Christian Füller

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Christian Füller
RE: Gruß in den Knast | 17.07.2017 | 04:17

Lieber Hr/Fr "Flori",

was haben Sie denn vermisst? Für das Ressort Alltag sind das die Fragen, die man stellen kann.

Herzlich

Füller

RE: Schutz der Würde, auch auf Facebook | 04.07.2017 | 23:19

@luddisback es ist keine zensur, weil es nur so heißt, wenn der staat das macht. ich empfehle karlsbader beschlüsse nachzublättern.

correctiv "korrigiert" fakenews, d.h. die redaktion bekommt eine anfrage für einenfaltenchek – der dann veröffentlicht wird. correctiv löscht nicht, es fügt erklärungen an

RE: Schutz der Würde, auch auf Facebook | 04.07.2017 | 06:08

@luddisback interessant, oder: viele Kritiker des ersten maas-entwurfs für #netzdg forderten eine regulierte selbstregulierung durch eine weitere freiwillige selbstkontrolle, bestehend aus der internetindustrie. dort wird der schutz der menschenwürde im netz effektiv verlangsamt (24 stunden sind bei hatespeech echt ein problem); vor allem aber wird es für facebook billiger, das selbstverständliche auskehren von volksverhetzung etc vorzunehmen – weil es die kosten auf andere unternehmen mit abwälzen kann. verzeihung: es gibt nur einen einzigen grund für facebook, seinen job der gesprächsmoderation nicht wahrzunehmen - es ist einfach sauteuer, die rülpsen von zwei milliarden nutzern zu moderieren. mit meinungsfreiheit, die es bei facebokk qua agb nicht gibt, hat das nichts zu tun. kurz: facebook hat sich eine schar billiger freier mitarbeiter und lobbyisten zugelegt. es sind jene, die täglich for free auf plattformen und in leserbriefspalten "zensur" rufen, obwohl sie ganz offensichtichtlich nicht wissen, was das ist

RE: Schutz der Würde, auch auf Facebook | 03.07.2017 | 08:57

Guter Hinweis.

Und übrigens: Wer bei Facebook Mitglied wird, der gibt die Meinungsfreiheit ohnehin ab. Denn er stimmt zu, dass Facebook löscht, wann und was es will – ohne Brgündung

RE: Schutz der Würde, auch auf Facebook | 03.07.2017 | 00:08

Zu 2: jede Zeitungsredaktion weiß, wie man ehrabschneidende, volksverhetzende etc Beiträge von Lesern behandelt - sie löscht sie. Das ist keine Zensur, sd täglich Brot. Und die Zeitung hat auch keine andere Wahl als solche online-Kommentare zu löschen, sonst drohen Klagen. Wieso sollte die große Meinungsplattform Facebook nicht müssen, was für den kleinen Meinungsmacher Zeitung Verpflichtung ist? Im übrigen ist die von Ihnen zitierte Deklaration (https://deklaration-fuer-meinungsfreiheit.de/impressum/ ) ein Werk der Internetindustrie-Lobby. Fast ein Drittel der Unterzeichner sind Verbände des Milliardenbusines' - die wollen Geld sparen, denen ist die Meinungsfreiheit völlig schnuppe.

RE: Biermann raus | 05.06.2017 | 10:20

@rafaela Was sind die falschen Tatsachen über Wolfgang Engler? Ich schätze und bewundere Engler als Intellekutellen. In der bat-Frage hat er sich kleinkariert und dämlich verhalten. Das habe ich auch mit ihm persönlich besprochen; wir haben logischerweise keinen Konsens erzielt.

@weinsztein Sofern die Fragen nicht lauten wie die folgenden, also entweder buchlange Manuskripte erfordern oder Pseudofragen sind, antworte ich gerne. (Bsp: Wie beurteilen Sie den Einfluss von Günter Grass auf die Affäre Biermann? Oder: Wie viele Kinder hatte Biermann von wie vielen Frauen?) Freilich verstehe ich einen Morgenpost-Text nicht als Grundlage für die Einschätzung einer Veranstaltung, @Weinsztein, das können sie schlecht von mir verlangen. Ausgerechnet sie zitieren die Morgenpost als Dekalog?!? Was ist denn da los! Immerhin war ich selbst anwesend, da muss ich mich nicht auf die Wahrnehmungen eines MoPo-Menschen verlassen.

Zudem ist die ganze bat-Eröffnungs-Regie fragwürdig, auf die Weinsztein m.E. hereinfällt: zuerst eine Zement- und Ziegel-Feier auszurufen, um Wolf Biermanns und anderer Gründer Anwesenheit gezielt zu verhindern (ihn also sinngemäß gezielt auszuladen), dann geistlose "Hochschulpakt-Milliarden-Bafög-Zentralstandort"-Schlegel-Reden halten – und hinterher diesen Ablauf als Beleg dafür zu benutzen, dass es Applaus gab, Biermann gar nicht wollte, weil "sein Stuhl blieb leer" usw. usf. Das ist eine merkwürdige Methode der Ignoranz und – fast müsste man sagen – Zersetzung, wie man sie von früher kannte.

RE: Prävention ist eine Allmachtsphantasie | 04.06.2017 | 12:25

@balsamico Es ist eine falsche, jedenfalls heute nicht mehr zeitgemäße Vorstellung, dass Facebook nicht mit Zeitungen oder öffentlichem Rundfunk vergleichbar wäre. Facebook hat – obwohl Privatunternehmen – inzwischen die größte Reichweite von Öffentlichkeit. Wenn von dort ungepflegt Hass, Volksverhetzung und Menschenverachtung verbreitet wird, dann sollte Facebook das eindämmen – also seiner öffentlichen Verantwortung gerecht werden. Ich hafte als Blogger für das Zeugs, das Leute bei mir kommentieren – aber Facebook nicht?! Das könnten Sie uns nochmal erklären. Ich schätze, dass die Äpfel und die Birnen da in einen Korb gehören.

Guter Hinweis übrigens von @Krysztof: Stellen Sie gerne einen der von SPON zensierten Beiträge hier ein. Die Community-Manager werden das dann ggfs sperren, wenn es den Regeln der Öffentlichkeit nicht entspricht. Anderfalls werden wir dann alle beurteilen können, inwiefern es eine Beschränkung ihrer Meinungsfreiheit war, was die Kollegen von SPON getan haben. Herzlich, Füller

RE: Kampf ums Geld | 04.06.2017 | 11:18

Danke für Ihren Beitrag, @Weinsztein. Haben Sie die Stücke gelesen? Genau darum geht es dort nämlich: dass die SPD einerseits den Wahlkampfschlager Gerechtigkeit für "die hart arbeitenden Menschen" trällert – aber bislang kein Konzept vorgelegt hat, das ihn verwirklichen könnte. Das, was bisher an Plänen bekannt geworden ist, läuft bei der Linken auf massive Steuererhöhungen für die Mittelschicht hinaus. Und selbst der Vorschlag von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wird die Mittelschicht nicht ent-, sondern belasten. Warum das wichtig ist? Weil in der Mitte die größte Wählergruppe ist und sie von ihrer Unsicherheit her SPD-affin sein könnte. Könnte – wenn die Schulz und Heil sie nicht weiter verunsichern würden durch Wahlkampf-Schweigen.

(Persönliche Frage: Können Sie auch sachliche Posts?)

RE: Prävention ist eine Allmachtsphantasie | 04.06.2017 | 10:21

@balsamico – Danke, damit ist ja alles klar. Es geht am Ende gar nicht um Zensur, es geht einfach drum, dass Facebook pleite wäre, wenn es seinen Job so machen würde, wie es z.B. alle Zeitungen machen müssen (und wie es gesetzlich vorgeschrieben ist). Wir nehmen Hatespeech hin, weil wir Mitleid mit Facebook haben.

@Zensur: Was Spon macht, ist nicht Zensur, nochmal zur Erinnerung. Die räumen einfach das raus, was die Persönlichkeitsrechte etc anderer verletzt. Hass ist keine Meinung, Balsamico.

Facebook müsste sich eine Armada von erstens qualifizierten und zweitens teuren Kontrolleuren halten, mit der Folge, dass es auch von solchen Nutzern gemieden würde, die nichts Böses im Schilde führen. Damit wäre sein Geschäftsmodell am Ende.

RE: Prävention ist eine Allmachtsphantasie | 03.06.2017 | 18:54

Nein, das ist keine Zensur; das machte der Metternich- und der DDR-Staat. Und übrigens auch keine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Die endet da, wo Schmähungen etc beginnen. @balsamico schrieb "Das ist ordinäre Zensur großen Stils und angesichts der Größe der Portale auch durchaus dazu geeignet, die öffentliche Meinung ungut zu beeinflussen."

Michal hat in seinem Beitrag für den Print-Freitag heraus gearbeitet, dass diese 2012er-Regeln für Facebook keinen Sinn mehr machen

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