Spruch der Stunde_18

Freiheit_ Keine Phrase ist zu unscheinbar, dass nicht noch Wahrheit in ihr stecken würde (können).
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"Zu reisen hat aus einem geschlossenen Handelsstaate nur der Gelehrte und der höhere Künstler: der müssigen Neugier und Zerstreuungssucht soll es nicht länger erlaubt werden, ihre Langeweile durch alle Länder herumzutragen."

Zitat aus:

"Der geschlossene Handelsstaat" von Johann Gottlob Fichte, aus dem Jahr 1800.

Fichte, ... Dichter der Freiheit. Reisefreiheit war jedenfalls nicht vorgesehen. Und irgendwie kommt einem ein "geschlossener Handelsstaat" auch bekannt vor (DDR).

Andererseits, ... ist das Reisen heute nicht absolut verboten, sondern durch strukturelle Bedingungen geregelt; wer Geld hat, kann reisen. Ist also Freiheit überhaupt verhandelbar oder eine mathematische Konsequenz?

In der Gegenüberstellung von positiver und negativer Freiheit wird klar, dass es mit der Freiheit dann doch nicht so einfach sei. Mit jeder Regulierung mehr kommt man einem Polizeistaat näher. Das Gegenteil aber wollen wir auch nicht. Was also wollen wir?

Angeregt von:

http://www.scilogs.de/chrono/blog/gute-geschafte/allgemein/2012-09-13/fichte-und-die-dialektik-der-freiheit

Fichte und die Dialektik der Freiheit
von Frank Wiebe, 13. September 2012, 14:49 Scilogs.de

17:32 19.09.2012
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Geschrieben von

chrislow

Wenn alle sind, wie sie sind, dann ist es die Normalität?
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