Ja, was denn sonst?!

Homoehe Berlins CDU hat die Homoehe abgelehnt. Nun wird ihr die Modernität einer so genannten Großstadtpartei abgesprochen. Das ist zu weit gedacht.
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Zunächst eine Frage: Wer ist die Berliner CDU? Richtig - die Mitglieder dieser christkonservativen Partei. Und genau die hat ihr Berliner Landesvorsitzende befragen lassen. Zugegeben, der Katalog der möglichen Antworten war etwas ausufernd. Das Ergebnis jedoch eindeutig: Nein zur Homoehe.

Nun schäumt von links und grün. Das gehe gar nicht und ab 2016 ff. sowieso nicht. Gemeint ist die Überlegeung, dass sich in der Hauptstadt CDU und Grüne zu einer Landesregierung zusammenraufen könnten. Etc. Etc....

Mal ganz langsam: Nicht "die CDU" hat über die Homoehe befunden, sondern ihre Mitglieder, circa 12.500 an der Zahl. Ganz basisdemokratisch wurden sie befragt. Und ganz basisstatistisch sind von ihnen 40 Prozent im Rentenalter. So wie bei anderen Partei übrigens auch. Vorschlag: Die Linkspartei macht eine ebensolche Befragung; das Ergebnis wäre mehr als interessant.

Im übrigen: Was wird eigentlich von der CDU erwartet? Dass sie die Regenbogenfahne auf dem Konrad-Adenauer-Haus hißt? Mit Sicherheit wird sie das nicht tun. Ein wenig "Wertkonservativismus" - was immer das sein mag - muss man Merkel & Collegae noch zugestehen. In dieser Zeit.

PS: In 15 Jahren dürften auch die Christdemokraten der Homoehe zustimmen. Dann sind nämlich 40 Prozent ihrer Mitglieder unter 60 Jahre alt.

10:58 25.07.2015
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Geschrieben von

Constantin Rhon

Realist mit liberaler Grundhaltung.
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