RE: Die einen lächeln, die anderen ertrinken | 04.07.2018 | 09:23

Es ist honorig und zeugt von humanitärer Gesinnung, Menschen in Not und Suizidwilligen zu helfen, aber die Verantwortung für suizidales Handeln liegt trotzdem weiter bei dem, der das Risiko seines Todes in Kauf nimmt.

Die Verantwortung für das Einsteigen in ein nicht hochseetüchtiges, überladenes Schlauchboot hat der Einsteigende allein. Mehr als 99 % Prozent der Menschen in Afrika fahren nicht nach Lybien und besteigen kein Boot in der vagen Hoffnung von europäischen Menschenfreunden auf hoher See gerettet zu werden.

RE: Schlepperstaaten | 02.07.2018 | 10:50

Schon ein schwieriges Problem - moralisch ist der Westen verpflichtet, die Opfer der Ausplünderung Afrikas und der Welt ins Land zu lassen. Produkte und Kapital sind frei, für sie gibt es keine Grenzen, aber der Mensch, der seine Arbeitskraft zu Markte tragen möchte, darf dies nicht tun. Globalisierung?

Andererseits kommen die Menschen aus Afrika nach Lybien obwohl sie wissen, was ihnen dort blüht, besteigen seeuntaugliche Fahrzeuge, bezahlen dafür sogar noch viel Geld, weil sie wissen, dass vor der Küste Rettungsschiffe nichts anderes tun, als nach ihnen Ausschau zu halten und sie aus ihrer selbstgewählten Lage zu "retten". Je mehr Menschen "gerettet" werden und es nach Europa schaffen, desto mehr Menschen werden aufbrechen, um nach Eurropa zu gelangen. Das spricht sich im Zeitalter der Smartphones herum, wie zu sehen ist.

Also was tun?

Entweder sofort aufhören, den Kontinent auszuplündern und echte Hilfe zur Entwicklung bieten - ziemlich unwahrscheinlich. Der "Reichtums"-Vorsprung, den sich der Westen in Jahrhunderten Ausplünderung geschaffen hat, würde langsam wegschmelzen.

Grenzen öffnen und dann wird sich der Migrationsdruck von selbst erledigen, sobald der Lebensstandard in Europa so weit gesunken ist, dass eine Migration nach Europa unattraktiv geworden ist. Auch das ist unwahrscheinlich, denn die reichen Länder des Westens werden ihren Reichtum mit Klauen und Zähnen verteidigen.

Mir scheint das ist, was gerade passiert.

RE: Ein Land schreibt sich groß | 29.06.2018 | 12:09

Bei Kissinger hieß das noch in anerkennendem Ton "Realpolitik" wenn er sich mit den Drecksäcken der Welt gemein machte. Aber ein Kurz ist natürlich kein Kissinger und wenn Berlin und Europa vor den Kriegsverbrechern in USA katzbuckeln dann ist das ja nur der Respekt vor unseren Verbündten und hat mit guten Geschäften nichts zu tun... scheinheiliger Artikel!

RE: Keine Aussicht auf Besserung | 20.02.2018 | 07:04

Ich verstehe die Aufregung nicht. Die USA gefährden mit ihrem Waffenfimmel überall auf der Welt den Frieden, schicken ihre Pistoleros in über einhundert Länder, brechen Kriege vom Zaun, intervenieren mit Waffengewalt. Da müßte man doch froh und dankbar sein, wenn sie sich darauf kaprizieren würden, sich gegenseitig zu erschießen. Wenn sie auch noch private Raketen und Mini-Nukes einsetzen könnten, dann wäre für den Rest der Welt das Problem USA vielleicht irgendwann elegant gelöst. Ich bin aus diesen Gründen für die Freigabe aller Waffengattungen für den US-amerikanischen Privatbesitz.

RE: Schutzlos ausgeliefert | 25.03.2017 | 04:10

Ja, besser hätt ich's auch nicht sagen können. Das perfide ist die Instrumentalisierung dieser Morde.

Aber im Ernst: was sollen diese armen Bastarde denn tun? Sie haben keine mit Hellfire bestückten Drohnen, um mal eben eine unserer Hochzeitsgesellschaften zu pulverisieren, aber wenn "unsere Leit" tausende Kinder, Frauen und Alte kollateralisieren, dann sollen die sich gefälligst aufs Beten beschränken?

Wir sollten beginnen zu fragen: Warum machen "die" so was?

RE: Schutzlos ausgeliefert | 24.03.2017 | 14:57

Terror Terror, ja es ist bedauerlich und selbstverständlich verdienen die Opfer Mitgefühl. Dass aber ganze Nationen Kopf stehen, die Presse tagelang das Thema durchwalkt, wenn wieder einmal ein durchgeknallter Religionsfreak mordet und in Parlamenten etc. Reden geschwungen werden, das ist mir doch etwas unheimlich angesichts der Tatsache, dass Morde regelmäßig passieren (z.Z. etwa 300 im Jahr in Deutschland), dass tausende durch Verkehrsunfälle und im Haushalt zu Tode kommen, dass z.B. in USA sich die Leute gegenseitig erschießen mit einer Rate von etwa 35/Tag (im 10-Jahresmittel), dass kriminelle Industrielle durch Umgehen der Grenzwerte - und mit Wissen, Erlaubnis und Unterstützung unserer Regierung - Giftschleudern auf die Menschen loslassen, die tausende im Jahr durch Stickoxyde umbringen dass in den von unserem Kulturkreis angezettelten Kriegen zehntausende umgebracht werden und das Keinen groß zu interessieren scheint. Also da muß ich mich doch sehr wundern, welche Bedeutung den im Verhältnis doch recht wenigen "Terror"opfern zugemessen wird.

RE: Herrlich laut | 05.03.2017 | 06:30

"Da ist nur noch dieses Gefühl: Das ist ihr Leben. Dass es so viele Leben gibt, und dass meines ganz klein ist und nicht von dieser Bedeutung. Das Gefühl ist herrlich laut, es braucht keine Worte."

Ja, toll und die Farben...da drüben ist alles so schön rot...da hat der Artist mit dem Schwert gerade dem bösen Buben den Kopf heruntergenommen...und der fiel so possierlich und rollte...

"Ich leg meine Brille ab und sehe ihr Leben." - ja, das war (noch) nicht Jerusalem, das war Jiddah aber macht nix: "Da ist dieses Gefühl. Das Gefühl von Weite."

RE: Der Pankower Handreich-Konflikt | 04.07.2016 | 20:59

zwischen de-kontextualisieren und synthetisch rekontextualisieren, hast Du den Arsch noch offen?

RE: Der Pankower Handreich-Konflikt | 04.07.2016 | 20:15

Bemerkenswert, die Fülle der Kommentare und die erhitzte Diskussion:

Da hat ein Mensch, einer, der sich entschied, in ein Land X zu wandern, abgelehnt, sich mit Sprache, Verhaltensweise, Gebräuchen von Land X zu befassen, und dieser Mensch geht zu der Polizei von Land X um sich zu beschweren dass seine religiösen Rechte mißachtet würden durch das Verhalten einer Lehrerin seines Sohnes. Genügt es eigentlich nicht, diesen Mann in ein Flugzeug zu setzen und in seine "Heimat" zu fliegen - unkommentiert....Persona non grata...Heilige Scheiße!

RE: Haben Sie nichts verstanden, Herr Juncker? | 03.07.2016 | 22:10

Juncker? Dazu fällt mir nur ein: sofortige Entlassung, egal wie.