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Das Große im Kleinen finden. Einzelne Romanpassagen und Filmszenen durchleuchten. Twitter: @CloseViewing (Filme und Fotografie)
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RE: Thomas Piketty vs. Chris Giles – noch Fragen? | 01.06.2014 | 17:26

Ich stimme zu, dass das ein Problem ist. Einzelne Fehler sollten nicht dazu missbraucht werden, ein ganzes Werk in Frage zu stellen. Leider ist das jedoch oftmals die Botschaft, die beim Leser am Ende hängen bleibt.

Daraus sollte man jedoch nicht den Schluss ziehen, Zeitungen sollten keine kritische Hinterfragungen betreiben. Wo würde das hinführen?Financial Times and Zeit würde ich außerdem nicht ohne Weiteres in einen Topf werfen...

RE: Thomas Piketty vs. Chris Giles – noch Fragen? | 31.05.2014 | 17:41

Der Zeit-Artikel ist mir bekannt, den von heise.de kannte ich nicht. Keiner der beiden geht jedoch auf die mittlerweile erschienene detaillierte Replik von Piketty ein und liefert auch keine Erkenntnisse zu der Europa-Durchschnitts-Frage.

RE: Finale (1) | 18.02.2014 | 09:51

Sorry, "Kuzu" ("Lamm") heißt der Film.

RE: Finale (1) | 18.02.2014 | 09:50

Sorry, "Kuzu" ("Lamm") heißt der Film.

RE: Finale (1) | 18.02.2014 | 09:43

Danke für die Einblicke - richtig begeistert scheint von der diesjährigen Berlinale ja so wirklich niemand zu sein (egal, ob Wettbewerb, Panorama, oder Forum). Ich selbst hatte z.B. "Kuzo" im Panorama gesehen: eigentlich eine Intrigen-Geschichte, aber ganz bodenständig, realistisch, unaufgeregt erzählt. Nur scheitert dann doch alles an der Figurenmotivation, die teilweise nur so handeln, wie sie handeln, weil der Plot es von ihnen verlangt.

Zum Thema "Filme über Blinde": Vor ein paar Monaten lief auch der Film "Imagine" im Kino an: Über einen recht außergewöhnlichen Blindenlehrer. Es scheint sich also fast ein Trend abzuzeichnen, dass dieses filmisch so schwer zu fassende Thema langsam Einzug ins Kino erhält. :)

RE: Der seltsame Fall des Filmes "Boyhood" | 16.02.2014 | 16:55

Ja, das ist übrigens ein weiterer Grund, warum man so "haften" bleibt an diesen Bildern: Man spürt, dass sie nicht in *Rückschau* auf eine bestimmte Ära entstanden sind - sondern mittendrin. Das ist ein wirklich einzigartiges Erlebnis, das ich bisher nur aus Langzeitdokumentationen kannte. (Oder aus Videotagebüchern oder ähnliches.) Aber eben nicht aus fiktiven Werken. Hier *spürt* man das Altern der Figuren einfach - so wie man es am eigenen Leib spürt, wenn man mal wieder in den Spiegel schaut.

Insofern ist es vielleicht sogar ganz folgerichtig, dass die ersten Jahre noch auf 35mm abgelichtet wurden und der Rest dann digital. (Das spielt übrigens auch innerhalb der Filmhandlung eine Rolle: Mason schießt seine Fotos am liebsten noch analog, während die meisten Mitschüler längst auf Digital umgestiegen sind.) Ich muss allerdings zugeben, dass ich den Unterschied zwischen den Bildern nicht erkannt habe - naja, ist ja auch viel Postproduktion involviert.

RE: Der seltsame Fall des Filmes "Boyhood" | 16.02.2014 | 16:49

Ja, das ist übrigens ein weiterer Grund, warum man so "haften" bleibt an diesen Bildern: Man spürt, dass sie nicht in *Rückschau* auf eine bestimmte Ära entstanden sind - sondern mittendrin. Das ist ein wirklich einzigartiges Erlebnis, das ich bisher nur aus Langzeitdokumentationen kannte. (Oder aus Videotagebüchern oder ähnliches.) Aber eben nicht aus fiktiven Werken. Hier *spürt* man das Altern der Figuren einfach - so wie man es am eigenen Leib spürt, wenn man mal wieder in den Spiegel schaut.

Insofern ist es vielleicht sogar ganz folgerichtig, dass die ersten Jahre noch auf 35mm abgelichtet wurden und der Rest dann digital. (Das spielt übrigens auch innerhalb der Filmhandlung eine Rolle: Mason schießt seine Fotos am liebsten noch analog, während die meisten Mitschüler längst auf Digital umgestiegen sind.) Ich muss allerdings zugeben, dass ich den Unterschied zwischen den Bildern nicht erkannt habe - naja, ist ja auch viel Postproduktion involviert.

RE: Der seltsame Fall des Filmes "Boyhood" | 16.02.2014 | 16:47

Ja, das ist übrigens ein weiterer Grund, warum man so "haften" bleibt an diesen Bildern: Man spürt, dass sie nicht in *Rückschau* auf eine bestimmte Ära entstanden sind - sondern mittendrin. Das ist ein wirklich einzigartiges Erlebnis, das ich bisher nur aus Langzeitdokumentationen kannte. (Oder aus Videotagebüchern oder ähnliches.) Aber eben nicht aus fiktiven Werken. Hier *spürt* man das Altern der Figuren einfach - so wie man es am eigenen Leib spürt, wenn man mal wieder in den Spiegel schaut.

Insofern ist es vielleicht sogar ganz folgerichtig, dass die ersten Jahre noch auf 35mm abgelichtet wurden und der Rest dann digital. (Das spielt übrigens auch innerhalb der Filmhandlung eine Rolle: Mason schießt seine Fotos am liebsten noch analog, während die meisten Mitschüler längst auf Digital umgestiegen sind.) Ich muss allerdings zugeben, dass ich den Unterschied zwischen den Bildern nicht erkannt habe - naja, ist ja auch viel Postproduktion involviert.

RE: Der seltsame Fall des Filmes "Boyhood" | 15.02.2014 | 17:46

Ja, Patricia Arquette - einfach unbeschreiblich gut. Das sind aber einfach auch super Rollen, die da zusammengefunden haben - Ethan Hawk und Ellar Coltrane - das war ja ein riesigen Risiko, dass der 6jährige da so hineinwächst.

"Es war ein bißchen als wenn gute Freunde verlassen muß."

--> Ja, jetzt muss ich auch daran denken: Vielleicht ist dieser Film auch eine gelungene Art "Gegenentwurf" zu den epischen Serien, die dem amerikanischen Kino in so manchem Gebiet ja gerade gehörig den Schneid abkaufen.

RE: Bombe | 03.11.2013 | 22:42

Ich hab in meinem Leben vielleicht 10 Tatorte gesehen, kann das deshalb vielleicht nicht so ganz einschätzen. Aber ich hätte erwartet, dass man ein neues Ermittlerteam nur dann einführt, wenn man ein Drehbuch gefunden hat, das nicht schon nach 5 Minuten im 0815-Sumpf ertrinkt.

Wenn man ein "junges, wildes" Ermittlertrio kreiert (und sich dafür unter anderem die Kriegerin-Darstellerin holt) dann kann man doch keinen Film drehen, der absolut gar nichts Junges und Wildes an sich hat.