3. Ulmer Friedenskonzert

Wagners Randnotiz Das 3. Ulmer Friedenskonzert macht Lust auf mehr...
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Am 13. September fand in Ulm unter freiem Himmel das 3. Ulmer Friedenskonzert auf der Insel im unteren Ausee in der Ulmer Friedrichsau statt. Dieses kommerzfreie Konzert für den Frieden organisierte wie in den Jahren zuvor Ayhan Coskun, der damit bewiesen hat, dass man den Frieden spüren, fühlen und hören kann.

Fakt ist, dass Menschen friedlich leben wollen und können, gäbe es da nicht immer wieder aufs Neue…

Musik verbindet, baut Barrieren ab. Solche Veranstaltungen sollte es eigentlich in Endlosschleife geben…

Auf der Facebook-Seite „3. Ulmer Friedenskonzert“ (https://www.facebook.com/events/1630043737210113/)

konnte man folgendes lesen:

Wie Klingt der Frieden -

Wenn die Macht der Liebe
über die Liebe zur Macht siegt,
wird die Welt Frieden finden.
Jimi Hendrix

Was erwartete nun die ZuhörerInnen? Diese Frage stellen sich vermutlich diejenigen, die nicht an diesem wunderbaren Friedenskonzert teilhaben konnten.

Ziel von Ahyan war es Menschen zusammenzuführen, die den Nachmittag gemeinsam friedlich verbringen und dies kostenlos. Menschen sollten sich während des Friedenskonzerts ungezwungen begegnen, verweilen solange es ihnen gefällt, sich austauschen und eine gute Zeit miteinander verbringen. „Die Musik soll Brücken bauen und verbinden“, so stand es in der Einladung. Es fand auch kein Verkauf statt. Die BesucherInnen wurden eingeladen, ihr eigenes Picknick mitzubringen. Diejenigen die Hunger und Durst hatten, aber ohne Verpflegung kamen und blieben, konnten sich an einem Stand mit Essen und Getränken stärken. Dafür gilt auch ein Dank an die fleißigen Hände, die den Stand betreuten.

Während des 3. Ulmer Friedenskonzerts sollte der Frieden in musikalischer Form auf die Bühne transportiert werden. Improvisationen standen im Mittelpunkt der sechsstündigen Veranstaltung. Jedes Stück das man hörte, wurde zuvor von den Musikern nicht gemeinsam geprobt. Hier war „aufmerksames aufeinander Hören“, Inspiration, Spüren der zu erwartenden Klänge gefragt.

Die VeranstaltungsbesucherInnen erfreuten sich an improvisierter Musik unter dem Tagesmotto „wie klingt der Frieden“ und zollten dies mit großem Applaus.

Wie klingt der Frieden?

Wie klang wohl der Frieden in der Friedrichsau? Die Veranstaltung begann gegen 12 Uhr und sollte ursprünglich gegen 18 Uhr enden. Zugaben verlängerte das Ende. Ich war ab 15 Uhr anwesend. Ich kann ja nur beschreiben, was ich gehört habe und dies klang? :-)

?

Es klang nach coolen MusikerInnen, nach viel Lebensfreude, Herzenswärme, viel Talent, super schönen Improvisationen und Lust auf mehr…

…auf mehr Klänge für den Frieden! Ich freu‘ mich bereits heute auf das Friedenskonzert 2016.

Es war eine absolut gelungene Veranstaltung an der folgende MusikerInnen teilgenommen haben:

Yasi Hofer (Gitarre), Anna Tielesch (Querflöte), Godfrey Aletor (Percussion, Gitarre, Gesang), Guenter Buhles (Saxophon), Sam Sam (Percussion, Gesang), Philipp Zey (Posaune), Rachid Benachour(Gesang, Gitarre, Mandole, Perkussion), Jürgen Böckeler (Saxophone), Johannes Honnef (Drums), Sebastian Jooß (Bass), Klaus Feldhoff (Percussion), Ayhan Coskun (Gitarre, Gesang), Andreas Hagmann (Drums) und Corina Wagner (Gesang).

Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit den MusikerInnen auf der Bühne zu stehen. Die jüngste Musikerin, die 22-jährige Yasi Hofer hatte ich zum Beispiel bislang zuvor noch nie gehört. Ihre Gitarrensolis zogen mich in ihren Bann. Wow! Klangbeispiel:(https://www.youtube.com/watch?v=-IfzzC0B_u4)

Ich weiß überhaupt nicht, wo ich wieder mit dem „wow“ aufhören soll, wenn ich an die Musiker denke, die gestern musizierten. Wow! Da kam nicht nur super gute Musik bei mir an, sondern auch Herzenswärme. Verschiedene Musikstile hörte man. Klänge aus der Türkei, Asien, Brasilien, bis zum afrikanischen Kontinent und noch weiter, aber auch aus Europa.

Der Älteste unter den Musikern war vermutlich Komponist und Saxophonist Günter Buhles, der mich mit seinem Saxophon begleitete. Klangbeispiel für sein Können: https://www.youtube.com/watch?v=EvvMRHcijQk

Ich sang aus der West Side Story das Lied Somewhere, das aber nicht mehr genau so klang wie im Original, da Günter und ich Änderungen vornahmen. Ich schrieb auch dazu einen Friedenstext. ;-) Alles basierte auf gemeinsamen Improvisationen, die noch ein bisschen an Somewhere erinnerten.
Es klang meiner Ansicht nach Frieden…

Davon gibt es leider keine Aufnahme, aber dafür gibt es ein Erinnerungsfoto mit Giovanna Forte, Günter Buhles und mir:

http://i62.tinypic.com/25zqu0m.jpg

Bildquelle: Y.Forte

Ich sang die Lieder "Summertime" und "Papier is doch waiß" A Cappella.

Gegen Ende der Veranstaltung hatte ich noch Gelegenheit Besamé Mucho zu singen. Das fand ich sehr cool, denn da begleiteten mich alle MusikerInnen und jeder spielte super schöne Improvisationen. Wow!

Wie klang der Frieden gestern in der Friedrichsau?

Für manche VeranstaltungsbesucherInnen: O-Ton: „Megageil!“, aber auch „fantastisch schön“

Und für mich? wow! :-)

Musikalische, friedliche Grüße

© Corina Wagner

Nachtrag (17.09.2015)

Da ich nicht von Beginn an während des mehrstündigen Friedenskonzerts dabei war, habe ich leider zu Anfang den Auftritt von Furkan Arpaci verpasst. Furkan war definitiv der jüngste Teilnehmer des Konzerts, da er erst fünf Jahre alt ist und somit die größte Überraschung war. Ich habe bei Facebook gelesen, dass er eine super coole, mutige, tolle Performance zeigte. Prima!

19:42 14.09.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Corina Wagner

Wer das Wort Alphabet buchstabieren kann, ist noch kein/e Autor/in. (C.W.)
Corina Wagner

Kommentare 4