RE: Galgenhumor | 14.12.2019 | 21:58

Also mal wieder ein Klimagipfel des Weiter-So. Das ist echt abartig.

Ich habe das Gefühl, dass die einst westlichen, inzwischen aber globalisierten Eliten die Klimakatastrophe wollen. In 50 - 100 Jahren haben die dann ihre vollautomatisierten Paläste in den letzten halbwegs habitablen Zonen errichtet, nebst Feriendomizil im Orbit. Von da aus gibt es dann MadMax-Live in Gottperspektive. Vielleicht sogar interaktiv. Mit extra viel Menschenblut.

Frohes Fest.

RE: Galgenhumor | 14.12.2019 | 21:49

Offensichtlich kein Kommentar laut Vorgabe der Netiquette, sondern Werbung für reaktionäre Ideen und Pseudowissenschaft. Es ist zu 100% kopierte Meinung, Spam.

Rainer Rupps Müll ist weiterhin nicht recyclebar, grundwasser- und erbgutschädigend. und muss aufwändig und teuer mit Uranabfällen zusammen eingelagert werden. Bitte weg damit.

RE: Der Kommunismus ist …? | 31.05.2019 | 12:00

Erstmal Danke für das interessante Interview

Zur Frage und Antwort:

"Welche Verschwörungstheorie halten Sie für wahr?

Die Frage, die sich jetzt natürlich in den Raum drängt: Halte ich eine Verschwörungstheorie noch für eine Verschwörungstheorie, wenn ich sie für wahr halte?"

Liebe Lisa,

die Frage drängt sich eigentlich nicht in den Raum. Ihr entbehrt dafür insgesamt Nähe zur Realität.

(1) Die Frage spielt auf die Instanzen an, welche landläufig als Verschwörungstheorien gewertet werden und stellt nicht darauf ab, was du als Verschwörungstheorie empfinden könntest.

(2) Impliziert deine Antwort, dass Verschwörungstheorien mit der Wahrheit grundsätzlich nicht vereinbar seien. Dem steht entgegen, dass sich ein Teil der Verschwörungstheorien als wahr herausgestellt hat. In dem Moment, in dem das passierte, ist durch massive Induktion zwar eine Erkenntnisebene zur Abstraktion (bis dato mehrheitlich deduktiv) hinzugekommen. Das Konzept Verschwörungstheorie (Duden: "Vorstellung, Annahme, dass eine Verschwörung, eine verschwörerische Unternehmung Ausgangspunkt von etwas sei") bleibt dennoch anteilig (und ursächlich) bestehen und verschwindet nicht einfach so. Sie wird lediglich durch belastbare Beweise bestätigt.

Die Frage zu umschiffen halte ich für richtig, hätte es aber anders gemacht und auf die VS-Theorien abgestellt, die inzwischen durch harte Fakten bestätigt wurden. Das geht durchaus, ohne eine echte Instanz zu nennen.

Ansonsten: Weiter so. Bist auf dem richtigen Weg! Ich drück dich.

Mit sozialistischem Grusse

P.S. Mit dem Rennrad ist man auf der Straße meist sicherer als auf dem Radweg. Pass gut auf dich auf! Autofahrer preschen mehrheitlich an den Strassenrand vor und nicht an den Rand, wo Geh- und Radweg beginnen. Wenn man dann mit dem Fahrrad angefahren kommt, ist deren Bremsweg so groß, dass sie nicht mehr dort zu stehen kommen, wo sie es eigentlich sollten. Passiert mir schon oft genug mit meinen 'langsamen' Rädern.

RE: Niederlage, jeden Tag | 13.12.2018 | 12:48

Na da haben Sie aber Glueck. Ich habe mehrere Jahre in der Arbeitsplanung eines Hochtechnologie-Unternehmens gearbeitet, dass auch Batterieladesysteme entwickelt und produziert. Das Potential Energie einzusparen, ist kaum irgendwo so gross, wie im Bereich des autonomen Fahrens von KfZ (wenn man nicht alles total falsch macht). Bedingung ist, dass nicht jeder ein bis drei eigene PKW besitzt, sondern Carsharing betrieben wird. Wir muessen es nur wollen und die allgemeine Wertschaetzung fuer Gemeineigentum verbessern. Wenn die Vehikel regelmaessig vollgekotzt und -gemüllt vor der eigenen Tür ankommen, wird das nichts.

Es gibt aber eh noch grosse Schwierigkeiten fuer ausreichend Lademoeglichkeiten zu sorgen. Entweder grosse Batterien und wenige zentrale Ladestationen = viel Lithium oder kleine Batterien und viele dezentrale Ladestationen = viel Kupfer. Je nach dem wie die regionalen Bedingungen sind wird das eine oder andere System optimaler sein. Aber was, wenn ein Stadtmensch mit seiner kleinen Batterie aufs Land will?

Server werden in vielen Bereichen gegen intelligente Netze ersetzt werden. Fahrzeuge, die z.B. nicht aktiv sind, koennen ihre Rechenleistung, die eigentlich fuer den Fahrbetrieb genutzt wird, der Cloud zur Verfuegung stellen.

Arbeit 5.0 wird sich selbst nicht mit 4.0 beschaeftigen. Das wird die Peripherie tun. Ein Hauptaspekt von Arbeit 4.0 ist vernetztes Arbeiten, am besten von zu Hause aus, da so die Transportwege und damit die entsprechenden Energiebedarfe wegfallen werden. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, aber es lohnt sich.

Ja mir ist vollkommen klar, dass unter Federfuehrung der westlichen Wertegemeinschaft unsere Umwelt auf sehr viele Arten zerstoert wird. Da ist Lithium leider auch ein Faktor. Ein Loesungsansatz waere, das verdunstete Wasser sofort wieder einzufangen. Dafuer muesste nur eine Kuehlung fuer die Kondensation stattfinden, die mit Solarenergie dann auch noch klimaneutral waere.

Die Erderwaermung durch den CO2-Faktor koennte gestoppt werden, wenn ein Equivalent an Pflanzen geschaffen wird. Und da macht mir Bolsonaro in Brasilien gerade grosse Sorgen. Es soll noch massiver Regenwald platt gemacht werden, als bisher schon.

Schoen, dass Sie sich entschlossen haben, die Welt zu verbessern. Aus Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass es sich in ihrem Falle lohnen wuerde, an der Form zu feilen, in der Sie ihre Informationen praesentieren. Damit werten Sie die Inhalte ungemein auf und foerdert die Resonanzfaehigkeit ihrer Umwelt.

Und versuchen Sie, wenn moeglich und gewuenscht, sich die technischen Belange betreffend, so schlau wie moeglich zu machen. Die Welt der Technik ist nicht so einfach, wie das in ihren Schilderungen bisher ruebergekommen ist. Auf diesem Wege werten Sie ihre Inhalte auf und sie vermeiden es mit 'Panzern auf Spatzen' zu schiessen, die es unter Umstaenden nicht mal gibt.

RE: Schwer verwundet | 12.12.2018 | 09:08

Kleine Ergaenzung: Es gibt von Burtynsky auch einen entsprechenden Film in englischer Sprache, der im Januar auf dem Sundance Film Festival erstmalig der Oeffentlichkeit praesentiert wird.

Trailer - ANTHROPOCENE: The Human Epoch

RE: Schwer verwundet | 12.12.2018 | 08:56

Herzlichen Dank. Toller Beitrag!

Vor kurzem ist zum Thema 'Einfluss des Menschen auf den Planeten Erde' ein sehr interessanter Vortrag veroeffentlicht worden, den ich gerne empfehlen wuerde:

Talk | Harald Lesch - The Capitalocene.

RE: Niederlage, jeden Tag | 12.12.2018 | 08:50

Es faellt mir schwer ausreichend gut zu erkennen, welche ihrer Konzepte sich mit der Realitaet und welche sich mit ihrer Fiktion auseinander setzen. Mondbasis Alpha meets CRISPR-Augmented Donald Trump, um in fliegenden Untertassen money zu maken.

Ich erkenne aber, dass Sie einen hohen Leidensdruck besitzen und pflegen. Das ist als Basis fuer kreative Prozesse ganz ausgezeichnet. Doch sein Sie sich bitte bewusst, dass fuer die erfolgreiche Verbreitung von gesellschaftsrelevanten Innovationen, und da schliesst sich der Kreis wieder, entsprechende Provider und Multiplikatoren im Bunde befinden muessen.

Eine Sache hat sich seit der Urzeit, das menschliche Leben betreffend, nicht geaendert: Nur die richtige Mischung wird das Rennen gewinnen.

RE: Gut Start, Stuttgart! | 10.12.2018 | 17:26

Tolle Rezension. Vielleicht sogar besser als das Theaterstueck?

Vielen Dank!

RE: Niederlage, jeden Tag | 10.12.2018 | 17:11

Danke fuer die Aufklaerung bezueglich blau/rosa und BR-Hospitanz. 40 Stunden sind schon ganz schoen happig und bei so geringer finanzieller Unterstuetzung - ich vermute der BR geriert sich durch die Wortwahl 'Unterstuetzung' auch noch als Wohltaeter - kann man fuer die Semesterzeit nichtmal was zuruecklegen davon. Also Ferienjob + Hospitanz + Pauken? Hahahaha.

Mein Hinweis, dass Sie sich in ihrer Klage auf einem anderem Niveau bewegen als der Paketbote Sven, war nicht als Vorwurf gedacht.

Nur ganz kurz zum Thema Systemveraenderung: Es geht nur in sehr kleinen Schritten, die alle fuer sich ein kleines Experiment darstellen. Das macht die Sache so schwierig. Es ist ausserordentlich anstrengend da am Ball zu bleiben und nicht die Hoffnung zu verlieren. Ich verstehe ihre Verzweiflung sehr gut. Ich kaempfe selber oft mit ihr. Vielleicht hilft Ihnen die Erkenntnis, dass wir, die Menschheit, es entweder schaffen ein Stadium echter Gleichheit (im Sinne der Aufklaerung) zu erreichen oder es faehrt alles komplett zur Hoelle. Mir gibt das in schweren Zeiten immer Kraft, denn Kapitalismus ist keine moegliche Zukunftsoption. Unser Planet macht da einfach nicht mit. So ein Pech aber auch.

Die gelben Westen sind uebrigens eine sehr komplexe Gruppe, die sich nicht nur aus Leuten, die auf 'hohem Niveau' klagen, zusammensetzt. Wie auch immer, eins machen sie unmissverstaendlich klar: Die Regierungen verstehen leider auch im 21. Jahrhundert immernoch keine andere Sprache.

Geld oder Pruegel. Ansonsten: Nix verstehn.

Zu den anderen von Ihnen genannten Umstaenden, moechte ich mich lieber nicht aeussern. Sie haben so viele Faesser aufgemacht, dass mir schwindelig wird bei dem Gedanken mich naeher mit ihnen auseinanderzusetzen. Bitte nehmen Sie mir das nicht uebel.

Gestatten Sie mir bitte eine abschliessende Frage. Welchen Studiengang belegen Sie genau?

Viel Freude und Erfolg bei Ihrem Sci-Fi-Spass.

RE: Niederlage, jeden Tag | 10.12.2018 | 16:28

Ich hatte ihre Groteske durchaus als solche erkannt. Falls der Eindruck entstanden sein sollte, meine Ergaenzung sei als Konterpunkt gesetzt worden, moechte ich Ihnen hiermit versichern, dass sie wirklich nur als Zusatz verstanden werden sollte.

In ihren Ausfuehrungen kann ich Ihnen in vielen Punkten beipflichten. Doch das Paradigma 'Jeder kann im Kapitalismus reich werden' ist eine hohle Nuss und Propaganda. Zuckerberg, Gates, Musk, Cook und die anderen konnten auf eine hervorragende Ausbildung und ein gemachtes Nest - inkl. Garage :) - setzen und nur so ihren Senkrechtstart vollziehen. Derlei Befaehigung hat nicht jeder. Die Erziehung zum mutigen Macher ist auch noch eine notwendige Bedingung.

Ergo, reich werden koennen nur sehr wenige 'Auserwaehlte'.

Dass Geldadelige nicht unbesiegbar oder unverletzbar sind, ist mir nur ein sehr kleiner Trost. Das System verbesserte sich bisher nach meiner Erkenntnis nicht, wenn es mal einen der ihren dahingerafft hat. Merckle hat sich uebrigens vor den Zug geschmissen, weil er sich nichtmehr Handlungsfaehig sah wegen der Finanzkrise. Der Mann ist als Superreicher gestorben. Als Spekulant wuerde ich ihn nicht betrachten. Er war eher Investor, da die Beteiligungen langfristig gehalten wurden. Geschaeftemachen war scheinbar der einzige fuer ihn lebenswerte Aspekt seines Daseins. Reichtum macht halt nicht gluecklich. Da kann auch der Kommerz trotz immer toenenden Fanfaren nichts dran aendern.

Bravo uebrigens dafuer, dass Sie Nestle boykottieren. Der Konzern ist neben diversen anderen auch Teil meines Boykott-Portfolios.