Woher kam all der Hass?

tötlich Analyseversuch eines sonderbaren Ereignisses - was war da passiert?
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community


Es geht hier um den Beitrag von Magda:

Woher kommt all der Hass?

vom 28.07.2014

https://www.freitag.de/autoren/magda/woher-kommt-all-der-hass





Es gab wieder den üblichen "ehemaligen Nutzer" - in diesem Kommentarstrang - sogar mindestens zwei.

Und folgende Beteiligte Kommentatoren sind um dieses Datum herum mit letzten Kommentaren oder Beiträgen "aufgefallen" - meint: zwar noch angemeldet, aber danach aufgehört aktiv zu sein:

TamirM letzter Kommentar: 09.08.2014 /letzter Login: 11.12.2014

alalue letzter Login 05.08.2014

Saul Rednow letzter Login 06.09.2014

fegalo letzter Login 05.08.2014

KALLEWIRSCH am 03.09.2014 letzten eigenen Beitrag - nach 150

SuzieQ letzter eigener Beitrag 23.07.2014

Sabbell Mitglied seit: 04.08.2014 Letzter Login: 15.08.2014

rioges letzter eigener Beitrag 25.08.2014(Unterschrift: Gewalt überall)

Kim Schicklang Mitglied seit: 04.08.2014 Letzter Login: 04.08.2014

karstenfinke Letzter Login: 03.08.2014

Heinz Mitglied seit: 03.08.2014 Letzter Login: 03.08.2014

OliverK Letzter Login: 03.08.2014

seriousguy47 ehemals sehr aktiver Nutzer (327 eigene Beiträge) - inzwischen eigene Beiträge eingestellt

Schrittmacherm Letzter Login: 01.08.2014

use77 Mitgleid seit 05.08.2014 letzter Login ist nicht verfügbar, aber die beiden einzigen Kommentare sind zum besagtem Beitrag.


Es sind also insgesamt 17 Mitglieder fast auf einen Schlag ausgeschieden!


Dieser Beitrag und seine Kommentare sind ein deutlciher Schnitt in der dFC. Dabei ging es hoch her und aus allen Richtungen nicht mit rechten Dingen zu. Selbst unverdächtige Mitglieder wurden moderiert und gar versteckt - etwa wie Wolfram Heinrich, der alles andere, als einer offensiven Kommunikationsstrategie verdächtig ist (gewesen?).

Dieser Beitrag hat das Nutzerverhalten von erstaunlich vielen Mitgleidern einschneidend verändert. Ausserdem gab es mehrere Neuanmeldungen wahrscheinlich nur zu diesem Beitrag, die sich nach ihren Kommentaren zu ihm nie wieder einlogten. Und plötzlich (naja, nicht ganz so aus heiterem Himmel) meldet sich die Redaktion:

Community-Redaktion 06.08.2014 | 10:26

Auf Grund der beleidigenden und anti-feministischen Kommentare wird dieser Thread geschlossen. Die Community Redaktion



Was ist da passiert?

Das war ein Geschlechterkampf. Das verheerendste Reizthema, seit Gott in der Welt ist.


Ich bin aus mehreren Gründen extrem aufgescheucht. Und ich halte es nicht für hinreichend, dass mit dem Beenden dieser Kommentarspalte das Problem gelöst sei. Entschärft nur und zwangsberuhigt - Notbremse. Aber ... entschärft wurde es durch etwas anderes.

Ja, was war das? Und was war die Jahre überhaupt los?

Dieser Beitrag war nicht der einzige Bruch in der Szene. Es gab da noch mindestens einen Weiteren, an den ich mich deutlich erinnere und der schlagartig einen Punkt setzte.

Denn:

Wem es noch nicht aufgefallen ist:

Die dFC ist Geschichte. Was sie einmal gewesen, gibt es nicht mehr. Ich weiß noch, wie erwartungsvoll man einst gewesen, wie man sich auf neue Beiträge gefreut hat - damals, irgentwann. Das ist nicht mehr.
Die Community ist komplett zerbrochen in viele Einzelteile und ein großer Teil ist nicht mehr da. Wo sind sie? Was ist aus ihnen geworden, was machen sie?

Keine Ahnung, ob ich nichts mehr mitkriege. Die Antworten auf diese Frage (wo sind sie?) jedenfalls nicht. Kann aber auch daran liegen, das keiner darüber redet - etwa weil ... (zu "Emphatie" im Text springen).

Allerdings ist die dFC nur die Plattform, in der sich eine zusammenfand - für eine Weile. Zerbrochen ist das, woraus sie sich gespeisst hat. Eine ganze Kulturszene, die langsam gewachsen war und eine unbeschreibliche Präsenz hatte. Sie war nicht nur eine "Kulturszene", eine "Community", sie war sowas wie ein Zuhause. Wie eine "Heimatwelt".

Alles tot. Kultur kaputt - oder was ist der Schaden?

Und ich denke, dass das von Extern (ausserhalb der Szene) so gewollt war. Es wurde mit Nachdruck auf den Zerfall hingearbeitet. Das war nicht nur eine intrinsische Dynamik, eine Selbstzerstörung. Es wurde gezündelt, da bin ich mir sicher. Um was es dabei ging, das hat Schrittmacherm in seinen Kommentaren gelegendlich angedeutet (Suchworte: Schwarm, neuronales Kollektiv, Tschernobyl, Deutungshoheit, Gottessphäre, Jesus ...). Schrittmacher ist seit dem Beitrag auch verschwunden. Sein Stichwort "Schwarm" deutet etwas an, was derart überirdisch und absurd anmutet. Nämlich: Das Geheimnis um Gott und das Göttliche und moderne politische Strategien. Weil das relevant ist und weil die Kulturszene zerbrochen ist, ziehe ich den Schluß, dass hier ein unsichtbarer "Krieg" stattfand. Und seine Folgen sind so grausam, wie dieselben eines "echten" Krieges. Es nehmen Menschen Schaden, sterben. Und niemanden fällt auf, dass sie fühlen, dass sie weg sind.

Das passt eben auch irgentwie in die Zeit. Umbrüche finden statt. Keiner merkt es so recht in Echtzeit - und die meisten leider auch später nicht. Da wird weitergemacht, als wäre nichts gewesen - banale Erklärungen für bare Münze gehalten. Die Karavane zieht unbeeindruckt, aber unterhalten weiter. Erzähl mir niemand mehr etwas von Emphatie und so´n Zeugs. Emphatie scheint nicht zu sein, als was es verstanden und populiert wird. Und überhaupt nimmt sich sowieso jeder das, was ihr/ihm daran "schön" ist. Der Rest wird geleugnet und verdrängt - ignoriert. Da ist keiner der "bessere Mensch" hier und anderswo - nirgendwo!

Ihre vorgekaute, einfach konsumierbare Realität gefällt ihnen so gut, dass sie das Fragen (und das Denken) verlernt (oder nie gelernt) haben. Jeder Kommentartor ploppt da bei jenen in der Imagination als Homer Simpson auf und die Schublade ist fertig - und das Weltbild auch. Einfache Strukturen, einfache Geister. "Probleme" ebenso einfach übersehen (alles ist lösbar - wie sie aus der einfachen Weltsicht heraus nur denken können) gehen sie nichts an. Der Mensch ist in seiner Sozialdemokratie-/Menschenrechts-/Rechtsstaats-/Wissensgesellschafts-Blase in einer Scheinrealität und degeneriert dabei zur Marionette; zum Werkzeug und Hantiermasse. Ich bilde mir jetzt nicht ein, das irgendwer versteht, was ich damit sagen will. Das wäre ein Wunder - und die gibts nich.

13:45 25.12.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

chrislow

Wenn alle sind, wie sie sind, dann ist es die Normalität?
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Kommentare 77

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