2 von 5 Sternen. Empathie Germany 0 points.

Aufbruch ins Ungewisse Die ARD hält dem Deutschen mit "Aufbruch ins Ungewisse" den Spiegel vor. Der will aber nicht wirklich einen Blick in diesen wagen. Ein Kommentar.
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"Staatspropaganda". "Erziehung mit Rundfunkgebühren". In den Foren der grossen Tageszeitungen ist heute nach "Aufbruch ins Ungewisse" der erfahrene Cineast unterwegs. Immerhin hat die ARD mit ihrer ungewöhnlichen Perspektive auf Flucht und Vertreibung Gefühle ausgelöst. Was mich nicht kalt lässt, das lässt mich ein bisschen kälter werden.

Die Empathie, die dieser wundervolle Film ausstrahlt, sucht - ungeachtet aller eventuellen Mängel und gewollten Konstruktionen -im derzeitigen Programm seinesgleichen. Die letzten epochalen Szenen und Sätze aus John Grishams "Die Jury" zur aktuellen politischen Lage als abendfüllender deutscher Film und letzendlich einfach ein Aufruf, Flüchtlingen anständig und mitfühlend entegegenzutreten. Da dachte ich: "Danke ARD und an der Botschaft gibt es doch nun wirklich gar nichts auszusetzen?"

Denkste.

Nur eine Stunde quälendes Überfliegen der Kommentare und Beiträge zum Film in Verbindung mit den nach knapp 2000 Mediathek Bewertungen erhaltenen 2 von 5 Sternen zeigen uns, daß der Weg zum Herzen vieler Zuschauer ein holpriger ist. Möglicherweise ein auch schon ganz versperrter? Dann sehen wir uns vielleicht doch bald im Gummiboot. Bitte warme Kleidung anziehen.

01:42 15.02.2018
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Geschrieben von

Sven

Vater einer Mehrkindfamilie, doppelter Staatsbürger und Arzt. In der Reihenfolge.
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