafontaine umgesetzt worden. Unter Kohl kostete die Einheit nach Schätzung der FU Berlin 2 Billionen €, wenn man außer acht lässt wieviel Volksvermögen für symbolische 1€ "privatisiert" wurde.

Die einzig wirkliche herausragende Fähigkeit von Erhard war der funktionierende Massenverkauf von Schlagwörtern und Legenden.

RE: Zigarren für alle | 12.08.2018 | 15:43

Es sind die vielen finanzstarken, politischen Institute und Stiftungen der Wirtschaft und die sonstige "Landschaftspflege" derselben in der Politikwissenschaft, Soziologie, Ökonomie, im Journalismus und natürlich auch in der Politik, die solche und andere Legenden bildet.

Es ist wirklich erschreckend wieviel "wissenschaftliche" Literatur es zur sozialen Marktwirtschaft gibt und wie verpeilt und oberflächlich der größte Teil davon ist.

RE: Logis und Kosten | 03.07.2018 | 00:32

In Deutschland regiert die falsche Politik für eine mögliche oder gar schnelle Lösung. Die regierende Politik will sich weder neu verschulden noch die Steuern erhöhen.

Darüber hinaus ist die europäische Bauwirtschaft ein Albtraum geworden, für Lokalpolitiker die versuchen größere Projekte zu verwirklichen. Vermutlich ähnlich für private Investoren, die sowas aber naturgemäß lieber nicht öffentlich dokumentieren und verbreiten.

Die Fertigstellung des Berliner Flughafen "BER" wird jedes Jahr um ein selbiges verschoben und verteuert sich dabei immer weiter.

Die Vorstellung, Berlin hätte stattdessen einen ganzen, neuen Stadteil mit Sozialwohnungen bauen und finanzieren können, liegt verlockend nahe. Dumm ist allerdings die Tatsache dass ein Flughafen eigentlich kein besonders anspruchsvolles Bauvorhaben ist, also statt dem BER ein neuer Stadtteil mit viel neuem Wohnraum auf der "grünen Wiese" warscheinlich genau so ein Horrorprojekt geworden wäre.

RE: Realität und Albtraum | 30.06.2018 | 03:30

Varoufakis ist natürlich noch immer der griechische Lobbyist der er in seiner Amtszeit qua Amt wurde. Inzwischen ist es vermutlich mehr Rechthaberei als Lobbyismus aber es kommt auf's Gleiche raus.

Die Konstruktionsfehler und Probleme der EU haben diverse namhafte Ökonomen schon öffentlich kritisiert als Varoufakis anfing seinen ersten Studenten etwas zu erklären.

Natürlich hat er teilweise Recht mit seiner Kritik. Trivial. Geschenkt.

Wie fast alle Ökonomen unterschätzt Varoufakis jedoch die Macht des politischen Willen unsinnige Regeln einfach beizubehalten und sich sogar durch schwerwiegende, selbstverschuldete Landeskrisen "durchzuwurschteln" und sich dabei als völlig unbelehrbar zu erweisen.

Diese Aberwitzigkeit wird allerdings regelmäßig noch durch die Wähler übertroffen, welche dieselben Verantwortlichen trotz allem immer wiederwählen. Überigens lange Zeit auch in Griechenland.