Clara Sinn

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RE: Warum Männer Kachelmann widersprechen müssen | 26.10.2012 | 03:50

Tobibo7 "Dieser ganze Thread hier ist ein schöne Beispiel für feministische Streitkultur."

Ich habe den kompletten Thread gelesen und bin entsetzt. Aber über das Zitat musste ich lachen: Der Thread besteht zu 90 % aus männlichen Beiträgen... Es passt allerdings zur Qualität der sonstigen Beiträge von Tobibo.

Entsetzt bin ich einerseits darüber, wie sich Menschen hier anmassen, über K. zu urteilen, und zwar sowohl was seine Schuld als auch was seine Unschuld angeht. Ein Gericht mit mehreren Richtern hat sich mehrere Verhandlungstage nur mit dieser Frage beschäftigt, unzählige Zeugen gehört, Beweise geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen "in dubio pro reo" - aber ihr hier habt den Schneid, hierzu eine eigene Glaubensbekundung zu veröffentlichen "Ich glaube, er war's" - "Ne, ich glaube, er war's nicht"? 'Tschuldigung, aber etwas Dümmeres gibt es kaum...

Einer hat immer wieder darauf hingewiesen: K. ist freigesprochen worden! Punkt. Ende der Diskussion.

Aber: Wie kann dieser Mann da ein Versagen der Justiz anprangern? Das bedeutet ja im Umkehrschluss, er war's doch - und die Justiz hat versagt, indem sie ihn freigesprochen hat, oder was?

Scherz beiseite. Es fällt schwer, diesen Typen als Opfer wahrzunehmen, weshalb sein Unterfangen scheitern wird.

Ich fragte mich auch während dieses Interviews bei Jauch, was ist eigentlich ihre Motivation. Liebe kann's nicht sein - dann hätte sie gesagt "Jörgi, Liebster, halt die Klappe bis alles vorbei ist und bau deinen Ruf langsam wieder von unten auf. Und wir genießen unsere junge Liebe" oder so ähnlich ;-) Stattdessen schiebt sie ihn ins Rampenlicht (wo er ja sowieso gern ist) und damit kriegt er den Gnadenstoß.... Vielleicht wird er noch ein paar Fans haben (sowie Eva Hermann), vermutlich hängt sich die Väterlobby damit ran. Aber eigentlich ist er medial tot. Und da hat ein anderer Schreiber hier recht, der schrieb, dazu hätte es keines Vergewaltungsvorwurfs bedurft. Allein das "Outen" seines Privatstatus hätte dem Saubermann die Werbeeinnahmen versaut - damit wäre er fertig gewesen.

Und noch eine Frage trieb mich während des Interviews, auch wenn sie nicht zum Thema gehört: Wieso ist K., der eigentlich in Westfahlen geboren und aufgewachsen ist, Schweizer Staatsbürger? Wie hat er das denn geschafft?

Dieser Typ ist das Paradebeispiel eines narzisstisch schwer gestörten Menschen, ohne Gewissen, voller Lügen, Gößenwahnsinnsfantasien, Opfergehabe - das ganz klassische Repertoire. Als Bürger eines Rechtsstaates verurteile ich jede Falschanschuldigung. Als Frau muss ich sagen "Es hätte zumindest den Richtigen getroffen".