chrislow

Wenn alle sind, wie sie sind, dann ist es die Normalität?
Avatar
RE: Böse Pläne überall | 05.10.2016 | 20:35

Zitat:
"Aber warum sollten die "Verschwörer" der VT, die ja aus Sicht der Verschwörungstheoretiker längst schon über uns alle bestimmen, dies eigentlich tun, da sie ja angeblich bereits an der Macht sind?


Mannmannman, weil Macht immer wieder verteidigt werden muß. Ebenso, wie sie oben erklärten, das die Welt immer mit ihrer Dynamik zu rechnen hat, so muß der Machthabende immer wieder dafür sorgen, dass ihm keiner den Rang abnimmt. Die "Verschwörung" lautet hier also: Das mächtige Leute/Gruppen kommende Emporkömmlinge immer wieder aufspüren und behindern/verhindern müssen, damit ihre eigene Macht erhalten bleibt.

Offenbar scheint auch dem Beitragschreiber nicht durchweg bewusst zu sein, dass in der Realität tatsächlich nur Leistungen wirklich zu Macht führen. Eben diese Leistungs- und Ellenbogengesellschaft und so. Die derzeitigen Mächtigen sind eben keine Könige von Gottes Gnaden (jedenfalls nicht formal - entwicklungsmäßig vielleicht eher schon - Niemand jedenfalls hat die derzeit Mächtigen zum König auf Lebenszeit ernannt).

Übrigens:
Machterhalt ist aber auch deshalb zuweilen leicht möglich, weil sich Machthaber nur an bestehende Systeme anpassen müssen, die daraufhin dafür sorgen, dass die errungene Macht (aka etwa auch Vermögen, Kapital und somit strukturelle Einflußpotenz) erhalten bleibt (oder weniger schnell wieder verloren geht). Einer der Systeme sei hier mit dem Begriff "Neoloberalismus" benannt - also marktkonforme Staats- und Organisationsformen... Demokratien und so...wo dem Finanzkapital jede Grenze und Nachteile weggeräumt werden.

RE: Drum prüfe, wer sich bindet | 05.10.2016 | 19:44

Also, nachdem ich mich nun durchgelesen habe, stelle ich fest, dass beide viele gleiche Kernprobleme fokussieren, aber wohl nicht immer gleiche Lösungsstrategien favorisieren.

Ich stelle auch fest, dass Wagenknecht die etwas sozialere sei, aber auch nur recht wenig effektive Lösungsansätze hat - viele Lösungen würden nur wenige Menschen betreffen... wovon also nur wenige profitierten. Etwa in dem Rahmen einer jährlichen Hartz4-Erhöhung um 3 Euro. Enttäuschung vorprogrammiert.

Eine echte "Querfront" besteht also nicht - wir können uns also beruhigen.

Leider ist es auch schade, weil beide gleiche Problematiken erkennen. Eine Annäherung wäre ein prima Experiment, um in der (neoloberalen) Mitte Druck zu machen.

RE: Drum prüfe, wer sich bindet | 05.10.2016 | 19:37

Ausserdem erschien das Interview nicht in der FAZ sondern in der FAS.

RE: Drum prüfe, wer sich bindet | 05.10.2016 | 18:56

Da steht, es wäre das Interview im Wortlaut. Das stimmt jedoch nicht, was leicht zu erkennen ist.

Besser wäre ein Link zum Original bei der FAZ. Hat den jemand?

RE: Drum prüfe, wer sich bindet | 05.10.2016 | 18:49

Nanana, sie sollen doch nicht hetzen. Sie würden sich dann doch von denen, die sie hier beschrieben haben und anzählen, nicht unterscheiden.

RE: Ausgleichende Ungerechtigkeit | 05.10.2016 | 18:33

Wie wahr, wie wahr. Wo die Linke vielleicht den Sozialstaat erhalten will, wie er bestand, interressiert das den Konservativen wenig. (davon ausgegangen, dass derjenige Konservative seine Dinger im Sack hat und somit sozusagen ausgesorgt hat ... und so).

So ist Links derzeit gerade tatsächlich ""Wertkonservativ" .. oder so.

Verkehrte Welt, was?

RE: Ausgleichende Ungerechtigkeit | 05.10.2016 | 18:29

Komisch, mir gefällt das Geschreibsel oben. Was auch merkwürdig ist, weil recht wenig Inhalt drin steckt.

Am besten fand ich den Satz in der Unterschrift:

"Was nicht gesagt wird, kann nicht negiert werden."

Es sollte aber besser heissen, dass es nicht negiert werden braucht, weil was nicht allgemeiner Konsens ist, üblicherweise als Spinnerei abgetan wird und somit keiner ernsthaften Negierung bedarf. Und solcher Art Unnotwendigkeiten sind die beste Strategie Geheimnisse geheimm zu halten.

Weil... es gibt noch viele Geheimnisse in dieser Alltagswelt und bezüglich unseres Bewusstseins und Seins. Ich schreibe Geheimnisse, weil da einiges durchaus irgendwo bekannt ist, und von denen tunlichst geheimgehalten wird, weil die Kenntnis dieser Geheimnisse unser Weltbild und unser aller Leben schwer aus dem Tritt bringen würden ... chaos und Verunsicherung zur Folge hätten, was freilich schlecht für all diejenigen wäre, die derzeit einen wünschenswerten (monetär oder ideel) Lebensweg (und also auch Stellung in der Welt) gehen konnten. Also schlicht für diejenigen, die derzeit an der Macht sind (also in der Gesellschaft wichtige Positionen oder Aufgabenbereiche haben)... denen es also besser geht, als den meisten anderen Menschen. Und man beisst sich nicht seine eigene Hand ab - sägt nicht an seinem eigenen Stuhl ... oder so ähnlich.

Wenn ich also beim Arzt sagen würde, ich wäre vergiftet worden, täte mich der Arzt nicht ernst zu nehmen brauchen, weil man in diesem Lande .. in dieser Welt ja wohl nicht vergiftet wird ... weil diese Welt ja so gut ist ... und so leide ich heute noch an der Vergiftung, die mir angetan wurde, ohne das dieses Gesundheitssystem sich bewusst ist, wogegen es was tun soll. Sowas muß ja schiefgehen. Und ich habe seit Jahren Schmerzen und allehand andere Probleme, ohne das etwas dagegen getan wurde. Geschweige denn, dass irgendwer irgendwann die Attentäter je gesucht hätte. Braucht man auch nicht, weil es ja keine Straftat gegeben hat. Diese nämlich - so der offizielle Kontext der ganzen Geschichte - bilde ich mir ja in meinem "kranken Kopf" nur ein. Denn man hat mich, anstatt eine Behandlung einer Vergiftung, einfach mal für psychisch gestört diagnostiztiert. Ohne Widerspruchsmöglichkeit. Erstaunlich, wie das einfach so gehen kann. Ich dachte, wir hätten gut ausgebildete Ärzte! Oder waren diese einfach nur faul oder desinterressiert und haben einen einfachen, weil systematisierten (Gesundheitssystem und so) Weg eingeschlagen? "Sie sind psychisch gestört - dagegen haben wir allerhand Pillen zur Ruhigstellung - bittesehr!" ... und nächster Patient... ist der Tag noch nicht rum?

RE: Und täglich grüßt die Leitkultur | 01.10.2016 | 13:35

In welcher Form sind sie denn "Kulturschaffender"?

Falls sie bei einem Theater oder beim Film oder Fernsehen "schaffen", dann ist dies nicht das gleiche, was derzeit mit Kultur im Kontext gemeint war.

RE: Der Hofstaat der Mitte | 25.09.2016 | 20:52

Danke für den Tip. Aber du hast meine "Diskussionskultur" herrausgefordert, weil du nicht bei der Sache warst...

...und immer noch nicht bist.

Denn, was der Mensch tun würde (oder nicht), steht hier nicht zur Debatte. Sondern, das es den Zwang nicht geben darf.

Und weil der Zwang so eine Sache ist, deswegen gibt es die "tour", dass man dem Gewissen einredet, das man doch den anderen Leuten nicht auf der Tasche liegen sollte. Denn das fühlt sich doch auch schlecht an und so. Wie auch immer... Man kann/darf nicht Fordern ohne Fördern. Nichts nämlich kommt von allein so, wie "man" es sich gerne wünscht oder meint, wie es sein sollte. "Kultur" ist kein Selbstläufer, der von allein zum Ideal reift.

Ich jedenfalls würde niemals alles tun, um der Gesellschaft nicht auf der Tasche zu liegen. Was geht mich die Gesellschaft an? Was tat sie für mich? Leider wohl nichts - auch nicht, als ich Hilfe benötigte - etwa als ich noch Kind war oder später, als ich unter großem Druck stand. Stattdessem hat man mich für verrückt erklärt. Die "Gesellschft" ist ein haufen dummer Idioten. Warum also sollte ich rücksicht auf sie nehmen?

Aber meine Haltung dazu ist auch aus anderen Gründen etwas besonders. Also nicht einfach so zu kritisieren.

Meine Mutter aber hat die selbe Einstellung und würde auch alles tun, um der Gesellschaft nicht auf der Tasche zu liegen. Was auch ein Grund war, warum ich als Kind Hilfe benötigte, weil meine Mutter arbeiten ging und nicht zuhause bei mir war. Ein andere Grund war, dass sie eben auch leider nur dumm ist - durch und durch - auch emotional und so.

RE: Der Hofstaat der Mitte | 23.09.2016 | 18:40

Jeder kann machen, was er will. Es geht darum, das man nicht zu einer Arbeit gezwungen werden können soll, wie es zuweilen schon so ist, nur, weil einige großkotzigen Gestalten meinen, man müsse schlicht alles machen, was einem hingeschmissen wird, nur weil man sonst gerade nix macht/arbeitet.

Bekommst du überhaupt mit, was ich sage?