Gespalten nach rechts

Katalonien Die Separatisten haben sich bei den Wahlen gegen ihre Gegner durchgesetzt. Der Konflikt mit Madrid hat jedoch vor allem Nationalisten auf beiden Seiten beflügelt
Exklusiv für Abonnent:innen
Katalonien blickt in eine ungewisse Zukunft
Katalonien blickt in eine ungewisse Zukunft

Foto: Dan Kitwood/Getty Images

Am Ende der Wahlnacht verkündeten zwei Lager ihren Sieg. Die Separatisten konnten stolz darauf sein, trotz aller Widrigkeiten ihre Parlamentsmehrheit (70 von 135 Sitzen) zu verteidigen, sich gegen den antiseparatistischen Block (56 Sitze) klar durchzusetzen und ihre Kernwählerschaft (zwei Millionen Stimmen) zu halten. Den parlamentarischen Mehrheitsverhältnissen nach wurden die Antiseparatisten geschlagen. Dennoch rühmten diese sich, dass nun erstmals eine explizit antikatalanistische Kraft, die rechtsliberale Partei Ciutadans, in einer Regionalwahl zur stärksten Partei (25 Prozent und 37 Sitze) aufgestiegen war – und sich in den zehn größten katalanischen Städten durchgesetzt hatte. War beider Jubel berechtigt? Wohin weisen die Ergebnisse? Aus