Spruch der Stunde_020

Bezeugungen_ Keine Phrase ist zu unscheinbar, dass nicht noch Wahrheit in ihr stecken würde (können).
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"Ich bin der Berg - Ich war Zeuge."

-> Der Kontext, in den dieser kleine Satz gehört, ist (mir) neu. Der Berg - wissen wir, ist alt. Und die einfachst assoziierbare Situation ist es auch und unsere derzeitige kulturelle Lebenssituation ist auch durch dieses Ereignis begründet - Gott spricht zum Propheten und der wahrscheinlich erste 10 Punkte-Plan ist gebohren.

Dieser Spruch aber soll ein Gleichnis sein, welches den Zeugen als unwillendlich wissend zurück lässt - der Berg war einer und jeder andere Mensch kann auch einer sein. Und die Wahrheit im Kontext war von "ihm" nicht erfragt - aber trotzdem preis gegeben. Oder fragten wir nicht doch alle immerzu nach ihr?

Zumindest könnten wir alle Zeugen sein, wenn wir jeweils Augen, Ohren und Geist offen halten würden.

Aber Vorsicht ... manch Wahrheit im Kontext wirft einem nicht um jahrtausende, sondern um Dimensionen in der Ontologie zurück. Doch was nutzt es noch zu fragen, wer nun Pandorras Box geöffnet hat, wenn doch nie jemals die Wahrheit ausgesprochen wurde? Das Wort ist doch nur Sublimierung gedungener Existenz und seine intendierte Bedeutung wahrhaft zu erfassen, ist große Kunst und Last für einen.

Nietzsche sagt: Gott ist tod.

Ich sage: Gott stirbt jeden Tag.

Aber wo der eine "Kopf" durch den Tod abgetrennt, wächst sofort ein anderer nach. Müßig sich ein "Bild" seines Antlitzes zu machen, so vergänglich ist Gott. Aber er/sie/es ist unermüdlich ... und notwendig. Gott aber wird in dir gemeuchelt.

Und so redete ich viele Worte an euch und dennoch ohne Empfänger. Denn ihr werdet nichts verstehen, was mit diesen Worten transportiert wurde. Denn Gott geht euch nichts an, so ihr euch nicht an ihm schuldig macht - was leider unvermeidlich scheint. Also begehret euch selbst. So ist es gut genug ... und (kulturel) vorgesehen.

Ich bin untröstlich im Glück des Seins im "Hier und Jetzt" und anderswo ... und überall. Diese Welt ist mir zu klein (geworden) ... denn Wissen ist endlich. Das ist der Grund, warum das Heil im Glauben liegt.

19:38 03.12.2012
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Geschrieben von

chrislow

Wenn alle sind, wie sie sind, dann ist es die Normalität?
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